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Android Q: Diese neuen Features bringt das Software-Update

Android Q kommt mit vielen neuen Features.
Android Q kommt mit vielen neuen Features.

Google hat in Android Q wieder eine ganze Menge Veränderungen vorgenommen. Einige davon finden sich im Design, andere verstecken sich hingegen unter der Haube des Betriebssystems. Die spannendsten Features haben wir für Dich in einer Liste zusammengestellt.

Dark Mode

Android Q hat endlich einen systemweiten Dark Mode an Bord. Dieser kann in Zukunft ganz einfach via Button in den Schnelleinstellungen aktiviert werden. Der dunkle Modus wird zudem automatisch eingeschaltet, sobald der Energiesparmodus aktiviert wird. Google will die Spezifikationen für das Dark Theme auch mit App-Entwicklern teilen, damit diese leicht ihre Anwendungen anpassen können.

Neue Gestensteuerung

Da immer mehr Smartphones einen nahezu randlosen Screen haben, führt Google mit Android Q auch eine neue Gestensteuerung ein. Die alte Navigationsleiste fällt weg, Aktionen wie Zurück, Home-Screen oder zuletzt geöffnete Apps werden durch Wischgesten ersetzt.

Neue Akzentfarben und Schriftarten

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In den Entwickleroptionen kann die Akzentfarbe von Android Q geändert werden.

Schon seit Ewigkeiten wird in Android Blau als Akzentfarbe verwendet und dies ließ sich bisher nicht anpassen. Das wird sich in Android Q endlich ändern. In der aktuellen Beta sind neben Blau auch noch die Farben Lila, Grün und Schwarz verfügbar.

Weiterhin lassen sich jetzt die Schriftarten für Überschriften und Textkörper anpassen. Neben der Standardschrift sind neuerdings auch Noto Serif und Source Sans Pro verfügbar.

Neue Features bei der Akkuanzeige

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Echt praktisch: In den Quick Settings wird nun angezeigt, wie lange es dauert, bis der Akku komplett leer ist.

Bei der Akkuanzeige hat Google bei Android Q zwar keine großen, aber dennoch sinnvolle Änderungen vorgenommen. In den Quick Settings wird nun angezeigt, wie lange der Akku ungefähr noch durchhält.

Auf dem Always-On-Display ist das Symbol für den Akku von der unteren Mitte in die rechte, obere Ecke des Bildschirms gewandert.

Mehr Optionen bei Benachrichtigungen durch Swipe-Gesten

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In Android Q lassen sich Benachrichtigungen nur noch mit einem Wisch nach rechts schließen. Ein Swipe nach links öffnet das Kontextmenü.

Bisher war es egal, in welche Richtung Benutzer Benachrichtigungen wischen müssen, um sie vom Bildschirm zu entfernen. Das ändert sich aber in Android Q. Dort verschwinden sie nämlich nur noch mit einem Swipe nach rechts. Eine Wischgeste nach links öffnet hingegen ein Kontextmenü, in dem Funktionen wie Snooze oder Mute aktiviert werden können. Bisher ließ sich dieses Menü nur über einen halben Swipe nach links öffnen.

Außerdem wird in Android Q neben der aktuellsten Benachrichtigung nun eine kleine Glocke angezeigt. An dieser lässt sich erkennen, welche der vielen Benachrichtigungen das Klingeln oder die Vibration des Smartphones ausgelöst hat.

Wi-Fi: Mehr Sicherheit, mehr Performance und Teilen über QR-Code

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In Android Q lässt sich der WLAN-Zugang auch ganz einfach per QR-Code teilen.

Viele der Änderungen in Android Q hat Google unter der Haube des Betriebssystems vorgenommen. Somit sind sie zwar unsichtbar, aber dennoch nicht weniger wichtig als Anpassungen im Design. Im Bereich Wi-Fi hat sich einiges getan: Zunächst einmal wurde mit der Unterstützung der WP3- und OWE-Protokolle die WLAN-Sicherheit deutlich erhöht.

Außerdem besitzt Android Q nun einen Wi-Fi-Performance-Modus, der für kleinere Latenz sorgen soll. Google glaubt, dass dieses Feature besonders für Echtzeit-Gaming und Anrufe über drahtlose Netzwerke nützlich sein könnte.

Zu guter Letzt lässt sich der Zugang zum WLAN nun auch über einen QR-Code teilen. Dazu wird das jeweilige Netzwerk einfach ausgewählt, auf den Share-Button gedrückt und die PIN des Smartphones abgefragt. Anschließend erscheint auf dem Display ein QR-Code, der von anderen Nutzern gescannt werden kann, um Zugriff auf das Netzwerk zu erhalten.

Nativer Support für faltbare Smartphones

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Android Q unterstützt Smartphones mit faltbaren Bildschirmen von Haus aus.

Android Q ist auch für die Zukunft gerüstet und unterstützt faltbare Smartphones nativ. Das beinhaltet zum Beispiel Funktionen wie das automatische Pausieren und Fortsetzen von Apps beim Zu- und Aufklappen des Displays oder die automatische Anpassung der Fenstergröße beim Bildschirmwechsel.

Mehr Kontrolle über App-Zugriffsrechte und erweiterter Schutz der Smartphone-IDs

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Die Standort-Zugriffsrechte lassen sich nun genauer festlegen.

Anwender werden in Android Q noch mehr Kontrolle über die App-Zugriffsrechte bekommen als zuvor. Beim Zugriff auf den Standort können Nutzer nun festlegen, ob Apps niemals, nur wenn sie im Vordergrund laufen oder immer (auch im Hintergrund) darauf zugreifen können.

Weiterhin wird der Zugriff auf Geräteidentifikatoren wie beispielsweise IMEI- und Seriennummer in Android Q deutlich strikter. Außerdem kann die neue Version des Betriebssystems die MAC-Adresse des Geräts bei der Verbindung mit verschiedenen, drahtlosen Netzwerken zufällig ändern, was die Identifikation erschwert. Diese Option war in Android 9 Pie bereits optional vorhanden.

Schnelles Teilen per Sharing Shortcuts

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Das Teilen von Inhalten –besonders zwischen verschiedenen Apps – soll zukünftig noch schneller gehen.

Das Teilen von Inhalten zwischen verschiedenen Apps soll in Android Q noch schneller vonstattengehen als bisher. Möglich machen sollen das Sharing Shortcuts, mit denen Nutzer direkt in eine andere App springen können. Entwickler können in ihren Anwendungen Ziele für das Teilen von Inhalten festlegen, die bei der Aktivierung durch den jeweiligen Nutzer sofort eine vorgefertigte Aktivität laden. So sollen sich Daten zukünftig noch schneller zwischen verschiedenen Apps teilen lassen.

Dynamisches Tiefenformat bei Bildern

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Apps können in Android Q auf die Metadaten zur Tiefenschärfe zugreifen und so eine Auswahl an Unschärfe- und Bokeh-Effekten zur Verfügung stellen.

Viele Smartphone-Kameras können Tiefenschärfe simulieren, indem sie den Vorder- bzw. Hintergrund relativ zum Objekt unscharf machen. Dazu sammeln die Kameras Metadaten von verschiedene Punkten des Bildes und kreieren damit einen Bokeh-Effekt. Diese Metadaten werden anschließend aber wieder gelöscht.

In Android Q können Apps nun Zugriff auf Bilder mit dynamischem Tiefenformat anfragen, die aus einem JPEG und den gesammelten Metadaten zur Unschärfe bestehen. Dadurch lassen sich in den Apps weitere spezielle Effekte und Bokeh-Optionen realisieren.

Neue Video- und Audiocodecs

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Dank des AV1-Codecs wird Streaming in Android Q auf Smartphones und Tablets noch effizienter.

Android Q wird neue Video- und Audiocodecs unterstützen. Dazu gehört zum Beispiel der Open-Source-Videocodec AV1, mit dem sich Videos in hoher Qualität auch mit deutlich kleinerer Bandbreitenauslastung streamen lassen. Außerdem unterstützt die neue Android-Version nun standardmäßig HDR10+.

Im Audiobereich ist zusätzlich der Opus-Codec verwendbar. Dieser wurde für das Streaming von Sprache und Musik optimiert.

Sichtbare Notch und abgerundete Ecken in Screenshots

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Notch und abgerundete Ecken werden unter Android Q auch in Screenshots angezeigt.

In den vorherigen Android-Versionen hat das System Lücken, wie beispielsweise eine Notch und abgerundete Ecken, bei einem Screenshot automatisch ausgefüllt und ein rechteckiges Bild erstellt. In Android Q werden diese nun auch in Screenshots korrekt dargestellt.

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