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Apple Glasses, Mini-LED-TVs & Co: Diese Technik erwarten wir für 2021

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Die Apple Glasses könnten schon 2021 erscheinen. Bild: © iDropNews 2018

Das Jahr 2021 wird Technik einen Schritt weiterbringen. Vielleicht erscheint bereits die heiß ersehnte Augmented-Reality-Brille Apple Glasses, auch revolutionäre Handykameras stehen an. Und dank neuer LCD-Technologien bekommen OLED-TVs stärkere Konkurrenz. Diese Technik erwarten wir für 2021.

Apple Glasses: Der potenzielle AR-Durchbruch

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Apple könnte die hauseigene AR-Brille "Apple Glasses" oder "Apple Glass" nennen. Bild: © MacRumors 2020

Die Apple Glasses werden nicht nur von Apple-Fans mit großer Spannung erwartet. Und kein Wunder: Sie könnten Augmented-Reality-Brillen von einem Profi-Gadget zu einem Massenmarkt-Produkt machen. Erste Gehversuche wie Google Glass waren kein Erfolg, doch Apple ist bekannt dafür, neue Technik in ausgereifter Form einzuführen. Wie das erste Smartphone – das iPhone.

Angeblich wird Apple für die AR-Brille High-End-Microdisplays von Sony mit der kontrastreichen und durchsichtigen OLED-Technologie einsetzen. Die Apple Glasses dürften als externe Displays funktionieren, während das iPhone die Rechenarbeit übernimmt. AR-Apps sollen sich mit Handgesten steuern lassen. Denkbare Anwendungen sind etwa Google Maps, die vom iPhone bekannten AR-Spiele und virtuelle Meetings.

Ein Bericht der Industrie-Insider von DigiTimes verweist auf einen Release im nächsten Jahr. Der bekannte Leaker Jon Prosser geht von einer Präsentation im März oder Juni 2021 aus, aber die Apple Glasses könnten auch erst im Jahr 2022 auf den Markt kommen. Das glaubt nicht zuletzt der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo. Wir sind jedenfalls gespannt auf die ersten Infos von Apple.

Smartphones: Stabilere Foldables mit Stift und bessere Kameras

Die größten Smartphone-Innovationen des Jahres 2021 dürften neue Kamerasysteme darstellen. Konkret stehen hier mindestens zwei Entwicklungen an: Selfie-Kameras, die wie Fingerabdrucksensoren unter das Display wandern, und ausfahrbare Zoom-Objektive, wie Xiaomi bereits eines vorgestellt hat. Die Vorteile sind komplett rahmenlose Handys beziehungsweise ein stufenloser optischer Zoom.

Das iPhone 13 soll dem Analysten Ming-Chi Kuo zufolge bessere Ultraweitwinkel-Kameras bieten, auch Displays mit hoher Bildwiederholrate wie 120 oder 144 Hertz stehen bei Apple wohl an. Dieses Technologien gibt es im Android-Lager allerdings bereits und es sind noch keine iPhone-Innovationen für 2021 abzusehen. Jedenfalls nicht für die Hardware – die iOS-Software dürfte durch den Apple M1 in MacBooks ordentlich Aufwind erhalten. Schließlich laufen iOS-Apps nun auch auf den Apple-Laptops und auf dem Mac mini.

Smartphone-Prozessoren legen vor allem bei ihren KI-Fähigkeiten zu, die etwa bei der Bildverarbeitung hilfreich sind. Wie der kürzlich vorgestellte Qualcomm Snapdragon 888 demonstriert, steht auch Gaming auf 144-Hertz-Displays im Fokus. Die Qualität von Games-Streaming dürfte sich auch noch etwas verbessern. Schließlich sind neue faltbare Smartphones wie ein Samsung Galaxy Z Fold 3 und ein Galaxy Z Flip 3 wahrscheinlich. Angeblich wird Samsung die Robustheit der faltbaren Displays verbessern und so auch den Einsatz des S Pen ermöglichen.

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Der Snapdragon 888 wird viele Android-Flaggschiffe des Jahres 2021 antreiben. Bild: © Qualcomm 2020

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Profi-Kameras: Die Zukunft ist spiegellos

Profi-Kameras sind weiterhin unverzichtbar für Event-Fotografie wie Hochzeiten, in der Fotokunst, im Journalismus und in der Werbung. Der große Trend der letzten Jahre dürfte hier fortgesetzt werden, wie Digital Camera World schreibt: Die Umstellung von DSLRs auf DSLMs – also auf spiegellose Systemkameras. Von Canon wird unter anderem ein Nachfolger der Sport-Kamera 1 D X Mark III erwartet namens Canon EOS R1. Das Nikon-Pendant Z9 soll ebenso zu den Olympischen Spielen erscheinen.

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Die auf Filmen spezialisierte Kamera Panasonic GH5S soll einen Nachfolger erhalten. Bild: © YouTube / The Hybrid Shooter 2018

Von Fujifilm steht die X-H2 an, die voraussichtlich 8K-Videos mit 12-Bit-Farben aufzeichnet. Sony scheint an DSLMs der A-Serie für Einsteiger und Fortgeschrittene zu arbeiten. Von Panasonic sind neue Kameras mit Vollformat- und Micro-Four-Thirds-Sensor zu erwarten, aber weiterhin keine APS-C-Kameras. Filmer dürfen sich offenbar vor allem auf die Panasonic GH6 und GH6S freuen.

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TVs: Mini-LED als OLED-Konkurrent

Im TV-Bereich stehen wieder neue OLED-Fernseher an. Die LG-Fernseher OLED65C1 und OLED65G1 wurden bereits in Südkorea zur Zertifizierung eingereicht, wie FlatPanelsHD schreibt. Die Bildqualität dürfte noch etwas verbessert werden, revolutionäre Neuerungen sind aber nicht zu erwarten. Bei LCD-TVs sieht es schon etwas anders aus.

Zwar bietet TCL heute bereits im Ausland einige Fernseher mit Mini-LED-Technologie an, doch 2021 sollen weitere Hersteller wie LG und Samsung hinzukommen. Das schreiben die Marktforscher von TrendForce via The Elec. Ein Highlight dürfte Samsungs "Neo QLED"-Modell mit einem solchen Panel werden. Der TV in verschiedenen Größen soll über 100 Local-Dimming-Zonen für 8.000 - 30.000 LED-Lampen besitzen. Das müsste für eine präzisere Beleuchtung von Bildteilen sorgen und so den Kontrast optimieren. LG hat angeblich die Mini-LED-Technik für seinen Premium-Nanocell-TV vorgesehen.

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Mit dem TCL Q825 gibt es bereits einen Mini-LED-Fernseher. Bild: © TCL 2020

Mini-LED-TVs bieten im Gegensatz zu OLED keine selbstleuchtenden Pixel, aber immerhin deutlich mehr LED-Lämpchen und mehr Dimming-Zonen für ein stärkeres HDR-Bild. Der TV-Technik-YouTuber Stop the FOMO geht davon aus, dass auch Sony Mini-LED-TVs herausbringen wird.

Eine weitere neue Technologie kommt von Hisense – ein Dual-Cell-TV mit einer Farbtiefe von 12 Bit. Tatsächlich verkauft Hisense in Australien und China bereits einen Dual-Cell- beziehungsweise Dual-Layer-Fernseher. Diese Technologie hat vor allem in Kombination mit Gaming allerdings ihre Schwierigkeiten und es gibt keine Infos über weitere Dual-Cell-TVs.

Es wäre auch denkbar, dass einige TVs mit QD-OLED-Technologie vorgestellt werden. Es handelt sich hierbei um eine Kombination von selbstleuchtenden OLEDs mit einer Quantum-Dot-Farbschicht. Das Marktinteresse an QD-OLED scheint aktuell aber gering zu sein, wie Fomo bemerkt.

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Laptops & Desktop-Rechner: Durchbruch dank Apple M1

Apple hat die ersten MacBooks und den Mac mini mit dem Apple M1 vorgestellt. Und da es sich um einen blitzschnellen ARM-Chip handelt, wie er ähnlich in iPhones unterkommt, ist dies nicht weniger als revolutionär. Bislang setzten MacBooks und Windows-Laptops zum überwältigenden Teil auf x86-Prozessoren, wie sie AMD und Intel produzieren.

Auf jeden Fall sind weitere MacBooks mit Apple-Chips auf dem Weg. So soll das 16 Zoll große MacBook Pro Anfang 2021 mit dem M1-Nachfolger namens Apple M1X auf den Markt kommen, der sich laut Notebookcheck auf AnTuTu blicken ließ. Dieser besitzt offenbar zwölf statt acht Rechenkerne, wobei die Anzahl der leistungsstarken "Firestorm"-Kerne verdoppelt wird.

Doch auch für Windows-Rechner dürfte die M1-Revolution Folgen haben. Für Geräte wie das Surface Pro X mit einem ARM-Chip von Qualcomm und Microsoft wird es bald ein Windows-Update für 64-Bit-Software geben. Dann ist das Gerät vollständig mit Windows-Programmen kompatibel.

Die größte Nachricht ist in diesem Zusammenhang wohl die Übernahme des britischen Unternehmens ARM, welches das grundlegende Chip-Design der ultramobilen Prozessoren verantwortet, durch den Grafikkarten-Herstellers Nvidia (via Tagesschau.de). Das könnte letztlich die Umstellung von Grafikkarten auf ARM bedeuten – oder gar Gesamtsysteme wie den Apple M1 mit Prozessor und Grafikkarte für Gaming-Rechner. 2021 liefert vielleicht erste Antworten.

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Monitore: 4K & 120 Hertz

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Die neuesten Monitore wie der Acer XV282K bieten eine 4K-Auflösung bei 120 Hertz. Bild: © Acer 2020

PC-Monitore sind modernen Fernsehern technisch unterlegen – anders kann man es wohl nicht ausdrücken. Spezielle Monitore haben Vorzüge für Profi-Anwendungen, aber letztlich ist die Bildtechnik von TVs inzwischen schlicht besser, insbesondere bei der HDR-Darstellung. Dafür sorgen Technologien wie Full Array Local Dimming für eine gezielte Hintergrundbeleuchtung von Bildteilen und OLED-Panels – beides bei Monitoren sehr selten und teuer. Das dürfte sich grundsätzlich auch 2021 nicht ändern, aber immerhin ziehen Monitore voraussichtlich etwas nach.

Einige der neuesten Monitore wie der Philips Momentum 328M1R, der Acer Nitro XV282K KV und der ViewSonic Elite XG320U bieten HDMI-2.1-Anschlüsse und eine 4K-Auflösung bei 120 Bildern in der Sekunde, außerdem DisplayHDR 600. Das macht sie auch zu Optionen für das Gaming mit PS5 und Xbox Series X.

Wir gehen davon aus, dass die Mini-LED-Technologie zunehmend bei Monitoren Einzug hält und die HDR-Darstellung verbessert. Auch dürften brauchbare HDR-Monitore günstiger werden. OLED-Monitore werden jedoch offenbar auch nächstes Jahr eine Rarität bleiben.

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