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Apple HomePod: Diese 5 Dinge müssen verbessert werden

Der HomePod ist gut, hat aber noch einige Baustellen, an denen Apple schleunigst arbeiten sollte.
Der HomePod ist gut, hat aber noch einige Baustellen, an denen Apple schleunigst arbeiten sollte. (©YouTube/Austin Evans )

Der Apple HomePod klingt gut, hat aber nicht nur in Sachen Smart Features noch Nachholbedarf. Ob Multi-User-Support oder die Unterstützung anderer Streamingdienste: Wir haben fünf Dinge zusammengestellt, die Apple beim HomePod dringend verbessern müsste.

1. Apple Music ist nicht genug!

Die (vollwertige) Unterstützung anderer Streamingdienste abseits von Apple Music oder iTunes muss her, daran gibt es nichts zu rütteln. Zwar war Apple schon immer etwas eigen in dem, was man zahlenden Kunden zugestehen wollte, doch der HomePod trieb es auf die Spitze. Wer lieber Spotify, Deezer, Pandora, Juke oder andere Musik-Streamingdienste zusammen mit dem Smart Speaker nutzen möchte, wird im Regen stehen gelassen.

Eine Steuerung bequem per Sprache, eigentlich eines der Hauptverkaufsargumente eines jeden smarten Lautsprechers, ist beim Apple-Gerät für andere Musikangebote schlicht nicht vorgesehen. Gönnerhaft erlaubt der iPhone-Hersteller allenfalls die Musikwiedergabe der Konkurrenz über AirPlay – viel zu wenig im Jahr 2018.

Dass es auch anders geht, weiß Apple selbst am besten: So funktionieren etwa die AirPods nicht nur mit iPhones oder Macs, sondern auch mit Android-Smartphones – wenn auch mit Abstrichen bei der Funktionalität. Wer ein iPhone besitzt, muss nicht zwingend auch Mac-Nutzer sein, sondern kann alle wichtigen Sachen auch mit einem Windows-Computer synchronisieren.

Oder: Bei Einführung des seinerzeit verkorksten Apple Maps ersetzte dieses zwar Google Maps, aber niemals hinderte Apple Google daran, seine Karten-App ganz normal über den App Store anzubieten. Warum die Kalifornier beim HomePod das alles vergessen zu haben scheinen, bleibt wohl deren Geheimnis. Mit diesen Aussichten dürfte der HomePod eher ein Nischenprodukt bleiben.

Test
In unserem Test kannst Du nachlesen, welchen Eindruck der Apple HomePod bei uns hinterlassen hat.

2. Her mit der Multi-Nutzer-Unterstützung!

 Mehrere Nutzer auf einem HomePod verwalten? Bislang ein frommer Wunsch. fullscreen
Mehrere Nutzer auf einem HomePod verwalten? Bislang ein frommer Wunsch. (©TURN ON 2018)

Richtest Du Deinen HomePod ein, geschieht dies mit Deiner persönlichen Apple-ID – so weit, so gut. Mit dem Gadget kommunizieren aber kannst natürlich nicht nur Du, sondern auch jede andere Person mit Zugang zum Lautsprecher. Das ist besonders ärgerlich, wenn andere Personen den HomePod für die Wiedergabe von Musik nutzen. Jede Eingabe beeinflusst nämlich die Empfehlungen, die Apple Music Dir ausspielt – was naturgemäß Deinen eigentlichen Geschmack stark beeinflussen dürfte. Unnötig!

Gleiches gilt für persönliche Anfragen: Eigentlich ein hilfreiches Feature, das es Dir erlaubt, per Sprachbefehl iMessage-Nachrichten zu verschicken oder Erinnerungen zu erstellen, solange Dein iPhone mit dem gleichen WLAN-Netzwerk verbunden ist. Blöd nur, dass das im Prinzip auch jeder Andere im Raum kann. Das Feature lässt sich zwar abschalten, aber das sollte eigentlich nicht nötig sein, nur um seine Privatsphäre zu schützen. Dringend nachbessern!

3. Wo bleiben Multiroom und Stereo-Sound?

 Zwei klingen besser als einer: Bislang warten HomePod-Käufer auf die Stereo-Kopplung zweier Lautsprecher vergebens. fullscreen
Zwei klingen besser als einer: Bislang warten HomePod-Käufer auf die Stereo-Kopplung zweier Lautsprecher vergebens. (©YouTube/FLASH NEWS ITA 2017)

Bei der Vorstellung im Rahmen der WWDC 2017 klang alles so schön: Nicht nur, dass zwei HomePods zu einer Stereo-Einheit miteinander verbunden werden können, auch Multiroom ist für Apples Smart Speaker kein Problem – zumindest in der Theorie. In der Praxis wurde das prominent beworbene Feature schon vor dem Release abgeräumt. Stattdessen soll das Feature per Software-Update irgendwann in 2018 nachgereicht werden – ziemlich schwach für einen derart teuren Lautsprecher. Hier sollte Apple dringend liefern, was schon lange versprochen war. Immerhin: Mit iOS 11.4 könnte AirPlay 2 endlich eingeführt werden.

Release in Deutschland
Nachdem es den HomePod in den USA und weiteren Ländern bereits zu kaufen gibt, müssen sich deutsche Interessenten weiterhin gedulden. Zwar hat Apple bestätigt, dass der HomePod auch in Deutschland seinen Release im Frühjahr 2018 feiern wird. Ein konkretes Datum nannte der iPhone-Hersteller aber ebenso wenig wie einen Preis.

4. Macht Siri endlich smart!

 Leuchtet schön, antwortet schwach: Siri auf dem HomePod. fullscreen
Leuchtet schön, antwortet schwach: Siri auf dem HomePod. (©YouTube/Apple 2017)

Machen wir uns nichts vor: Um Apples Sprachassistent Siri stand es schon einmal besser – zumindest als die Konkurrenz in Form von Alexa, Google Assistant und Co. noch in weiter Ferne war. Dabei droht Siri nicht nur auf dem iPhone den Anschluss an fortschrittlichere Sprachdienste zu verlieren, sondern auf dem HomePod auch noch den letzten Rest an Wohlwollen zu verspielen. Klar, die grundlegenden Dinge beherrscht auch Siri – viel mehr aber auch nicht.

Denn geht es ans Eingemachte, zeigen sich die Defizite der KI schnell: Während Google Assistant beim Anlegen einer Einkaufsliste einen Punkt für jeden einzelnen Artikel reserviert, klatscht Siri die Produkte einfach lieblos nacheinander in eine Reihe – Ordnung und Struktur Fehlanzeige. Von echten Wissensfragen oder der Option, kontextabhängig auf Fragen zu antworten, einmal ganz zu schweigen. Zweifelsohne ist Siri die größte Baustelle beim HomePod.

5. Das große Bluetooth-Missverständnis!

 Der HomePod kann zwar Bluetooth, nutzt das aber nur für die Einrichtung. fullscreen
Der HomePod kann zwar Bluetooth, nutzt das aber nur für die Einrichtung. (©YouTube/TouchBenny 2018)

Ausgestattet ist Apples HomePod zwar mit Bluetooth 5.0, genutzt wird die Drahtlostechnologie aber offenbar kaum – vom Einrichtungsvorgang einmal abgesehen. Dabei wäre der HomePod wohl so etwas wie der Vorzeige-Bluetooth-Speaker. Das einzige Problem: Kein Gerät ist in der Lage, den brillanten Lautsprechersound per Bluetooth mit Musik zu befeuern. Was für eine Verschwendung!

Dabei wäre es doch für Apple die ideale Werbung, wenn etwa Freunde, Bekannte und Gäste den HomePod direkt selbst ausprobieren könnten, in dem sie einfach ihr Smartphone mit dem Speaker koppeln und ihre Lieblingsmusik auf ihm abspielen. Doch daran hatte Apple offenkundig kein Interesse. Eine weitere verschenkte Chance!

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