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Auf diese 15 alten Tech-Gadgets sind Deine Eltern abgefahren

Der Walkman war bei Deinen Eltern ein echter Verkaufsschlager.
Der Walkman war bei Deinen Eltern ein echter Verkaufsschlager. (©Adobe Stock/Shaiith 2018)

Moderne Technik, Smartphones, Bluetooth-Lautsprecher und 3D-Displays sind heute für jedes Kind normal. Aber das war mal anders: Deine Eltern kannten viel weniger Technik und sind auf ziemlich skurrile Gegenstände abgefahren, die man heute im Museum finden kann.

Eine Handheld-Konsole mit pixeligem Graustufen-Display? War mal der große Renner bei den Kids und hieß Gameboy. Rauschige und dumpfe Musik auf dem klapprigen Kopfhörer? Kam aus einem Gerät, das jeder haben wollte und das Walkman hieß. Sony ist damit groß geworden. Welche in heutigen Augen komischen Technik-Gadgets es zu Zeiten Deiner Eltern gab, haben wir hier mal aufgelistet. Aber zuerst noch eine Warnung: Teilweise sind das für heutige Technik-Kids verstörende Bilder. Also bitte vorsichtig sein ...

1. Der Gameboy von Nintendo: Spielspaß in vier Graustufen

Gameboy
Der Gameboy von Nintendo war in den frühen 90ern die wichtigste mobile Konsole. (© 2016 JCD1981NL)

Den ersten Gameboy brachte Nintendo 1989 auf den Markt. Vorinstalliert war damals das Spiel "Tetris". Das Gerät hatte einen LCD-Screen mit einer schlimmen Augenkrebs-Auflösung von 160 x 144 Bildpunkten und konnte sage und schreibe vier Graustufen darstellen – Farbe kam erst viel später. Ebenso "üppig" bemessen war auch der Speicher: Es gab 8 Kilobyte RAM und noch einmal 8 Kilobyte Videospeicher. Immerhin wurden vom Gameboy weltweit 118,69 Millionen Stück verkauft, was die mobile Konsole zu einem der erfolgreichsten elektronischen Spielgeräte aller Zeiten macht. Nur der Nintendo DS hat sich mit 154 Millionen Stück besser verkauft – aber der bot immerhin Farbe.

2. Floppy Disk: Maximal 1,44 MB Speicher

Diskette
Auf diesem Stapel mit 32 Disketten ist das Office-Paket aus dem Jahr 1995. (© 2016 JD)

Daten wurden früher mobil auf Floppy Disks oder Disketten gespeichert. Am meisten eingesetzt wurde dabei die 3,5-Zoll-Diskette, die normalerweise 1,44 Megabyte Daten aufnehmen konnte. Vergleicht man das mit einem eher kleinen USB-Stick mit 8 GB Kapazität von heute, hätte man 5555 dieser Disketten gebraucht – das entspricht einem Turm von über 18 Metern Höhe – um alle Daten des USB-Sticks unterzubringen! Langsam waren Disketten übrigens außerdem auch noch ... erfunden hat diese Diskette übrigens Sony im Jahr 1981.

3. Der Motorola-Knochen: Ja, das war ein Erfolgs-Handy

Motorola-Knochen
Der Industriedesigner Rudy Krolopp mit dem Motorola-Knochen (rechts). (© 2016 picture alliance/AP Images)

Im Jahr 1992 wurde von Motorola das mobile Telefon Modell International 3200 vorgestellt. Das wegen seiner Form eigentlich von allen nur "Motorola-Knochen" genannte Gerät war eines der ersten Mobiltelefone, bei dem die komplette Technik im Handapparat eingebaut war. Heute ist das damals extrem beliebte Gerät ein Sammlerstück. Es wog übrigens 500 Gramm und der Akku mit 700 mAh hielt kaum einen Arbeitstag durch. Umgerechnet kostete es im Einführungsjahr mit Vertrag bis zu 6.250 Euro.

4. Walkman-Musik: Manchmal dumpf und verrauscht

Sony Walkman
Der Sony Walkman war der Urvater aller MP3-Player. Hier ein etwas neueres Gerät. (© 2016 picture alliance / dpa Themendienst)

Als der Sony Walkman 1979 veröffentlicht wurde, eroberte der tragbare Kassettenspieler die Jugendlichen im Sturm. Der Walkman war das erste Gerät, mit dem man unterwegs seine Musik hören konnte. Die war auf Musikkassetten analog aufgenommen, was häufig dumpf und verrauscht klang. Aber der Walkman an sich hatte für damalige Geräte einen hervorragenden Sound. Das erste Modell war für Jugendliche recht teuer und kostete in Deutschland zum Start um die 200 Mark. Dennoch konnte Sony insgesamt 200 Millionen mobile Kassettenabspielgeräte verkaufen.

5. Der Camcorder: Damit wurden Deine Baby-Filme aufgenommen

Sony Camcorder CCD-TR55
Der Sony Camcorder CCD-TR55 war die erste wirklich mobile Videokamera für den Privat-Benutzer.

Auch in Sachen Film sah es bei den Eltern eher mau aus: Angefangen hat alles mit dem Super-8-Format, bei dem die Filme belichtet wurden und entwickelt werden mussten. Bis es eine wirklich mobile Kamera gab, musste man bis 1989 warten. Da brachte wiederum Sony mit der Handycam 55 den ersten wirklich mobilen Videorecorder auf den Markt. Das Gerät zeichnete auf Kassetten auf und wog 790 Gramm.

6. Tamagotchi: Das mobile Elektro-Haustier

Tamagotchi
Das elektronische Haustier für den Schulranzen: der Tamagotchi. (© 2016 Tomasz Sienicki)

Zuerst dachten all, dieses Tamagotchi-Ding ist so ein durchgeknalltes Gadget aus Japan – und es war auch wirklich ein durchgeknalltes Gadget aus Japan. Erfolg hatte es bei uns dennoch – wenn auch nur kurz. In Deutschland gab es das Tamagotchi ab Mai 1997, und schon im Weihnachtsgeschäft war das Hühnchen kaum noch ein Thema. Das Tamagotchi ist ein virtuelles Küken, um das der Besitzer sich quasi wie um ein echtes Haustier kümmern muss. Wenn man es vernachlässigt, stirbt es. Aber das Drücken der Reset-Taste belebt es wieder.

7. Der Videorekorder: Das Film-Wunder fürs Wohnzimmer

JVC-HR-3300U
Der JVC HR 3300U war der erste VHS-Videorekorder der Welt. (© 2016 Groink)

Mit dem HR 3300U brachte JVC den ersten kommerziellen VHS-Videorekorder auf den Markt – und legte damit auch den Grundstein im sogenannten Formatkrieg. Neben VHS gab es in Deutschland etwa auch noch Video 2000 von Grundig, das dem japanischen System technisch überlegen war, sich aber gegen VHS niemals durchsetzen konnte. Auf dem Gerät konnten mit einer entsprechenden Kassette bis zu 120 Minuten Video aufgezeichnet werden. Für Deine Eltern die erste Möglichkeit, die Lieblingsserien aufzunehmen.

Ganz tot ist die VHS-Kassette auch heute nicht, bis 2015 wurden sogar noch VHS-Rekorder produziert. Und auch heute kann man entsprechende Kassetten noch im Handel erwerben. Dennoch: Die Tage dieser Technik sind längst gezählt.

8. Der Plattenspieler: Streaming in den 80ern

Plattenspieler DUAL DMS241
Der Plattenspieler: Damit haben Deine Eltern ihre Musik gestreamt. (© 2016 32bitmaschine)

Bevor es das Internet gab und noch vor der CD kam die Musik entweder aus dem Radio oder von der Schallplatte. Die schwarzen Scheiben hatten Vor- und Rückseite und es passten etwa 30-45 Minuten Musik auf jede der Seiten. Großer Nachteil an der Schallplatte war deren Empfindlichkeit gegen Kratzer und Staub. Selbst wenn Platten mit großer Vorsicht behandelt wurden, nahm die Qualität des Tons mit der Zeit ab.

9. Der Taschenrechner TI-83: Treuer Begleiter für die Schule

TI83plus
Der TI83plus: Vor 20 Jahren wurde der Taschenrechner zum treuen Schulbegleiter. (© 2016 Public Domain)

Ein treuer Begleiter für Schüler war früher – und ist es heute auch noch – ein Taschenrechner. Während Smartphones mit Rechen-App etwa bei Klausuren häufig verboten sind, dürfen solche Taschenrechner teilweise benutzt werden – wenn die Programmierfunktion nicht verwendet wird. Der Texas Instruments TI 38 kam 1996 auf den Markt, das Plus-Modell folgte dann drei Jahre später. Das Gerät hatte 32 KB RAM und 512 KB Flash-Speicher.

10. Der Color iMac: Neustart mit Steve Jobs

Indigo iMac G3
Der Indigo iMac G3 war einer der Rechner, mit denen Apple wieder Erfolg hatte. (© 2016 Sjur Rasmus Rockwell Djupedal)

Der farbige und transparente iMac war der erste Rechner, der unter dem neuen alten Apple-Chef Steve Jobs entwickelt wurde. Der Computer wurde im Mai 1998 vorgestellt und gilt als das entscheidende Gerät, mit dem Apple zurück auf die Erfolgsspur fand. Für das Design war Jony Ive verantwortlich, der heute Chefdesigner bei Apple ist. Für einen derartigen Computer musste man vor 18 Jahren umgerechnet etwa 1975 Euro auf den Tisch legen.

11. Der Pager: Auch in den 80ern unterwegs erreichbar

Motorola Pager Cityruf
Die ersten SMS wurden so empfangen: Per Motorola Pager. (© 2016 Der Sascha)

Der Start eines SMS-Dienstes war in Deutschland im Jahr 1989 mit Cityruf, damals noch bei der Deutschen Bundespost Telekom angesiedelt. Man konnte sowohl Zahlen wie auch Texte übermitteln, die mit Pagern empfangen wurden. Cityruf gibt es bis heute und es ist der letzte verbliebene Pager-Dienst.

12. PDAs: Die mobilen Arbeitsmaschinen

PDAs, kleine tragbare Mini-Computer, waren in den 90ern vor allem bei Geschäftsleuten äußerst beliebt. Primär wurden sie für die Kalender- oder Adressverwaltung genutzt. Häufig waren sie bereits mit einem Touchscreen ausgestattet, auch Surfen oder sogar die Installation von Apps war oftmals möglich. Wenn man so will, haben Smartphones die PDAs im Prinzip pulverisiert. Heute spielen die Geräte kaum noch eine Rolle.

13. Taschenrechner-Uhren: Kein Kopfrechnen mehr

Heutzutage hat jeder einen Taschenrechner griffbereit, eine Grundfunktion aller Smartphones. Doch früher musste man unterwegs entweder per Kopf rechnen – oder auf eine sogenannte Taschenrechner-Uhr zurückgreifen. Als bekannter Vertreter sei hier Casio zu nennen, die mit ihren Modellen vor allem in den 80er Jahren recht populär waren. Die Bedienung war zwar alles andere als einfach und besonders elegant sah das Tastenfeld unterhalb des Displays auch nicht aus. Aber hey: man hatte einen Taschenrechner dabei. Kaum zu glauben, was eine Recherche zu Tage gebracht hat: Casio verkauft derlei Exemplare auch heute noch.

14. Analoge Kameras: Als man noch nicht jedes Motiv knipste

Es gab tatsächlich ein analoges Fotografie-Zeitalter – analoge Kameras, in die ein Film eingelegt werden musste. Natürlich hatte man keinen praktischen Touchscreen, auf dem man sich die Bilder gleich anschauen und bei Bedarf löschen konnte. Ein typischer Farbfilm bot Platz für 36 Bilder, die im Nachhinein aufwendig entwickelt werden mussten. Verwackelte und unscharfe Fotos hat man erst serviert bekommen, als man die entsprechenden Aufnahmen in den Händen hielt. Heutzutage fotografiert man längst digital, meistens mit dem Smartphone. Analoge Fotografie ist zwar nicht verschwunden, spielt aber im Alltag der meisten Menschen keine Rolle mehr.

15. Fernseher ohne Fernbedienung: Lange Standard

Kannst Du Dir vorstellen, für einen Programmwechsel aufzustehen und das direkt am TV zu erledigen? Heutzutage undenkbar, früher unumgänglich. Denn: Die Fernbedienung wurde erst später in den 50er Jahren eingeführt. Die Hersteller hatten schlicht erkannt, dass die Zuschauer zu faul sind, um jedes Mal für einen Wechsel des Kanals aufzustehen. Heute ist Zapping längst etabliert, doch ohne Fernbedienung wäre dies nicht praktikabel. TVs ohne Remote sind daher schon lange Geschichte.

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