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Bilder digitalisieren: So bekommst Du alte Fotos auf den Rechner

Wir erklären, wie Du alte Fotos digitalisieren kannst.
Wir erklären, wie Du alte Fotos digitalisieren kannst.
Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Wer Bilder digitalisieren will, steht zunächst einmal vor der Frage nach den technischen Möglichkeiten. Tatsächlich gibt es mehrere Wege, um fertig entwickelte Fotos oder auch Dias zu digitalisieren.

Im digitalen Zeitalter sind Fotos und Bilder etwas, das wir vor allem digital auf Displays anschauen und dank Cloud-Speicher jederzeit verfügbar haben. Doch es ist noch gar nicht so lange her, da mussten Fotos nach dem Knipsen erst aus einem Film entwickelt werden und lagen dann auch nur in physischer Form vor. Und was, wenn man solche alten Bilder digitalisieren möchte? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Alte Bilder digitalisieren mit dem Scanner

Die beste Option, um alte Fotos digital verfügbar zu machen, ist immer noch ein klassischer Farbscanner. Passende Geräte müssen gar nicht teuer sein und sind teilweise schon für deutlich unter 100 Euro erhältlich (Farbscanner bei SATURN). Alternativ eignen sich auch viele Multifunktionsgeräte, die sich zum Drucken und zum Scannen nutzen lassen. Vor und während des Einscannens eines Fotos gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten.

 

Flachbett-Scanner
Mit handelsüblichen Scannern lassen sich auch Bilder digitalisieren.

Säubere die Bilder vor dem Scannen: Es ist eigentlich logisch: Je besser das Original aussieht, desto besser macht sich später auch die Kopie. Daher solltest Du Dir vor dem Scannen von Fotos auf jeden Fall die Zeit nehmen, diese zu säubern. Staub oder Fingerabdrücke können das Ergebnis ansonsten negativ beeinflussen. Stelle daher sicher, dass die Fotos so sauber wie möglich in den Scanner gelegt werden.

Säubere auch den Scanner selbst: Das Gleiche gilt natürlich auch für den Scanner. Wenn dieser stark verstaubt oder verschmiert ist, wird sich das auch auf die digitalisierten Fotos niederschlagen. Wische die Fläche zum Scannen also vorher am besten mit einem Mikrofasertuch ab.

Nutze die richtige Software: Neben der Scanner-Hardware benötigt der Computer natürlich auch noch eine passende Software, um Bilder einscannen zu können. Oft wird ein rudimentäres Programm dafür mit dem Scanner mitgeliefert. Alternativ kannst Du für diesen Zweck aber auch die Standard-Software des Betriebssystems nutzen. Für Windows-Nutzer heißt diese treffend "Fax und Scan" und Mac-User verwenden "Digitale Bilder".

Scanne mehrere Bilder gleichzeitig: Das Einscannen von mehreren Fotos kann sehr zeitaufwendig sein. Deshalb solltest Du versuchen, immer mehrere Fotos auf einen Schlag einzuscannen und diese später per Computer-Software auszuschneiden.

Bearbeite die Bilder nach Bedarf nachträglich: Je nachdem, wie alt die Bilder bereits sind, können diese schon stark gelitten haben. Durch chemische Reaktionen verblassen im Laufe der Zeit nämlich viele Farben. Vor allem Blautöne zersetzen sich recht früh, weshalb ältere Fotos oft einen Rotstich aufweisen. Mit Programmen wie Photoshop kannst Du deshalb nachträglich noch "Schönheitsreparaturen" wie Farbkorrekturen, das Entfernen von Kratzern und Flecken mit dem Werkzeugpinsel oder das Scharfzeichnen an den Bildern vornehmen.

Scanner Aperto Con Foto 2017
Beim Digitalisieren solltest Du ein paar Regeln beachten.

Bilder digitalisieren mit dem Smartphone

Smartphones haben aufgrund ihrer hochauflösenden Kameras und cleverer Software bei vielen Nutzern längst den klassischen Scanner abgelöst. Und es stimmt auch: Mit einer guten Smartphone-Cam kannst Du Bilder beinahe ebenso gut digitalisieren, wie mit einem Flachbettscanner.

Nutze die richtige App: Natürlich kannst Du Deine Fotos einfach abfotografieren, aber das wird nicht die besten Ergebnisse liefern. Zum Scannen mit dem Smartphone solltest Du deshalb eine passende App verwenden. Zu empfehlen wären unter anderem Adobe Scan (Play Store / App Store) oder Cam Scanner (Play Store / App Store), die beide jeweils kostenlos für Android und iOS verfügbar sind.

Bei einigen Smartphones schon vorinstalliert: Einige Hersteller haben eine Scanner-Software sogar schon ab Werk auf ihren Geräten vorinstalliert. Bei Huawei findet sich diese etwa in den "Extras" der Kamera-App.

Bilder mit dem Smartphone scannen

Einen ausführlichen Ratgeber zum Scannen von Bildern und Dokumenten mit dem Smartphone am Beispiel der App Cam Scanner findest Du an dieser Stelle.

Bilder direkt aus Negativen digitalisieren

Als Alternative zum Einscannen fertig entwickelter Fotos lassen sich auch die Negative dieser Bilder digitalisieren. Hier wird es technisch allerdings schon etwas anspruchsvoller.

technician scan a negative film
Mit speziellen Druckern kannst Du auch Negative digitalisieren.

Verwende den richtigen Scanner: Zum Einsatz kommt auch hier ein Flachbettscanner, allerdings sollte dieser zwingend eine sogenannte Durchlichteinheit besitzen, damit die Negative beim Scannen zielgenau belichtet werden können. Da Negative sehr klein sind, ist zudem eine hohe Scanner-Auflösung wichtig. Diese sollte am besten bei 2800 DPI liegen, damit sich das Bild später digital möglichst weit vergrößern lässt.

Plane die nötige Zeit ein: Je höher die Auflösung, in der Du ein Bild digitalisierst, desto länger dauert der Vorgang. Beim Scannen von Negativen in der empfohlenen Auflösung können für einen einzigen Scan schon mal bis zu drei Minuten verstreichen.

Nutze einen speziellen Negativ-Scanner: Als Alternative zum Flachbettscanner kannst Du auch spezielle Negativscanner verwenden. Diese sind in der Regel kleiner und speziell für das Scannen von Negativen ausgelegt. Allerdings lohnt sich eine Anschaffung nur, wenn Du regelmäßig viele Negative zu digitalisieren hast, da sich diese Drucker nicht anderweitig verwenden lassen – außer zum Digitalisieren von Dias.

Dia-Bilder digitalisieren

Auch bei Dias handelt es sich gewissermaßen um Negative, die sich zudem nur mit entsprechenden Projektoren ansehen lassen. Auch für dieses Format gibt es spezielle Scanner zum Digitalisieren der Bilder. Oft können diese Geräte gleichzeitig auch als Scanner für das Einscannen von Negativen eingesetzt werden (Dia-Scanner bei SATURN).

Zusammenfassung

  1. Zum Digitalisieren alter Bilder und Fotos eignet sich in den meisten Fällen ein handelsüblicher Farbscanner
  2. Alternativ sind viele Smartphones dank ihrer hochauflösenden Kameras in der Lage, Bilder einzuscannen – hier kommt es vor allem auf die richtige Software an
  3. Um Negative zu digitalisieren, sollte ein Scanner mit Durchlichteinheit und einer hohen Auflösung eingesetzt werden
  4. Es werden auch spezielle Scanner zum Digitalisieren von Negativen und Dias angeboten
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