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Das ist doch alles nur geklaut: Neun krasse iPhone-Fakes

Nein, das ist kein echtes iPhone.
Nein, das ist kein echtes iPhone. (©picture-alliance/ dpa 2015)

Manchmal gibt es sie schon vor dem Original: iPhone-Kopien. Wir haben uns die dreistesten Nachahmer einmal genauer angeschaut.

Nur weil es aussieht wie ein iPhone, sich vielleicht anfühlt wie ein iPhone und möglicherweise auch riecht wie ein iPhone, ist es noch lange kein iPhone! Oft kopiert, doch nie erreicht: Apples Smartphone findet zahlreiche Nachahmer. Manchmal sind es nur Billig-Smartphone in Apple-Optik, manchmal findet man jedoch auch ein nicht vom Original unterscheidbares Fake.

Der König unter den Kopierern: Goophone

Natürlich als Erstes in unserer Liste: die dreisten iPhone-Kopien von Goophone. Die Chinesen sind berüchtigt für ihre Klone von Top-Smartphones, allen voran natürlich vom iPhone. Verbaut sind meist billige Komponenten, während Android und nicht etwa iOS als Betriebssystem zum Einsatz kommt. Selbstverständlich nicht in seiner natürlichen Form, sondern mit einem alternativen vom Original abgekupferten Launcher. Aufsehen erregte das Unternehmen, als es 2012 das Goophone i5, ein iPhone 5-Fake, zum Patent anmeldete, noch bevor Apple sein Gerät überhaupt präsentiert hatte. Und das muntere Treiben geht weiter: Mittlerweile bietet der Hersteller Billigkopien von iPhone 5, 5s, 5c, 6 und 6 Plus sowie Klone des Samsung Galaxy S4, S5, S6, Note 3 und Note Edge an.

Früh übt sich: CECT P168

Mittlerweile sind nicht nur die iPhones besser geworden, sondern auch die Kopien. Das beweist das einige Jahre alte CECT P168, ein vermeintlicher Fake des iPhone 3G. Selbst auf den ersten Blick erkennt jeder Laie den Unterschied. Das Gerät hat eine komplett andere Software, zahlreiche zusätzliche Buttons und ist gefühlt doppelt so dick. Doch der signifikanteste Unterschied: Zur Bedienung wird ein Stylus benötigt.

Netter Versuch: HiPhone

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Ebenfalls ein alter Hase im iPhone-Fake-Business ist HiPhone. Das hiPhone 5 beispielsweise entspricht optisch dem iPhone 4 – lustigerweise allerdings mit ausfahrbarer Antenne (Stichwort: Empfangsprobleme). Der Vogel wurde allerdings schon vorher abgeschossen: Das erste HiPhone sah aus wie das erste iPhone, allerdings mit viel zu kleinem Display und grauenhaftem Betriebssystem. Statt des Apple-Logos prange auf der Rückseite das Bluetooth-Emblem – warum, weiß keiner so genau. Außerdem – und hier krümmen wir uns vor Lachen – steht auf der Verpackung "Innovation changes the future".

Meizu: Der Fake-Hölle entkommen – oder doch nicht?

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Sieht aus wie ein iPhone 6, ist aber das Meizu MX3. (©MeizuMart 2015)

Der wohl berühmteste iPhone-Kopierer kommt ebenfalls aus China und heißt Meizu. Das erste Smartphone M8 sah bereits aus wie das iPhone 3GS und auch die Front des MX erinnerte etwas ans iPhone 4. Mittlerweile begeistern MX3 und MX4 die Nutzer-Herzen, doch auch bei den aktuellen Modellen sind die Ähnlichkeiten zum iPhone 6 nicht von der Hand zu weisen.

Ganz ohne i: Das Phone 4

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Seems legit. (©CC: Flickr/Blake Patterson 2015)

Wer hier dahintersteckt, wissen wir nicht genau, doch das "Phone 4", wie es auf der Verpackung betitelt wird, ähnelt bei einem flüchtigen Blick schon ziemlich dem iPhone 4. Diese Bezeichnung findet sich dann – natürlich in einer anderen Schriftart – auch auf der Rückseite. Immerhin: Das Gerät beherrscht Dual-SIM. Mehr Fotos finden sich beim Entdecker selbst auf Flickr.

Ephone 5c: Meinten Sie iPhone 5c?

Apple ist die Nummer eins und das iPhone eigentlich auch nur ein Phone, richtig? So war vermutlich der Gedankengang des ePhone 5c-"Designers". Die Billig-Kopie kommt mit unglaublich schwacher Hardware und mehr Plastik als das ohnehin verhöhnte iPhone 5c daher. Einen Blick auf das Fake-iPhone gibt es im EFox-Online-Shop. Kaufen kann man es allerdings nicht mehr.

So, so, so: Sophone i6

Ganz ähnlich wie Goophone hat es auch Sophone gemacht – und ist damit Kopierer des Kopierers? Das i6 ähnelt dem iPhone 6 – zumindest in der Frontansicht – wie ein Ei dem anderen. Selbst ein Fingerabdruckscanner und nachgebaute Software sind an Bord. Natürlich wird spätestens beim Umdrehen klar, dass es sich um eine billige Kopie handelt. Mittlerweile wurden die neuen Geräte in Bird L9 beziehungsweise L10  unbenannt. Dafür wurde die Apple Watch – unter dem Namen Airwatch – gleich mitgefälscht.

Apple durch und durch: Xiaomi

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Das offizielle Produktfoto  des Xiaomi Mi Note erinnert doch stark an Apple. (©Facebook/Xiaomi 2015)

Xiaomi wird ständig vorgeworfen der Apple-Kopierer schlechthin zu sein. Dabei stimmt das zumindest was die Geräte angeht nur teilweise. Klar, dass viele Designs abgekupfert sind, steht außer Frage. Das Mi4 wirkt wie ein iPhone 4 und auch das Redmi 2 ist bunt wie das 5c. Doch eher kopiert Xiaomi Apple bei der Inszenierung. Schaut man sich mal die Präsentationsfotos und Pressematerialien an, könnte man meinen, sie kommen direkt aus Cupertino und Firmenchef Lei Jun gibt sich auf der Bühle wie der chinesische Fake-Steve Jobs – inklusive Jeans und schwarzem Oberteil (wobei hier auch mal T-Shirt, Kurzarmhemd oder Polo-Shirt zum Einsatz kommen).

Liebesgrüße aus Moskau: das Texet iX-maxi

Es müssen nicht immer die Asiaten sein, die einen dreisten Fake auf den Markt werfen. Auch die Russen beweisen sich als Langfinger. Das Texet iX-maxi sieht ausgeschaltet aus wie ein iPhone 6. Allerdings hat sich der Hersteller nicht so viel Mühe gegeben wie die Chinesen: Das Handy kommt mit Stock-Android daher. Witzig: Erste Modelle des Texet iX-maxi sehen eher aus wie ein zu groß geratenes iPhone 5s. Offenbar hat man sich gleich nach den ersten Gerüchten ans Werk gemacht. Auch 5c und 5 kopierten die Russen in der Vergangenheit.

(Dis-)Honorable Mention: HDC und BlueBerry

Zugegeben, sie haben nichts mit dem iPhone zu tun, aber es wäre auch schade sie nicht zu erwähnen. Einige Kopierer sind nämlich megadreist. So wird das HTC One einfach zum HDC One und designtechnisch wird einfach nur ein Buchstabe im Herstellerlogo geändert, wobei manchmal selbst darauf verzichtet wird. Ganz ähnlich erging es BlackBerry, als die Brom- zur Heidelbeere wurde: Das BlueBerry L900i gibt sich zum Beispiel als BlackBerry Bold aus.

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