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Die 4 größten Smartphone-Fails des Jahres 2017

Seltsame Effekte beim Scrollen? Zumindest beim OnePlus 5 alles ganz natürlich, versichert
Seltsame Effekte beim Scrollen? Zumindest beim OnePlus 5 alles ganz natürlich, versichert (©YouTube/The Verge )

Pleiten, Pech & Pannen: 2017 ist zwar noch nicht rum, zahlreiche Bugs, Probleme und sonstige Kuriositäten gab es dennoch bereits reichlich zu beobachten. Ob plötzliche Neustarts beim Galaxy S8 oder Jelly Effect beim OnePlus 5: Hier sind die vier (bislang) größten Smartphone-Fails in diesem Jahr.

1. OnePlus 5 & der Jelly Effect: Wenn seltsame Effekte ganz natürlich sind

Schon mal etwas vom sogenannten Jelly Effect gehört? Herzlichen Glückwunsch: Offensichtlich gehörst Du nicht zu den Leidgeplagten, die genau von diesen Phänomen auf dem OnePlus 5 heimgesucht wurden. Das Problem: Beim Scrollen auf dem Smartphone tauchen mitunter seltsame Effekte auf. So wirkt der Bildschirminhalt zusammengedrückt, wenn plötzlich in die Gegenrichtung gescrollt oder die Animation gestoppt wird. Alles kein Problem, beschwichtigt Hersteller OnePlus. Das sei ganz natürlich und alles, nur kein Fehler. Getreu dem Motto: Das ist kein Bug, sondern ein Feature. Nur offenbar eines, das bei den Betroffenen zumindest nicht gewünscht war. Getan hat OnePlus gegen den Jelly Effect bis heute nichts.

2. HTC U11: Wenn Du Dir für 750 Euro auch noch Werbung anschauen darfst

 Werbung in der Standard-Tastatur? Auf dem HTC U11 passierte genau das. fullscreen
Werbung in der Standard-Tastatur? Auf dem HTC U11 passierte genau das. (©TURN ON 2017)

Stell Dir vor, Du legst rund 750 Euro für ein neues Smartphone auf den Tisch – und bekommst dafür in der vorinstallierten Standard-Tastatur nervige Werbeanzeigen ausgespielt. Kaum zu glauben? Beim HTC U11 war genau das der Fall. Die Drittanbieter-App TouchPal, die HTC für viele seiner Smartphones verwendet, zeigte plötzliche Reklame an. Alles nur ein Missverständnis und ein Fehler, HTC gelobte prompt Besserung und empfahl Betroffenen zwischenzeitlich den Einsatz einer anderen Tastatur.

3. Galaxy S8 & Bixby: Alleinstellungsmerkmal als Phantom

 "Hello Bixby" sagte der Sprachdienst in den USA erst einige Monate nach dem Start. fullscreen
"Hello Bixby" sagte der Sprachdienst in den USA erst einige Monate nach dem Start. (©Samsung 2017)

Eine Schmach wie dem Galaxy Note 7 blieb dem Galaxy S8 zwar verwehrt (bislang), doch lief insbesondere kurze Zeit nach dem Release ebenfalls längst nicht alles rund. User klagten über plötzliche und unerwartete Neustarts, mitunter ist das Galaxy S8 auch einfach eingefroren. Zwar hielt sich die Anzahl der Betroffenen in Grenzen, ärgerlich war es für diejenigen allerdings dennoch. Per Update wurden die Bugs aber alsbald gefixt.

Viel ärgerlicher: Samsung spendiert dem Galaxy S8 einen dedizierten Bixby-Button – und liefert dann die versprochene und groß angepriesene Sprachassistentin einfach nicht. Zumindest zum Release im April konnte sich Bixby nur auf Koreanisch verständigen, nach langem Hin und Her folgte jüngst auch Englisch. Doch weitere Sprachen? Fehlanzeige, in Deutschland wohl erst Ende des Jahres – wenn alles glatt geht. Frech: Die Neubelegung des Bixby-Buttons wurde dann auch noch von Samsung gezielt torpediert, ehe man die Möglichkeit wieder zuließ. Alles in allem: Ein echter Fail.

4. LG G6 & 18:9: Du hast die Wahl – fette Balken oder beschnittene Videos

Mag sein, dass das LG G6 mit seinem 18:9-Display (2:1) Innovationsdrang bewies und Neues wagte. Mag sein, dass das ungewöhnliche Seitenverhältnis sich gut zum Surfen, Texte schreiben und anderen Tätigkeiten eignet. Doch Video-Fans müssen schlucken, so oder so. Zwar bietet Streaming-Riese Netflix schon gewisse Serien in 2:1 an, etwa "Frontier". Doch standardmäßig werden diese trotzdem mit Balken angezeigt, denn zuvor muss die App in die Kompatibilitätsliste der Displayeinstellungen hinzugefügt werden, damit der gesamte Platz ausgenutzt wird. Okay, das ist zwar etwas nervig, aber noch verschmerzbar.

Doch die allermeisten Filme und Serien liegen in 16:9 vor, auf dem LG G6 somit stets flankiert von zwei schwarzen Balken. Zwar kannst Du in den Fullscreen-Modus umschalten, allerdings werden dann oben und unten Teile abgeschnitten. Die gleiche Problematik wirst Du auch bei YouTube erleben, womöglich relevante Teile werden gnadenlos vom System abgeschnitten. Es sei denn, Du freundest Dich mit den hässlichen Balken an, die nur da sind, weil LG und auch Samsung neue Wege beschreiten – obwohl die breite Masse dafür noch nicht bereit scheint.

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