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Die 8 teuersten Heim-PCs der Rechnergeschichte

Der Macintosh Portable war seinerzeit einer der teuersten Heim-PCs.
Der Macintosh Portable war seinerzeit einer der teuersten Heim-PCs. (©CC: Flickr/Grant Hutchinson 2016)

Heutige Computer für Zuhause sind erschwinglicher denn je, doch das war längst nicht immer so. Damals musste man viele Tausend US-Dollar für einen Heim-PC auf den Tisch legen. Wir haben die 8 teuersten Heim-PCs der Rechnergeschichte zusammengestellt.

1. Programma 101 (1965): 3500 US-Dollar

Der in Italien gefertigte Programma 101 war der erste kommerzielle Computer für den Heimgebrauch – und alles andere als erschwinglich. Sogar die NASA sicherte sich seinerzeit einige Exemplare des programmierbaren Taschenrechners. Damit wurden unter anderem Berechnungen für die Mondlandung der Apollo 11 durchgeführt. Mit einem Preis von 3500 US-Dollar war der Programma 101 der teuerste Rechner seiner Zeit, heutzutage entspräche dies der unfassbaren Summe von rund 24.000 US-Dollar.

2. IBM Portable Computer (1975): 19.975 US-Dollar

Mit annähernd 27 Kilogramm war der IBM Portable Computer beileibe kein Leichtgewicht, passte aber immerhin in einen Koffer, wie bereits der Name suggerierte. Unglaublich, aber wahr: Dieser Rechner wurde seinerzeit als Mini-Computer beworben und verfügte über einen Bildschirm mit 5 Zoll Diagonale. Auf eine Kassette des magnetischen Laufwerks passten ganze 204 Kilobyte Daten. Für die 64-KB-Version musste man vor mehr als 40 Jahren 19.975 US-Dollar auf den Tisch legen – was heutzutage 88.000 US-Dollar wären.

3. Cromemco System Three (1979): 12.495 US-Dollar

1979 brachte ein kalifornischer Computer-Hersteller den ordentlich ausgestatteten Cromemco System Three auf den Markt. Für 12.495 US-Dollar erhielt der Käufer ein Stück Hardware mit 512 KB RAM und einer Festplatte mit 5 MB Kapazität. Nach heutigem Stand müsste man gar 36.000 US-Dollar hinblättern.

4. Apple Lisa (1983): 9995 US-Dollar

Der Apple Lisa wurde 1983 für den Massenmarkt entwickelt und war der erste Computer mit Maus und grafischer Benutzeroberfläche. Im Lisa steckten 1 MB Arbeitsspeicher und ein Motorola-Prozessor mit 5 MHz. Daten wurden auf der externen 5-MB-Festplatte oder auf der Floppy-Disc gespeichert. Der Lisa war selbst für damalige Verhältnisse mit 9995 US-Dollar vergleichsweise teuer, was heute 24.000 US-Dollar entspräche. Wirtschaftlich war Lisa für Apple aber ein Flop.

5. Osborne Vixen (1985): 2800 US-Dollar

Der Osborne Vixen eignete sich dank seiner für damalige Verhältnisse kompakten Bauweise auch für unterwegs. Der Computer mit 7-Zoll-Bildschirm konnte bequem zusammengeklappt werden. Angetrieben wurde der Vixen von einer CPU mit 4 MHz, als Arbeitsspeicher kamen 64 KB zum Einsatz. Office-Programme waren vorinstalliert, selbst ein Adventure-Game fand den Weg auf den portablen Rechner. Kosten: 2800 US-Dollar, heute etwa 6200 US-Dollar.

6. Apple Macintosh Portable (1989): 6500 US-Dollar

1989 brachte Apple seinen ersten mobilen Computer in Form des Macintosh Portable in den Handel. Der Prozessor war mit 16 MHz getaktet, der Arbeitsspeicher betrug 1 MB und war auf insgesamt 9 MB erweiterbar. Auf der Festplatte fanden 40 MB Daten Platz, ein Modem war separat erhältlich. Der damalige Preis betrug 6500 US-Dollar, was derzeit etwa 12.500 US-Dollar entspräche.

7. Risc PC (1994): 3000 US-Dollar

Der Risc PC eines britischen Herstellers ließ sich vergleichsweise einfach erweitern, denn der Computer war mit einem zweiten CPU-Slot ausgestattet. Auf der Festplatte konnten 420 MB gespeichert werden, ein Bildschirm mit 17 Zoll Diagonale war im Lieferumfang enthalten. 1994 ging der Risc PC für 3000 US-Dollar über die Ladentheke (heute etwa 5000 US-Dollar).

8. Dell Dimension XPS T600 (1999): 2300 US-Dollar

Ende des vergangenen Jahrtausends waren Heim-Rechner bereits für viele Käufer erschwinglich, doch Dell präsentierte mit dem Dimension XPS T600 ein Modell, das zumindest nicht mit einem niedrigen Preis punkten konnte. Dafür war der Dell-Rechner seinerzeit einer der schnellsten PCs für Zuhause. Ausgestattet mit einem Pentium III-Prozessor mit 600 MHz, 128 MB Arbeitsspeicher, einer Festplatte mit 20 GB Kapazität verlangte der Hersteller damals 2300 US-Dollar, was nach heutigem Stand 3400 US-Dollar entspräche.

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