Ratgeber

Die 5 besten PDF-Reader für Android

Mit einigen PDF-Apps kann man PDF-Dateien auch bearbeiten.
Mit einigen PDF-Apps kann man PDF-Dateien auch bearbeiten. (©Facebook/Adobe Acrobat 2015)

Inzwischen integriert Google im Google Drive einen PDF-Reader für Android. Dieser genügt in der Regel zum Betrachten von PDF-Dateien. Mit anderen Apps lassen sich PDFs jedoch auch umfangreich bearbeiten, etwa mit Markierungen und Notizen versehen. Wir präsentieren Dir die besten PDF-Reader für Android.

1. Google Drive und Google PDF Viewer

Der PDF-Viewer im Google Drive und der Google PDF Viewer haben dieselbe Funktionalität. Der Google PDF Viewer ist im Grunde für jene Nutzer gedacht, die Google Drive nicht verwenden möchten. Neben der Möglichkeit, PDFs zu lesen, bieten diese beiden Apps die Option, Texte zu kopieren, sie zu durchsuchen und zu drucken. Ein App-Icon wird mit dem Google PDF Viewer nicht mitgeliefert, aber er wird als Standard-App zum Öffnen von PDFs eingestellt.

2. Adobe Acrobat Reader

Der Klassiker unter den PDF-Readern ist der Acrobat Reader von Adobe, der auch für Android erhältlich ist. Er bietet eine Integration des Dropbox-Cloudspeichers, auf deren Daten man auf Wunsch in der App zugreifen kann. Im Unterschied zu Google Drive und Google PDF Viewer bietet der Adobe Reader inzwischen eine ganze Reihe an Darstellungs- und Bearbeitungsoptionen.

So lassen sich Dokumente kommentieren, ausfüllen und unterschreiben. Ferner kann man in Dokumenten zeichnen, schreiben und Text hervorheben. Praktisch alles, was man für private und die meisten beruflichen Zwecke eventuell mit einem PDF-Reader tun möchte, ist mit dem Adobe Reader möglich. Nur wer Sprachaufnahmen anfertigen, sich den Text vorlesen lassen, aufwändige Gemälde auf einem PDF erstellen oder Tabellen oder Kalkulationen produzieren möchte, stößt an Grenzen.

 3. ezPDF Reader

Den totalen Funktions-Overkill bietet der kostenpflichtige ezPDF Reader, der 4,63 Euro kostet. Er leistet nicht nur das, was der Adobe Acrobat Reader leistet, sondern noch viel mehr. So kann man Bilder in ein PDF einfügen und sich sogar ein PDF von einer Roboterstimme vorlesen lassen. Zudem lassen sich eigene Sprachaufnahmen in eine PDF-Datei einfügen. Die Strichstärken für Zeichnungen sind in größerem Detail konfigurierbar als es überhaupt detaillierte Einstellungen in vielen Bereichen gibt. Dafür sind die Menüs etwas überladen und die Icons etwas klein.

Insgesamt lassen sich andere PDF-Reader einfacher bedienen, wer aber die Funktionsvielfalt des ezPDF Readers auch wirklich gebrauchen kann, liegt hier richtig. Nur Gemälde malen, Tabellen und Berechnungen gehen auch mit dem ezPDF Reader nicht. Das wären für einen PDF Reader zwar unnötige Funktionen. Aber wo der Entwickler Unidocs sowieso schon dabei ist, alle erdenklichen Text- und Grafikeditormöglichkeiten in einen PDF-Reader einzubauen...

 4. Xodo PDF Reader & Editor

Der Xodo PDF Reader & Editor ist recht beliebt. Er bietet ebenso die vom Adobe Acrobat Reader bekannten Funktionen und fügt noch ein paar eigene hinzu. Ganz nützlich ist die Möglichkeit, mittels Xodo Connect PDF-Dateien mit anderen in einem Webbrowser teilen zu können. Man kann Bilder einfügen sowie Icons wie einen Stern oder eine Glühbirne für die Markierung von Anmerkungen verwenden. Drucken und Teilen von Dokumenten sind auch möglich. Insgesamt wirkt der Xodo PDF Reader & Editor wie ein Zwischenschritt zwischen dem Adobe Acrobat Reader und dem ezPDF Reader, der nutzerfreundlicher ist als der letztere.

5. Write on PDF

Du dachtest, wir hätten den Verstand verloren, dass wir eine Option für die Erschaffung von Gemälden in einem PDF-Reader sehen möchten? Nun, zumindest hat Samsung offenbar auch den Verstand verloren und bietet nämlich für Samsung-Geräte mit Android die App Write on PDF an.

Ein Malprogramm ersetzt auch diese App nicht, aber zumindest kann man zwischen verschiedenen Stiften wie Füller, Kugelschreiber, Blei- und Filzstift wählen und die Farben und Strichstärken anpassen. Leider erkennen wir jetzt, wo wir die Funktion haben, wie sinnlos sie eigentlich ist. Samsung hätte der App besser ergänzend die Funktionen des Acrobat Reader spendiert, um einen vollständigen PDF-Reader und -Editor daraus zu machen. Vielleicht ist die App für einige Nutzer eines Galaxy Note-Phablets jedoch einen Blick wert.

Die App verdient einen Platz in unserer Liste, weil sie eine der wenigen Funktionen bereitstellt, die man bei anderen Readern irgendwie noch vermissen konnte als umtriebiger Maler. Das mit den Kalkulationen und Tabellen haben wir uns für PDF-Reader noch einmal überlegt. Man muss am Ende des Tages gar nicht alles mit einem PDF-Reader anstellen können.

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