Ratgeber

Die zehn teuersten iOS-Apps der Welt

Die teuersten iOS-Apps der Welt kosten bis zu 1000 Euro.
Die teuersten iOS-Apps der Welt kosten bis zu 1000 Euro. (©Thinkstock/Chunumunu 2015)

Apps sind auch deshalb so erfolgreich, weil sie fast nichts kosten. Wer sich ein Miniprogramm für wenige Euro installiert, hat oft keine hohen Erwartungen nach dem Motto: "Für wenig Geld kann man nicht viel falsch machen." Es geht aber auch anders: In den Stores findet man auch teure Apps für ein paar Hundert Euro. Was sind das für Programme – sinnvoll oder Quatsch?

Die Preise für iOS-Apps sind übrigens nach oben begrenzt. Im iTunes-Store von Apple sind als Preis maximal 999,99 Dollar möglich. Noch sehr viel mehr Geld als für einzelne Apps kannst Du übrigens für In-App-Käufe loswerden. Wer ständig Punkte und Edelsteine für sein Lieblingsspiel erwirbt, ist ganz schnell ein paar hundert Euro los, ohne es so richtig zu merken. Viele App-Hersteller gehen daher mittlerweile dazu über, möglichst viele In-App-Käufe anzubieten – weil sich das mehr lohnt.

War früher mal richtig teuer: "I Am Rich"

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War früher die teuerste Gaga-App: Heute kostet "I Am Rich" nur noch knapp zehn Dollar. (©iTunes/Armin Heinrich 2015)

Ob es nun besonders clever oder einfach ein dummer Streich war, diese Apps anzubieten, wird sich nie klären lassen. Während die App Got Cash für 100 Euro nach wie vor im Google Play Store verfügbar ist, wurde die ganz ähnliche "I Am Rich" für 999,99 Dollar aus iTunes entfernt und durch eine LE-Version ersetzt, die allerdings nur noch 9,99 Dollar kostet. Was für den Leistungsumfang – der praktisch nicht vorhanden ist – immer noch zu viel erscheint. Sinn der Apps war und ist es, dass der Besitzer zeigt, wie viel Geld er für etwas völlig Nutzloses ausgeben kann.

Wozu FIFA? Es gibt doch die Barca vs. Madrid-App!

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Was ist FIFA – haben sich die Macher der App vermutlich gefragt und eine Fußball-Simulation alleine für die Partie Barcelona-Madrid programmiert. (©iTunes/Alina Avdeeva 2015)

Als ob es "FIFA" für Mobilgeräte nicht geben würde – schon seit ein paar Jahren bietet ein Entwickler die in Sachen Grafik und Simulation ziemlich unschöne Fußball-App Barcelona vs Madrid rotzfrech für 299,99 Euro an. FIFA kostet zum Vergleich in der aktuellen Version erst einmal nix: Man muss dann freilich Punkte kaufen, um spielen zu können. Ein Gratis-Test ist aber in jedem Fall drin. Das Kunden-Urteil über die teure Fußball-App fällt dementsprechend eher vernichtend aus.

StockTrader Premium: Für Finanzjongleure sinnvoll?

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Wer mit Aktien handelt, muss den Überblick bewahren. Das soll diese kostspielige App gewährleisten. (©iTunes/Marko Kraupner 2015)

Dass es ungeübte Finanzjongleure gibt, die diese App brauchen, ist nicht völlig ausgeschlossen. Der Preis ist mit 349,99 Euro nicht gerade niedrig, aber Hilfsmittel brauchen auch die gewieftesten Broker. Ob es gerade der StockTrader Premium sein soll, muss der Anwender jedoch selbst entscheiden. Dass die App laut Store zum letzten Mal im Frühling 2011 aktualisiert wurde, ist jedoch eher ein schlechtes Zeichen.

Auf dem Folterstuhl die Werkzeuge zeigen

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Wer beim Zahnarzt bohrende Fragen stellt, bekommt die Antworten demnächst vielleicht per App serviert. (©iTunes/Kick Your Apps 2015)

Jeder kennt das: Du sitzt beim Zahnarzt auf dem Folterstuhl, stellst bohrende Fragen und musst Dir komplizierte und mit Fachwörtern gespickte Erklärungen darüber anhören, was der "Onkel Doktor" da im Mund so alles anstellt. Künftig greift der Dentist dann vielleicht zum iPad, um "die Werkzeuge zu zeigen" und erläutert die oralen medizinischen Probleme und die Maßnahmen mit dieser App. Mit 399,99 Euro liegt DDS GP preislich sogar noch im günstigen unteren Mittelfeld der teuersten Apps.

Arcdata: Wer erfolgreich graben will muss zahlen

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Wenn Indiana Jones mit dieser App losgezogen wäre, hätte er den Gral wohl trotzdem nicht gefunden. (©iTunes/SilverTree Technology 2015)

Speziell an Archäologen richtet sich die App ArcData - Archaeological Data Reporter, mit denen die modernen Nachfolger von Indiana Jones ihre Ergebnisse ordnen und sortieren können.  Ob der Hersteller viele seiner kostspieligen Hilfsmittel unter die Forscher bringen konnte, ist nicht bekannt, Bewertungen und Rezensionen des 499,99 Euro teuren Tools gibt es nämlich keine.

Macht diese App Klavierstimmer glücklich?

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Wer ein Klavier stimmen muss, ist über diese App bestimmt positiv gestimmt. (©iTunes/Veritune 2015)

Klavierstimmer gelten als Menschen mit fantastischem Gehör und sollten Töne perfekt unterscheiden können. Dass es anscheinend aber auch hier manchmal nicht ohne Hilfsmittel geht, zeigt diese App für 599,99 Euro. Der Verituner ist ein Hilfsmittel speziell für Klaviertechniker, das nach Aussage eines Käufers genau das macht, was es soll.

App liest Heizungstechnikern alle Wünsche von den Augen ab

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Wer als Heizungstechniker unterwegs ist, könnte an dieser App Gefallen finden. (©iTunes/Mobilis Labs 2015)

Wenig spektakulär, aber ziemlich teuer ist die App Meter Reader by Mobilis Labs, die dem geplagten Heizungstechniker die Arbeit erleichtern soll. Die Anwendung zeigt an, wo man schon war und wo man noch hin muss und die Ergebnisse werden dann direkt per Mail an die Zentrale geschickt. Die App kostet stolze 799,99 Euro und ist damit eines der teuersten iOS-Programme, die es gibt.

Per Kellner-App endlich mal so richtig Kasse machen

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Kellner können per iPhone und App viel schneller kassieren. (©iTunes/visiomatic 2015)

Du kennst das bestimmt aus dem Restaurant: Der Kellner kommt an den Tisch und tippt auf seinem iPhone herum. Der Mann chattet nicht etwa mit seiner Freundin, sondern gibt die Bestellung per App an die Küche weiter. Außerdem wird die Order gleich in die Kasse gebucht, die Umsatzsteuer berechnet und später die Rechnung ausgedruckt. Die App roc.Kasse läuft auf dem iPad und stellt die Zentrale dar, die das komplette Restaurant-Rechnungssystem steuert. Der Hersteller verlangt dafür den stolzen Preis von 999,99 Euro.

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör

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Mit VUECad Pro können Ingenieure ihre Erfindungen kinderleicht präsentieren. (©iTunes/Titansan Engineering 2015)

Wer sich beruflich mit dreidimensionalen Konstruktionszeichnungen per Computer – von Profis auch Computer Aided Design (CAD) genannt – herumplagen muss, wird diese App vermutlich schätzen. Es lassen sich sehr viele entsprechende Formate verwenden und darstellen, ohne dass man das meist noch viel teurere Originalprogramm mit einem entsprechend leistungsfähigen Notebook mit sich herumschleppen muss. VueCad Pro reiht sich mit ebenfalls 999,99 Euro locker in das Spitzentrio der teuersten iOS-Apps ein.

Endlich: Teure App bietet Rabatte für Millionäre

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Rabatte für Millionäre? Die Macher von iVIP Black scheinen von dem Konzept überzeugt. (©iTunes/iVIP Ltd 2015)

Rabatte für Millionäre: Sechs Prozent im Cineworld-Kino oder ein paar Pfund Beitragsrabatt in einem Londoner Club – mit diesen Angeboten versuchen die Macher von iVIP Black die zahlungskräftige und auf Luxus abonnierte Kundschaft zu ködern. Ob aber jemand, der vor dem App-Erwerb erstmal beweisen soll, dass er die Million wirklich auf dem Konto hat, sich für ein paar läppische Rabatte interessiert, ist fraglich. Dass die App-Macher dann auch noch einen Kalender anbieten – der sowieso im iPhone enthalten ist – macht die Sache nicht besser. Der Preis von 999,99 Euro auch nicht.

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