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Diese 12 Technologien werden Dein Leben völlig umkrempeln

Facebook möchte das Internet mit Weltraum-Technik in jeden Winkel der Welt bringen.
Facebook möchte das Internet mit Weltraum-Technik in jeden Winkel der Welt bringen. (©YouTube/ Facebook 2016)

Du findest Smartphones, Drohnen und Smartwatches hochmodern? Gegen die Technologie, die unsere Kinder eines Tages ganz selbstverständlich nutzen werden, sind diese heute hippen Tech-Gadgets vermutlich lange kalter Kaffee.

Immerhin kann man heute den einen oder anderen Hinweis auf unsere technologische Zukunft bekommen, wenn man mal ganz genau hinschaut, woran Technologiekonzerne derzeit so arbeiten. In dieser Liste haben wir die wichtigsten Projekte, die in den nächsten Jahren unser Leben komplett verändern werden, zusammengestellt.

1. Ab 2018 kannst Du Weltraumflüge bei Virgin Galactic buchen

Neben Virgin-Besitzer Richard Branson arbeitet auch der Amazon-Chef Jeff Bezos daran, Weltraumflüge für normale zahlende Kunden anzubieten. Mit dem Project Virgin Galactic von Branson und Origin Blue von Bezos gibt's zwei Anbieter, die ab 2018 Touristen ins Weltall schießen wollen. Während die ersten Tests bei Blue Origin noch in die Hose gingen, sieht's mittlerweile ganz gut aus. Bezos redet davon, dass die kommerziellen Flüge in zwei Jahren starten könnten, wenn alles weiterhin gut gehe. Und Branson verkauft schon Tickets zum Stückpreis von 250.000 US-Dollar für sein sechs Passagiere fassendes und von zwei Piloten gesteuertes Raumschiff. Erste bemannte Flüge sind ebenfalls für 2018 vorgesehen.

2. Microsoft will die Realität verbessern

Die Realität reicht den Ingenieuren von Microsoft schon lange nicht mehr. Also arbeiten sie daran, diese zu verbessern. Und wie soll das gehen? Mit der Augmented-Reality-Brille "Microsoft HoloLens". Die Brille ist ein eigenständiger kleiner Computer, der in der Lage ist, virtuelle Objekte für den Brillenträger in die normale Umgebung einzublenden. Und diese Objekte oder Bilder sind interaktiv – das bedeutet, der Brillenträger kann diese verändern oder bearbeiten. Microsoft sieht die künftigen Konstrukteure von Motorrädern oder Ärzte schon mit den HoloLens-Brillen  bei der Arbeit, weil sie dadurch tiefere Einblicke bekommen können.

3. Google und Apple erfinden den elektronischen Chauffeur

Das autonom fahrende Auto von Google ist schon seit dem Jahr 2014 auf Straßen in den USA unterwegs, und Apple scheint mit seinem Apple Car in den Startlöchern zu stehen – jedenfalls deuten Äußerungen von Apple-Chef Tim Cook immer wieder mal darauf hin. In Vorhersagen sprechen Experten von bis 10 Millionen selbstfahrender Autos, die  bis zum Jahr 2020 auf unseren Straßen unterwegs sein werden. Noch sind viele, besonders auch juristische Fragen ungeklärt: Wer ist etwa Schuld, wenn das vom Computer gelenkte Google-Auto einen Unfall baut?

4. Persönliche Assistenten für den Alltagskram

Angefangen hat alles mit dem nervigen Word-Helfer Karl Klammer, mittlerweile bietet jeder Tech-Gigant seine eigene Assi-Lösung an: Apple kommt mit Siri, Microsoft führt neuerdings Cortana ins Feld und Google hat Google Now am Start. Mit allen digitalen Assistenten verfolgen die großen Unternehmen das Ziel, den Usern alltägliche Aufgaben abzunehmen – und vermutlich auch noch mehr Daten über diese zu sammeln. Das geht nämlich umso leichter, je besser das Unternehmen über seine User informiert ist.

5. Wie bei Star Trek: Der Universalübersetzer ist da

Microsoft hat kürzlich eine Version von Skype veröffentlicht, die in der Lage ist, Gespräche in Echtzeit zwischen sieben Sprachen zu übersetzen. Bei Textnachrichten sind es sogar schon über 50 Sprachen, die zur Verfügung stehen. Natürlich sind diese Übersetzungen immer noch nicht perfekt, auch nicht die von Google Translate. Aber auf dem Gebiet der Spracherkennung und der Übersetzung sind in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte gemacht worden – und das wird auch so weitergehen. In fünf oder zehn Jahren gibt's bestimmt mobile Übersetzer – vermutlich sogar in den Smartphones.

6. Business Bots buchen Flüge und bestellen Pizza

Und die Sache mit den digitalen Assistenten geht noch weiter: Auf den Entwicklerkonferenzen von Microsoft und Apple wurden Bots vorgestellt, die etwa beim Buchen von Flügen helfen oder Pizza bestellen können. Auch Facebook fügt seinem Messenger gerade entsprechende Bots hinzu, bei denen man beispielsweise Blumen ordern kann. Und von Amazon gibt es Echo, gleich zusammen mit einem Lautsprecher – wobei dieses Gerät nicht in Deutschland verfügbar ist. Mit dem Amazon-Gadget kann man etwa sein Smart Home steuern und das Licht an- und ausschalten. Und natürlich auch per Sprachbefehl bei Amazon einkaufen.

7. Internet weltweit kostenlos und überall

Facebook und Google arbeiten derzeit intensiv daran, das Internet möglichst auch in den letzten Winkel dieser Erde zu bringen. Facebook etwa will riesige, solarbetriebene Flieger als Relaisstationen über dünner besiedelten Gebieten kreisen lassen, um die dort lebenden Menschen mit einem Online-Zugang versorgen zu können. Google versucht etwas ganz Ähnliches mit dem Projekt Loon, bei dem statt der Flieger Ballons für die Verteilung des Internets sorgen sollen.

8. Die Kommunikation soll billiger werden

Ein ganz ähnliches Projekt wie das weltweite Internet aus der Luft ist auch Internet.org. Facebook will mit dieser Initiative kostengünstiges oder sogar kostenloses Internet überall in der Welt anbieten. Wobei sich das kostenlose Angebot allerdings erstmal auf bestimmte Apps – darunter natürlich Facebook – beschränken wird. In Indien, wo Facebook mit viel Marketing versucht hat, seine Initiative für ärmere Länder zu starten, ist das jedoch gründlich schiefgegangen. Die entsprechende Regulierungsbehörde sah durch das Vorhaben, mit dem Facebook natürlich Kunden gewinnen wollte, die Netzneutralität gestört und verbot die Pläne.

9. Virtual Reality soll das "next bing thing" werden

Ein anderes, ziemlich spektakuläres Facebook-Projekt, ist Virtual Reality. Der Konzern kaufte die ursprünglich als Kickstarter-Projekt gestartete VR-Brille Oculus Rift und verleibte die Brille dem Konzern ein. Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist sich sicher, dass Virtual Reality schon jetzt "the next big thing" ist – wie Facebook es auch einmal war.

10. Sind Quantencomputer schneller und sicherer?

Weil die normale Computerarchitektur mittlerweile immer mehr an physikalische Grenzen stößt, entwickeln Firmen wie IBM und auch Google neue Rechner, die komplett anders aufgebaut sind und wesentlich leistungsfähiger sein sollen. IBM hat jetzt den ersten dieser Quantencomputer in die Cloud gestellt, sodass Fachleute lernen können, damit umzugehen und Programme dafür zu entwickeln. Denn: Es muss alles neu programmiert werden, weil Quantencomputer ganz anders "denken".

11. Unsterblichkeit – Milliardäre geben dafür viel Geld aus

Milliardäre wie etwa Peter Thiel, der mit PayPal und Facebook viel Geld verdient hat, und andere Silicon Valley-Milliardäre geben derzeit viel Geld für die Erforschung der Unsterblichkeit aus und investieren in entsprechende biomedizinische Forschungen. Mit von der Partie sind beispielsweise Microsoft-Mitgründer Paul Allen und Oracle-Chef Larry Ellison. Ob Unsterblichkeit möglich ist, oder auch "nur" ein Alter von etwa 200 Jahren erreicht werden kann, ist aber unsicher. Wissenschaftler halten derzeit ein Alter von 120 Jahren für denkbar.

12. HAL 9000 – Vorbild für selbstlernende Computer

Selbstlernende, intelligente und am besten auch noch mobile Computer wie Data aus Star Trek haben die großen Tech-Firmen schon immer fasziniert. IBM hat Watson, Microsoft und Google verfügen über lernfähige Rechner, die als Services in der Cloud arbeiten. Watson ist vermutlich der momentan am weitesten fortgeschrittene, Microsoft musste kürzlich einen Rückschlag hinnehmen. Der selbstlernende Bot "Tay" wurde von den Usern in einen Rassisten und Sexisten verwandelt. Bleibt zu hoffen, dass es künftig für die Maschinen nicht so leicht ist, besonders die schlechten menschlichen Eigenschaften zu erlernen.

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