Diese 5 Tricks nutzte Apple bei der ersten iPhone-Keynote

Bei der ersten iPhone-Keynote waren für die perfekte Präsentation einige Tricks notwendig.
Bei der ersten iPhone-Keynote waren für die perfekte Präsentation einige Tricks notwendig. (©picture alliance / AP Photo 2017)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Vor zehn Jahren erblickte das iPhone das Licht der Welt. Damit die erste iPhone-Keynote reibungslos über die Bühne gehen konnte, mussten sich die Mitarbeiter von Apple einiges einfallen lassen. Diese 5 Tricks nutzten die Kalifornier bei der Präsentation ihres ersten Smartphones.

Am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs das erste Apple-Smartphone mit den legendären Worten vor: "Wir nennen es iPhone" – und läutete damit das Smartphone-Zeitalter ein. Doch perfekt war das iPhone weder zum Release noch zum Termin der Keynote. Mit welchen Tricks dem gesamten Team dann doch eine saubere Vorstellung gelang, recherchierte die Seite Internet History Podcast.

1. Software nur bedingt stabil

Die iPhone-Keynote wurde zuvor zwar sechs Tage ausführlich geprobt. Doch eine stabile Software war zu dem Zeitpunkt noch ein frommer Wunschgedanke. Bis zuletzt konnte das Team keinen fehlerfreien Durchlauf gewährleisten. Internetverbindungen kamen nicht zustande oder Telefonanrufe erreichten nicht ihr Ziel. Mitunter schaltete sich das iPhone plötzlich ab – ein Thema, das paradoxerweise zuletzt wieder an Aktualität gewann.

Um das Risiko eines Absturzes möglichst gering zu halten, hatten die Entwickler einen "goldenen Pfad" ausgemacht. Ziel war es, die iPhone-Demo in einer bestimmten Abfolge durchzuführen, damit diese möglichst ohne Glitch über die Bühne gehen konnte. So konnte Steve Jobs relativ gefahrlos eine Mail senden und anschließend im Netz surfen. Doch schon eine umgedrehte Reihenfolge ließ das iPhone oftmals abstürzen.

2. Eigenes WLAN und eigener Mobilfunkmast

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Das iPhone brauchte sich auf der Keynote keine Sorgen um WLAN oder Mobilfunknetz machen.

Damit das iPhone auf eine stabile WLAN- und Mobilfunkverbindung zugreifen konnte, hatten sich die Verantwortlichen gleich mehrere Dinge einfallen lassen. Zum einen wurde das WLAN-Netzwerk getarnt, weswegen sich anwesende Journalisten und Zuschauer nicht in das gleiche Netzwerk einwählen konnten. Partner AT&T, der das iPhone in den Anfangsjahren in den USA exklusiv verkaufte, brachte kurzerhand gleich einen portablen Mobilfunkmast mit. So wurden für das iPhone zumindest einmal in Sachen Funk und Internet die besten Voraussetzungen getroffen.

3. Signalstärke wurde fest programmiert

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Immer beste Signalstärke: Auf der iPhone-Keynote wurde die Anzeige einfach programmiert.

Portabler Mobilfunkmast hin oder her: Apple wollte auf Nummer sicher gehen. Die Anzeige für die Stärke der Mobilfunkverbindung war auf der Keynote alles, nur eines nicht: unverfälscht. Damit während der Demoabläufe stets volle Signalstärke angezeigt werden konnte, haben die Entwickler die Stärke einfach fest einprogrammiert. Unabhängig davon, ob der Empfang gerade im Keller war oder nicht.

4. EDGE: AT&T nicht fit für genügend 3G-Bandbreite

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Webseiten ließen sich auf dem iPhone nur in EDGE-Geschwindigkeit abrufen.

Wenngleich der Mobilfunkstandard 3G schon 2007 kein unbeschriebenes Blatt mehr war, entschied Apple sich, für das erste Smartphone nur auf die EDGE-Technologie zu setzen. Grund: Zu Beginn der Entwicklung war 3G noch nicht so sehr verbreitet. Doch das war nicht der alleinige Grund für den Verzicht auf den 3G-Standard. Vielmehr war AT&T seinerzeit nicht in der Lage, den iPhone-Besitzern die Bandbreite zu bieten, die diese sicher beansprucht hätten. Mit dem iPhone 3G integrierte Apple den schnelleren Datenstandard ein Jahr später.

5. App Store: Steve Jobs wollte ihn nie

Auf dem ersten iPhone gab es zum Start noch gar keinen App Store.

Die Erfolgsgeschichte des App Stores dürfte hinlänglich bekannt sein. Doch dass Steve Jobs ursprünglich gar keine Apps von Drittanbietern auf seinem iPhone wollte, eher weniger. Der Apple-Boss war überzeugt, dass niemand ein Mobiltelefon wie einen Computer nutzen wolle, wie er gegenüber John Markoff von der New York Times zu verstehen gab.

Niemand wolle drei Apps auf seinem Mobiltelefon laden, um dann bei einem Anruf festzustellen, dass nichts mehr funktioniere, so Jobs. Die iPhones seien mehr iPods als Computer. Doch Verantwortliche von Apple rieten Jobs dazu, seine Meinung in diesem Fall zu überdenken. Laut Eddy Cue soll Jobs nur noch gesagt haben: "Zum Teufel, dann macht es eben und lasst mich in Frieden".

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