Topliste

Diese 6 Features von iOS 12 wünschen wir uns für Android

Einige Features von iOS 12 würden auch Android gut zu Gesicht stehen.
Einige Features von iOS 12 würden auch Android gut zu Gesicht stehen. (©Apple 2018)

iOS 12 ist angekündigt und kommt nicht mit so vielen Neuerungen daher, wie in den letzten Jahren. Ein paar neue Features sind aber dennoch dabei, die wir uns in Zukunft auch für Android wünschen würden.

Am Montagabend hat Apple auf der Eröffnungs-Keynote der WWDC 2018 unter anderem iOS 12 vorgestellt. Die neue Version des Betriebssystems soll voraussichtlich ab September auf mehrere Hundert Millionen iPhones und iPads kommen und mit einigen neuen Funktionen aufwarten. Und auch wenn die wohl wichtigste Neuerung mit den gruppierbaren Benachrichtigungen etwas ist, was Android-User schon lange kennen, so gibt es dennoch ein paar Neuerungen, die wir uns in Zukunft für Android auch wünschen würden.

1. Shortcuts für Siri

Apples digitale Assistentin Siri muss im Allgemeinen viel Kritik einstecken und gilt im Vergleich zum Google Assistant als eher zweitklassig. Für iOS 12 hat Apple jedoch ein neues Siri-Feature angekündigt, dass auch für manchen Android-Besitzer interessant wäre. So lassen sich innerhalb von Apps bestimmte Shortcuts für Siri definieren.

 Nutzer können in Zukunft Shortcuts aus bestimmten Apps heraus für Siri erstellen. fullscreen
Nutzer können in Zukunft Shortcuts aus bestimmten Apps heraus für Siri erstellen. (©Apple 2018)

Wer etwa in einer Drittanbieter-App ein Hotel gebucht hat, soll künftig in der Lage sein, eine individuelle Erinnerung für Siri anzulegen. Später lässt sich Siri dann jederzeit fragen, wo genau das Hotel liegt. Ob Apps solche Shortcuts unterstützen, wird dabei natürlich von den jeweiligen Entwicklern abhängen. Grundsätzlich scheinen diese Siri-Shortcuts jedoch eine sinnvolle Funktion zu sein.

2. Verbesserte Augmented-Reality-Funktionen

Klar, dass Thema Augmented Reality steckt noch in den Kinderschuhen, aber Apple gehört definitiv zu den Vorreitern, wenn es um nützliche Tools für die Entwicklung neuer AR-Apps geht. Mit iOS 12 führt Apple dann auch gleich mal ARKit 2 ein und hat gemeinsam mit dem Filmstudio Pixar das neue Dateiformat USDZ entwickelt, mit dem sich AR-Dateien systemweit nutzen lassen sollen. Entwickler wie Adobe haben bereits angekündigt, dieses Format in ihren Apps zu unterstützen, um künftig das Arbeiten mit Augmented-Reality-Inhalten für Nutzer noch intuitiver zu gestalten.

Neu ist mit ARKit 2 außerdem die Funktion, dass iPhone und iPad in Zukunft mit Hilfe der Kamera die Ausmaße von Objekten erfassen können. So lassen sich theoretisch auch Abstände in der echten Welt mit Hilfe der iPhone-Kamera nachmessen. Hier darf sich Google für sein eigenes Android-Entwicklertool ARCore gerne ein paar Features bei iOS 12 abschauen.

 iOS 12 verbessert Augmented Reality noch mehr. fullscreen
iOS 12 verbessert Augmented Reality noch mehr. (©Apple 2018)

3. Übersichtliche "Bitte nicht stören"-Einstellungen

Sowohl Google als auch Apple wollen den Nutzern in Zukunft weniger nervige und überflüssige Benachrichtigungen in ihren Betriebssystemen zeigen. In iOS 12 integriert Apple die Einstellungen dafür direkt in das Kontrollzentrum, um den Nutzern einen schnellen und unkomplizierten Zugriff zu gewähren. In Android sind die Einstellungen hingegen ziemlich umständlich in den Menüs versteckt.

4. Smartphone-Nutzung von Kindern beschränken

Genau wie Google möchte auch Apple seine Nutzer dazu anhalten, weniger Zeit sinnlos mit dem Smartphone zu verschwenden. Doch im Vergleich zu Android P geht Apple noch ein Stück weiter und erlaubt es Eltern, auch die Accounts ihrer Kinder zu managen und deren tägliche Nutzungszeit für bestimmte Apps zu beschränken.

5. Memojis: Eigens erstellte Emojis

Mit dem Memojis denkt Apple die Idee der Animojis weiter. Statt ihr Gesicht mittels der 3D-Kamera des iPhone X einfach nur auf vorgefertigte Tiergesichter zu übertragen, bekommen Nutzer mit iOS 12 die Möglichkeit, auch eigene Avatare zu erstellen und diese dann mit Hilfe der 3D-Kamera als animierte Emojis zu verwenden. Die so entstehenden Memojis sollen sich sogar in Videochats via FaceTime als animierte Gesichtsmasken verwenden lassen.

 Memojis sind animierte Avatare, die iPhone-Nutzer mit iOS 12 erstellen können. fullscreen
Memojis sind animierte Avatare, die iPhone-Nutzer mit iOS 12 erstellen können. (©Apple 2018)

Wenn wir jetzt ganz kritisch wären, müssten wir anmerken, dass Samsung diese Idee mit seinen AR-Emojis beim Galaxy S9 zuerst hatte. Doch alle anderen Android-Nutzer schauen natürlich noch in die Röhre. Deshalb wäre es schön, wenn ein Feature wie die Memojis auch seinen Weg in die offizielle Android-Version von Google finden würde.

6. Updates auch für ältere Geräte

Kommen wir zum vielleicht sensibelsten Punkt: Apple hat auf der Keynote der WWDC 2018 angekündigt, dass alle iOS-Geräte mit iOS 11 bis hin zum iPhone 5s auch das neue iOS 12 bekommen werden. Diese Abwärtskompatibilität der Software verdient definitiv großes Lob, denn sie zeigt, dass sich auch Nutzer mit einem älteren iPhone noch über Verbesserungen und vor allem Sicherheitsupdates freuen dürfen.

 Sogar das ältere iPhone 5s bekommt noch iOS 12. fullscreen
Sogar das ältere iPhone 5s bekommt noch iOS 12. (©TURN ON 2017)

Im Android-Bereich hat sich in Bezug auf Updates zwar schon viel verbessert, allerdings garantieren die meisten Hersteller regelmäßige Software-Updates von vorn herein nur für zwei oder drei Jahre. Manchmal werden die Kunden nach dem Kauf eines Smartphones sogar komplett im Regen stehen gelassen und erhalten nie ein Update für ihr Gerät. Hier darf und sollte man definitiv von Apple lernen.

Artikel-Themen
close
Bitte Suchbegriff eingeben