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Diese 9 Features hat das Wunsch-Smartphone der Deutschen

Xiaomi Mi Mix
Xiaomi Mi Mix (©Xiaomi 2016)

Wochenlange Akkulaufzeit, ein unzerstörbares Display oder ein wasserfestes Gehäuse – für das perfekte Smartphone der Zukunft haben die Deutschen ganz konkrete Vorstellungen. Das sind laut einer Umfrage die neun am häufigsten gewünschten Features.

Wie wünschen sich die Deutschen das Smartphone der Zukunft? Diese Frage stellen nicht nur wir uns, sondern natürlich auch und vor allem die Hersteller. Und so ist es kein Wunder, dass Lenovo gemeinsam mit Statista eine Umfrage unter 2000 Personen gestartet hat und die Deutschen nach ihren Wünschen für das Smartphone der Zukunft gefragt hat. Herausgekommen sind neun Features, die sich ein Großteil der Nutzer für zukünftige Geräte wünscht.

 Das sind die Features, die das Smartphone der Zukunft haben soll. fullscreen
Das sind die Features, die das Smartphone der Zukunft haben soll. (©Statista/ YouGov/ Lenovo 2017)

1. Wochenlange Akkulaufzeit – 57 Prozent

Das Top-Feature schlechthin: Satte 57 Prozent der Nutzer wünschen sich für ihr zukünftiges Smartphone eine Akkulaufzeit von einer Woche. Hier scheinen die meisten User wohl noch immer den alten Nokia-Handys nachzutrauern, die tagelang ohne Steckdose auskamen. Aktuell halten die meisten Smartphones gerade mal einen Tag lang durch, mehr und mehr Hersteller statten ihre Devices aber mit größeren Akkus aus. Bei unserem Test zum LG X Power konnten wir immerhin bis zu vier Tage Laufzeit aus einer Akkuladung kitzeln.

2. Unzerstörbares Smartphone – 50 Prozent

Immerhin jeder zweite Nutzer wünscht sich ein stabiles Gerät, das nicht sofort beim Runterfallen in seine Einzelteile zerfällt. Besonders kritisch sind trotz Gorilla-Glas immer noch die Display-Brüche, für die oft schon ein einmaliges Herunterfallen reicht. Hersteller wie Huawei statten ihre Geräte deshalb ab Werk immer öfter schon mit Displayschutz-Folien aus. Die Moto X Force-Reihe von Lenovo bietet dank aufwändiger Technologie sogar nahezu unzerstörbare Bildschirme.

 Das Moto X Force ist nahezu unzerstörbar. fullscreen
Das Moto X Force ist nahezu unzerstörbar. (©TURN ON 2016)

3. Sekundenschnelle Akkuladezeit – 48 Prozent

Fast jeder zweite Nutzer wünscht sich ein schnelleres Aufladen des Smartphone-Akkus – am besten in wenigen Sekunden. Während das aufgrund der technischen Beschränkungen der Lithium-Ionen-Akkus unrealistisch ist, arbeiten die Hersteller doch fieberhaft an schnelleren Ladeverfahren. Diese hören auf Namen wie Quick Charge, Fast Charge, Dash Charge oder Super Charge und versprechen das nahezu vollständige Aufladen des Smartphone-Akkus innerhalb von nur einer Stunde. In der Praxis funktioniert das schon gut, aber von einem sekundenschnellen Laden sind wir natürlich immer noch ein gutes Stück weit entfernt.

4. Wasserdichtes Gehäuse – 45 Prozent

Auch wasserdichte Gehäuse werden immer beliebter und tatsächlich scheinen die Hersteller das verstanden zu haben. So setzten Samsung und Apple bei ihren Flaggschiffen auf einen umfangreichen Schutz vor Wasserschäden und auch LG will mit dem G6 nachziehen. Sogar die neuen Mittelklasse-Geräte der Galaxy A3- und A5-Reihe sind in der 2017er Generation nach dem Standard IP68 gegen Wasser geschützt.

 Samsung setzt seit Jahren auf kabelloses Laden. fullscreen
Samsung setzt seit Jahren auf kabelloses Laden. (©Samsung 2017)

5. Akkuladung über die Luft – 30 Prozent

Dieser Punkt ist besonders interessant: Fast jeder dritte Nutzer wünscht sich offenbar ein Smartphone, das ohne Ladekabel direkt über die Luft aufgeladen werden kann. Ein solches System entwickelt der Hersteller Energous bereits seit einigen Jahren. Nach den Vorstellungen des Unternehmens soll es möglich sein, elektronische Geräte wie Smartphones in Zukunft über Radiowellen aufzuladen. Bislang ist es jedoch nicht gelungen, die Technologie wirklich serienreif zu bekommen. Immerhin gibt es bereits die Möglichkeit, Smartphones über Induktion zu laden. Samsung gilt auf diesem Bereich seit Jahren als Vorreiter und wer möchte, kann bei Ikea sogar schon Möbel kaufen, die eine Induktionsladefläche für Smartphones bereits eingebaut haben.

6. Beobachtung von Gesundheitsdaten – 27 Prozent

Viele Smartphone-User legen Wert darauf, dass ihnen ihr Gerät dabei hilft, die eigenen Gesundheitsdaten im Blick zu behalten und Krankheitsdiagnosen zu liefern. Auch das ist ein Bereich, in dem die Hersteller seit langem aktiv sind. Das beweist unter anderem die große Auswahl an Health-Apps in den App-Stores. Die Hersteller selbst können ihre Geräte verbessern, indem sie die nötigen Sensoren und Schnittstellen zur Analyse von Körperdaten mit einbauen.

7. Steuerung von Smart-Home-Systemen – 25 Prozent

Jeder Vierte wünscht sich, dass sein zukünftiges Smartphone in der Lage ist, Smart-Home-Systeme zu steuern. Dabei ist das überhaupt keine Zukunftsmusik, sondern schon heute Realität. Praktisch jeder Hersteller für Smart-Home-Produkte bietet eigene Apps an, welche die Bedienung vom Smartphone aus ermöglichen. Oft klappt das sogar durch das Automatisieren von verschiedenen Vorgängen, indem die Apps bestimmte Daten des Smartphones auswerten. Testen konnten wir dies bereits bei den smarten Heizkörper-Thermostaten von Tado.

 Smart-Home-Systeme von Tado lassen sich per Smartphone steuern. fullscreen
Smart-Home-Systeme von Tado lassen sich per Smartphone steuern. (©TURN ON 2017)

8. Navigation in Gebäuden – 21 Prozent

Als Navi zu Fuß oder im Straßenverkehr sind Smartphones schon lange im Einsatz. 21 Prozent der Nutzer würden diese Funktion jedoch auch gern innerhalb von Gebäuden nutzen – beispielsweise in Einkaufszentren oder öffentlichen Einrichtungen. Vor allem Google forscht seit Jahren an mehreren Technologien, die das Navigieren auch ohne GPS in Innenräumen ermöglichen sollen. Die wohl bekannteste Plattform dieser Art ist das Project Tango.

9. Wechselbare Module – 19 Prozent

Immerhin 19 Prozent der Smartphone-User wünschen sich für ihr zukünftiges Gerät wechselbare Module mit denen sich verschiedene Funktionen hinzufügen lassen. LG hatte ein solches Konzept im letzten Jahr mit dem G5 verfolgt, der Erfolg war jedoch ausgeblieben. Auch Lenovo selbst bietet mit dem Moto Z und dem Moto Z Play zwei Smartphones an, die sich mit Modulen erweitern lassen – mit besserem Erfolg. Das erste Voll-Modulare Smartphone Project Ara wurde von Google im letzten Jahr hingegen auf Eis gelegt.

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