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Diese neun Apps hat Apple aus dem App Store verbannt

Zahlreiche Apps im App Store wurden von Apple verboten.
Zahlreiche Apps im App Store wurden von Apple verboten. (©picture alliance / HOCH ZWEI 2014)

Knapp 1,5 Millionen Apps finden sich derzeit im App Store für das iPhone und das iPad. Und würde Apple einigen nicht den Riegel vorschieben, dann wären es wohl deutlich mehr. Wir haben hier eine Auswahl an Anwendungen zusammengestellt, die Apple nicht für seine Geräte freigegeben hat – aus welchen Gründen auch immer.

1. Statussymbol: I am Rich

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War früher die teuerste Gaga-App: Heute kostet "I Am Rich" nur noch knapp zehn Dollar. (©iTunes/Armin Heinrich 2015)

Diese App führt auch schon unsere Topliste der zehn teuersten iOS-Apps an: I Am Rich kostete stolze 999,99 US-Dollar und konnte: rein gar nichts. Es wurde lediglich ein roter Diamant mit dem Schriftzug "I am Rich" angezeigt. Kann nichts, braucht keiner, vermisst niemand: bei iTunes verboten! Übrigens: Mit I Am Poor gab es auch eine preiswertere Kopie für gerade einmal 99 Cent!

2. S.M.T.H.: Wer hoch fliegt, fällt tief

Hast Du Lust Dein brandneues und sündhaft teures Smartphone zu schrotten? Dann empfiehlt sich eine Runde S.M.T.H. – kurz für "Send Me To Heaven". Ziel dieses Games: das iPhone so hoch wie möglich zu werfen. Wenn Du allerdings nicht gerade Baseball-Prof bist, dann gibt es ein Problem: das Auffangen. S.M.T.H. wäre vermutlich das letzte Spiel, das Du mit Deinem iPhone spielen könntest. Kein Wunder also, dass es nicht mehr im App Store zu finden ist.

3. Liebst Du Dein iPhone? Pocket Girlfriend und iBoobs

Auch wenn die Apple Watch ziemlich sexy ist, kann sie Dir vermutlich nicht all das bieten, was Du von einer echten Freundin erwartest. Das iPhone möglicherweise schon. Nein, nicht Siri – Pocket Girlfriend sollte die Antwort sein. Doch viel hatte die App nicht auf dem Kasten: Man konnte sich ein leicht bekleidetes Mädchen zusammenstellen, das einen gelegentlich nach Gefühlen fragte. Wer nicht so gerne redet, hätte mit iBoobs eine minimalistischere Variante bekommen. Zu unnütz oder zu schlüpfrig? So oder so: Beide Apps wurden im App Store verboten.

4. Sweatshop und Phone Story: Überhaupt nicht Fair Trade

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Heute gibt es Sweatshop noch als Browser Game. (©Littleloud 2015)

Strategie- und Zeitmanagement-Spiele, in denen Du Dein eigenes Geschäft betreibst, gibt es viele – sei es Restaurant, Friseur-Salon oder Supermarkt. Doch wie wäre es mit einer illegalen Textilfabrik? Natürlich inklusive Hungerlohn und Kinderarbeit – und das im sympathischen Comic-Look. Die App Phone Story ging da noch einen Schritt weiter und thematisierte den Foxconn-Skandal rund um die iPhone-Produktion. Obwohl beide Spiele hübsch gemacht und technisch einwandfrei sind, war Apple das Thema zu heikel für den App Store.

5. Smuggle Truck: Kuscheliger Menschenschmuggel

Smuggle Truck scheint auf den ersten Blick wie ein lustiger Sidescroller, in dem Du einen Truck möglichst heil durch verschiedene Landschaften navigieren musst. Erst beim Blick auf die "Ware" wird klar, warum Apple das Spiel aus iTunes geschmissen hat. Denn hier transportierst Du Menschen über die US-Grenze. Klar, dass Menschenschmuggel nicht gerne gesehen wird im App Store. Die Lösung: Die illegalen Einwanderer durch kuschelige Teddys austauschen. Snuggle Truck kann mittlerweile Tausende Downloads verzeichnen.

6. Ausgespielt: OnLive

Zugegeben, OnLive scheiterte insgesamt: Der Dienst wurde vor wenigen Wochen eingestellt. Doch die Idee gefiel Apple von Anfang an nicht besonders. Und das, obwohl sie eigentlich gar nicht so schlecht ist: Per Streaming sollte jedes beliebige Game vom PC auf iPhone und iPad gebracht werden. Da Apple allerdings gerne selbst entscheidet, was auf dem iPhone, iPad und Co. gespielt werden darf und was nicht, flog OnLive kurzerhand aus dem App Store.

7. Konkurrenzkampf: Google Latitude, Voice und mehr

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Dass Google Android-Apps aufs iPhone bringen wollte, nagt an Apple. (©CC: Flickr/Aidan Wojtas 2015)

Klar, Apple möchte sich Google möglichst vom Leib halten. Dabei sind Google Maps, Gmail und Co. eigentlich von Nutzern gern gesehene Gäste auf dem iPhone. Einigen Diensten wurde von Apple trotzdem der Riegel vorgeschoben. So zum Beispiel Laditude, die App zum Standort-Teilen, sowie die VOIP-Lösung Google Voice. Letzteres sorgte sogar für so viel Aufsehen, dass die US-amerikanische Kommunikationsbehörde FCC sich mit dem Fall beschäftigen musste. Und auch Drittanbieter mussten schon leiden: Ein unabhängiger Entwickler versuchte eine Karteikarten-App im App Store zu veröffentlichen. Da die Android-Version bereits im Finale der Android Developer Challenge stand, erwähnte er das auch kurz. Tja, und damit hat er den Sarg zugenagelt.

8. Bloß nichts mit Politik: MyShoe und Obama Trampoline

Erinnerst Du Dich an den Journalisten, der den Ex-US-Präsidenten George W. Bush mit einem Schuh bewarf? Der Vorfall bekam sein eigenes iPhone-Game. Darin galt es, dem ausweichenden Bush so viele Budapester wie möglich an die Rübe zu knallen. Etwas witziger meinten es die Macher von Obama Trampoline, die Barack Obama, John McCain und andere US-Politiker durch das Weiße Haus hüpfen ließen. Beide Apps wurden prompt aus dem App Store entfernt.

9. Kein Kenny im App Store: Die "South Park"-App

Beenden wir diese Liste mit echten Profis – wenn auch etwas geschummelt. Die Jungs von "South Park" sind echte Spezialisten, wenn es um Anstößigkeit geht. Der "South Park"-Kinofilm hält seit fast 15 Jahren den Rekord für die meisten Flüche in einem Film. Jahrelang versuchten die Macher auch, eine offizielle App in den App Store zu bekommen – vergeblich. Warum genau ist nicht klar, denn Apple selbst bot stets digitale Downloads der Serie an. Mittlerweile – nach vielen Jahren Kampf – haben sie es geschafft. Mit der offiziellen "South Park"-App kannst Du knapp 250 Folgen der Skandal-Serie jederzeit und überall abrufen. Unser Tipp: Staffel 18, Folge 6 mit dem Titel "Freemium gibt's nicht umsonst".

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