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Ende von Windows Vista: 5 Gründe, warum wir es nicht vermissen

Die Ära von Windows Vista ist zu Ende - und das aus guten Gründen.
Die Ära von Windows Vista ist zu Ende - und das aus guten Gründen. (©Microsoft 2017)

Mit dem 11. April 2017 stellt Microsoft endgültig den Support für Windows Vista ein. Tatsächlich war das Betriebssystem aber schon lange in Vergessenheit geraten – und das hatte fünf gute Gründe.

Das war es also: Microsoft stellt den Support von Windows Vista zum heutigen 11. April 2017 endgültig und für immer ein. In Zukunft werden keine Sicherheitsupdates mehr für das OS erscheinen, weshalb für all diejenigen, die Vista immer noch auf ihrem PC nutzen, nun der Zeitpunkt zum Umstieg gekommen ist. Normalerweise würden wir zu diesem Anlass so etwas schreiben wie "das Ende einer Ära" – aber die Ära von Windows Vista ist in Wahrheit schon vor langer Zeit zu Ende gegangen. Dafür gab es fünf gute Gründe.

1. Ressourcenfressendes Interface

Die Weisheit, dass ein Betriebssystem möglichst schlank sein und die Hardware schonen sollte, hatte sich zum Launch von Windows Vista im Januar 2007 offenbar noch nicht bis zu Microsoft herumgesprochen. Im Gegenteil: Vista war ein echter Hardware-Fresser, dessen User-Interface mit überflüssigen 3D-Animationen unnötig kompliziert gestaltet war. Das System war so hardwarehungrig, dass Microsoft für den Regelbetrieb eine Grafikkarte mit DirectX-9-Unterstützung vorgesehen hatte. Im Endergebnis liefen viele PCs mit Vista schlechter als mit dem Vorgänger Windows XP.

 Das Interface von Windows Vista beanspruchte die Hardware übermäßig. fullscreen
Das Interface von Windows Vista beanspruchte die Hardware übermäßig. (©Microsoft 2017)

2. Schlechter Treiber-Support

Von Anfang an war bei Vista der schlechte Treiber-Support seitens der Hardware-Hersteller ein großes Problem. Diese kamen oft zu spät und liefen dann auch häufig nicht wirklich stabil. Ein trauriges Beispiel dafür waren die Treiber für Grafikkarten des Herstellers Nvidia.

3. Microsoft wollte XP für Vista einstellen

Wenn es darum geht, neue Betriebssysteme an den Mann oder die Frau zu bringen, ist Microsoft wenig zimperlich. Deshalb hatte der Software-Riese im Sommer 2008 auch eine wenig grandiose Idee: Weil sich Vista rund anderthalb Jahre nach seinem Release immer noch schlechter verkaufte als Windows XP, wollte der Entwickler damals den Verkauf von Windows XP kurzerhand einstellen. Nach massiven Protesten von PC-Nutzern und Hardware-Herstellern wurde diese Taktik jedoch sehr bald fallen gelassen.

 Gamer hatten mit Windows Vista wenig Spaß. fullscreen
Gamer hatten mit Windows Vista wenig Spaß. (©Thinkstock/iStockphoto/Blackregis 2017)

4. Spiele liefen unter Vista eher schlecht

Gamer hatten mit Windows Vista eine besonders harte Zeit. Aus Gründen, die sich auch heute noch nicht so ganz nachvollziehen lassen, liefen PC-Spiele unter Vista fast ausnahmslos schlechter als unter Windows XP und später unter Windows 7. Hier könnte definitiv der mangelhafte Treiber-Support eine Rolle gespielt haben.

5. Halbfertiges Windows 7

Nach dem Release von Windows 7 im Jahre 2009 geriet Vista ziemlich schnell in Vergessenheit. Der Grund dafür war, dass Windows 7 so ziemlich alles deutlich besser machte als Vista und viele der Funktionen, die eigentlich mit Vista eingeführt wurden, funktionierten unter Windows 7 erstmals zufriedenstellend. Im Nachhinein wirkt das Betriebssystem deshalb ein wenig wie eine kostenpflichtige Beta-Version für den Übergang von Windows XP zu Windows 7.

Tatsächlich beeilte sich Microsoft nach dem Misserfolg von Windows Vista, um den Nachfolger möglichst schnell auf den Markt zu bringen. Gute zwei Jahre nach seinem Launch war Vista damit auch schon wieder veraltet. Diejenigen Nutzer, die auf das Betriebssystem gewechselt waren, hatten also definitiv auf das falsche Pferd gesetzt.

 Windows 7 baute auf Vista auf, machte jedoch fast alles besser. fullscreen
Windows 7 baute auf Vista auf, machte jedoch fast alles besser. (©Screenshot/ Microsoft 2015)

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