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Fernsehen der Zukunft: 7 innovative TV-Geräte von LG, Samsung & Co.

Samsung "The Wall" setzt auf die neue MicroLED-Technologie.
Samsung "The Wall" setzt auf die neue MicroLED-Technologie. (©YouTube / Samsung 2018)

Wie wird das Fernsehen der Zukunft aussehen? Steht eine Rückkehr des 3D-Fernsehers an und werden aus 4K-TVs bald Geräte mit noch höherer 8K-Auflösung? An diesen 7 neuen Fernseher-Technologien arbeiten LG, Samsung, Sony und andere Hersteller.

1. Sonys superhelles HDR-Display

Sony präsentierte auf der CES 2018 einen LCD-TV-Prototypen mit einer Maximalhelligkeit von satten 10.000 Nits. Zum Vergleich: Die hellsten auf dem Markt befindlichen Fernseher aus der Q9FN-Serie von Samsung werden bis zu 2000 Nits hell. Sony nennt den Prototypen "X1 Ultimate Full-Spec HDR 8K Display" – der 85 Zoll große Fernseher löst also mit 8K auf. John Archer schreibt auf Forbes über sein Erlebnis mit dem Fernseher auf der CES. Er musste trotz der enormen Helligkeit keine Sonnenbrille aufsetzen, sondern der TV biete dank der 10.000 Nits schlicht ein besonders lebensnahes Bild.

Sonys TV-Prototyp mit einer Helligkeit von 10.000 Nits lieferte lebensechte Bilder. (© 2018 YouTube / Quality Mobile Video)

2. Selbstleuchtende Quantum Dots von Samsung

Quantum Dots bieten im Vergleich zu OLED den großen Vorteil, dass sie viel heller werden können. So erreichen Samsungs QLED-TVs mit Quantum Dots eine Helligkeit von bis zu 2000 Nits, während OLED-TVs nicht einmal halb so hell strahlen. Dafür haben die Quantum Dots Nachteile bei Kontrast und Schwarzwerten. Außerdem erfordern sie zahlreiche beleuchtete Zonen, um den pixelgenau leuchtenden OLEDs nahe zu kommen. Das möchte Samsung in Zukunft mit selbstleuchtenden Quantum Dots ändern. Sie verbinden die Vorzüge von OLED und QLED, nämlich eine hohe Helligkeit mit einer pixelgenauen Beleuchtung. Das verriet der Hersteller auf der Samsung Southeast Asia Visual Display gegenüber Manila Bulletin.

QLED-Fernseher erreichen eine höhere Helligkeit als OLED-TVs. (© 2018 Samsung)

3. Durchsichtige Bildschirme von LG, AOU und Panasonic

Auf der Display Week 2018 zeigte LG ein 77 Zoll großes 4K-OLED-Display, das sowohl transparent als auch biegsam war. Durch den durchsichtigen Bildschirm schienen Blumen hindurch, wie Heise berichtet. Auch AOU zeigte laut Heise ein durchsichtiges OLED-Display, das mit 200 cd/m² eine für die Technik ordentliche Helligkeit erreichte. Auf der CES 2018 präsentierte Panasonic derweil eine weitere Variante durchsichtiger TVs mit OLED-Technik und 4K-Auflösung. Der Fernseher ähnelte einer transparenten Schranktür und könnte laut Hersteller für Schaufenster zum Einsatz kommen, so Computer Bild.

Auf der Display Week 2018 präsentierte LG ein biegbares und durchsichtiges OLED-Display. (© 2018 YouTube / DGiT)

4. Der rollbare OLED-Fernseher von LG

Auf der CES 2018 zeigte LG einen OLED-TV, der sich wie eine Yoga-Matte einrollen lässt. Dann verschwindet er in einer kleinen Box. So dominiert der Fernseher nicht mehr die Wohnung, sondern lässt sich bei Nichtgebrauch quasi unsichtbar machen. Außerdem kann der ausrollbare TV – je nachdem, wie weit er ausgerollt wird – unterschiedlich große Inhalte darstellen. Ist er nur ein wenig ausgerollt, zeigt er zum Beispiel lediglich eine Wetter-App an.

LG zeigte auf der CES 2018 einen ausrollbaren OLED-TV. (© 2018 YouTube / CNet)

5. Samsungs modularer MicroLED-TV

Samsung präsentierte auf der CES 2018 einen 146 Zoll großen Fernseher mit der neuen MicroLED-Technologie namens "The Wall". Der 3,71 Meter große TV bietet eine 8K-Auflösung, wobei die MicroLEDs wie OLEDs selbst leuchten, aber langlebiger und leistungsstärker sind. Die MicroLEDs sind für Samsung aber vor allem eine Zwischenlösung bis zur Fertigstellung der selbstleuchtenden QLEDs. Allerdings lassen sich aus kleineren MicroLED-Displays auch riesige Fernseher zusammenbauen – eine modulare Bauweise ist möglich.

Samsungs "The Wall" ist ein 136 Zoll großes 8K-Display. (© 2018 Samsung)

6. Local Dimming mit viel mehr Zonen von Tianma und AOU

Um die pixelgenaue OLED-Beleuchtung herauszufordern, werden LCD-TVs mit immer mehr lokal dimmbaren LED-Zonen ausgestattet. So soll ein dunkler Bildinhalt pechschwarz aussehen, weil die LEDs dahinter ausgeschaltet werden. Derweil leuchtet ein HDR-Highlight besonders hell, während das übrige Bild dunkler wirkt. Tianma zeigte auf der CES 1018 ein Smartphone-Display mit 286 dimmbaren Zonen und AOU brachte unter einem zwei Zoll großen VR-Display ganze 1024 dimmbare Zonen unter, wie Heise schreibt. Zum Vergleich: Der ab 55 Zoll große Flaggschiff-TV Samsung Q9FN von 2018 bietet um die 500 dimmbare Zonen.

Der Samsung 65Q9FN bietet um die 500 Dimming-Zonen – zukünftig könnten es mehrere tausend werden. (© 2018 Samsung)

7. Die Rückkehr der 3D-Fernseher?

Auf der Display Week 2018 zeigten verschiedene Hersteller neue Ansätze für 3D-Fernseher. Die innovativen Systeme kommen ohne 3D-Brillen aus. Tianma zeigte das "Floating Display", das animierte 3D-Bilder in die Luft projiziert. Allerdings sind sie nur in einem begrenzten Bildbereich zu sehen. Dimenco präsentierte ein 8K-LCD-Display mit Augen-Tracking, das mit einem 3D-Effekt aufwartete. SeeFront zeigte derweil einen 3D-Fernseher mit zwei LC-Displays, wobei das vordere das Licht gezielt zum rechten oder linken Auge des Betrachters leitet, wodurch der 3D-Effekt entsteht.

Schließlich setzten einige Hersteller wie FOVI3D auf die Lichtfeld-Technik für ihre 3D-Screens. Ein großes 3D-Revival steht trotz der innovativen Technologien für Konsumenten aktuell nicht an – nur professionelle Anwendungen, etwa in der Medizin, machen sich die brillenlose 3D-Technologie teils schon zunutze.

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