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Google Smart Lock einrichten: So wird das Smartphone sicher

Mit Smart Lock lässt sich das Android-Smartphone intelligent entsperren.
Mit Smart Lock lässt sich das Android-Smartphone intelligent entsperren. (©picture alliance / Kai Remmers 2016)

Mit Smart Lock lässt sich ein Android-Smartphone gleichzeitig smart und sicher sperren und wieder entsperren. Wir verraten Dir, welche Möglichkeiten es für Smart Lock gibt und wie Du die Funktion am besten nutzen kannst.

Auf unseren Smartphones tragen wir nicht nur jede Menge Apps, sondern auch eine ganze Menge an persönlichen Daten mit uns herum. Damit diese sicher sind, lassen sich Hersteller und Software-Entwickler ständig neue Sicherheitslösungen einfallen. Ein besonders praktisches und gleichzeitig auch cooles Sicherheitsfeature ist Google Smart Lock, das auf den meisten Smartphones ab Android 5.0 Lollipop funktioniert.

Smart Lock heißt dabei nichts anderes, als das Smartphone intelligent zu verschlüsseln und später auch wieder zu entsperren. Anstatt jedes Mal eine PIN, ein Passwort oder ein Muster auf dem Display einzugeben, kannst Du dem Smartphone beibringen, sich automatisch zu entsperren, wenn es sich an einem festgelegten Ort befindet oder ein vertrauenswürdiges Bluetooth-Gerät beziehungsweise ein NFC-Tag in der Nähe ist.

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Die Smart Lock-Funktion lässt sich relativ leicht einrichten. (© 2016 Screenshot LG/ TURN ON)

Smart Lock-Feature aktivieren

Um Smart Lock zu nutzen, muss die Funktion zunächst in den Einstellungen des Smartphones aktiviert werden. Bei den meisten Geräten findet sich diese unter "Sicherheit > Trust Agents". Der Unterpunkt lässt sich allerdings nur auswählen, wenn auf dem Smartphone eine Displaysperre eingerichtet ist. Unter "Trust Agents" findet sich eine Schaltfläche, mit der sich das Smart Lock-Feature aktivieren lässt.

Die gewünschte Smart Lock-Art wählen

Je nach Gerät stehen anschließend im Menü "Sicherheit > Trust Agents" verschiedene Arten zur Verfügung, mit denen sich das Smart Lock-Feature verwenden lässt. Auf einem LG-Gerät mit Android 5.1.1 findet sich diese Auswahl unter "Sperrbildschirm > Smart Lock". In der Regel handelt es sich bei den Smart Lock-Arten um "Vertrauenswürdige Geräte", "Vertrauenswürdige Orte" und "Trusted Face". Einige Hersteller bieten jedoch noch weitere Arten wie "Trusted Voice" und "Trageerkennung" an.

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Es stehen verschiedene Smart Lock-Arten zur Verfügung. (© 2016 Screenshot LG/ TURN ON)

1. Vertrauenswürdige Geräte und NFC-Tags

Bei der Wahl der Option "Vertrauenswürdige Geräte" wird das Smartphone entsperrt, sobald es sich in Bluetooth-Reichweite eines bestimmten Gerätes befindet. Das kann zum Beispiel eine Smartwatch sein, die Du am Arm trägst. Sobald das Smartphone den Tracker via Bluetooth erkennt, entsperrt es sich automatisch und kann ohne Bildschirmsperre genutzt werden. Lässt Du das Handy versehentlich irgendwo liegen, sperrt es sich automatisch, sobald Du mit Deinem Fitness-Tracker außerhalb der Bluetooth-Reichweite bist. Das gleiche Prinzip funktioniert auch mit vertrauenswürdigen NFC-Tags. Dazu muss das Smartphone natürlich über einen eigenen NFC-Chip verfügen, der in der Lage ist, mit den Tags zu kommunizieren.

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Ein vertrauenswürdiges Gerät kann zum Beispiel eine Smartwatch sein. (© 2016 Screenshot LG/ TURN ON)

2. Vertrauenswürdige Orte

Über die Auswahl "Vertrauenswürdige Orte" kannst Du einzelne Orte festlegen, an denen sich das Smartphone automatisch entsperren soll – zum Beispiel Deine eigene Wohnung. Das funktioniert ganz einfach über Google Maps, wo Du den Positionszeiger direkt über Deiner Wohnung – oder über einem beliebigen anderen Ort – platzieren kannst. Jedes Mal wenn Dein Smartphone anschließend in diesem Bereich kommt, wird das Gerät automatisch entsperrt und kann ohne Bildschirmsperre verwendet werden.

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Jeder Ort lässt sich mit Google Maps als vertrauenswürdig markieren. (© 2016 Screenshot LG/ TURN ON)

4. Trusted Face

"Trusted Face" hält, was der Name verspricht und arbeitet mit Gesichtserkennung. Als Besitzer des Smartphone lässt Du dabei einfach Dein Gesicht von der Frontkamera scannen und als vertrauenswürdiges Gesicht abspeichern. Die Smartphone-Kamera scannt dann permanent nach dem Gesicht des Nutzers. Sobald es seinen Besitzer erkennt, entsperrt sich das Gerät automatisch. Allerdings ist die Qualität der Gesichtserkennung nicht mit Windows Hello zu vergleichen. Auch Android warnt im Vorfeld, dass die Gesichtserkennung nicht so sicher ist wie ein Fingerabdruck oder ein PIN und das es unter Umständen zu Verwechslungen kommen kann.

Android warnt, dass die Gesichtserkennung nicht die sicherste Art ist. fullscreen
Android warnt, dass die Gesichtserkennung nicht die sicherste Art ist. (©Screenshot LG/ TURN ON 2016)
Die Erkennung selbst funktioniert wie bei einigen Windows 10-Geräten. fullscreen
Die Erkennung selbst funktioniert wie bei einigen Windows 10-Geräten. (©Screenshot LG/ TURN ON 2016)

5. Trusted Voice

Anstelle des Gesichts lässt sich auch der Sprachbefehl "Ok Google" zum Entsperren verwenden. Dabei erkennt das Smartphone die Stimme seines Besitzers und entsperrt sich automatisch, sobald dieser die Worte spricht. Auch hier gilt jedoch, dass die Erkennung nicht zu 100 Prozent genau funktioniert und weniger sicher ist als andere Entsperr-Methoden.

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Auch "Ok Google" kann zum Entsperren des Smartphones verwendet werden. (© 2016 Screenshot LG/ TURN ON)

6. Trageerkennung

Bei der Trageerkennung soll das Smartphone so lange entsperrt bleiben, wie es sein Nutzer bei sich trägt. Dabei nutzt das Gerät Beschleunigungs-, Rotations- und Näherungssensor um zu erkennen, ob es noch benutzt wird. Sobald das Gerät erkennt, dass es abgelegt wurde, sperrt es sich wieder und muss anschließend per PIN oder Bildschirmmuster wieder entsperrt werden.

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Auch der Smart Lock per Trageerkennung funktioniert. (© 2016 Screenshot LG/ TURN ON)

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