Gruppenfoto machen: Ideen für Hochzeit, Posen etc.

Gruppenfotos können auch ganz ungezwungen entstehen.
Gruppenfotos können auch ganz ungezwungen entstehen. (©Adobe Stock/prostockvideos 2018)
Franziska Peix Kann die Frage "Welcher Fitness-Tracker ist der beste?" nicht mehr hören.

Klingt einfach, ist es aber nicht: Ein wirklich gelungenes Gruppenfoto zu machen, mit dem jeder zufrieden ist, ist quasi eine Sache der Unmöglichkeit. Mit unseren acht Tipps für Zeit, Ort, Pose & Co. erhöhst Du aber die Chancen, eine richtig tolle Erinnerung an Hochzeiten, Geburtstage oder sonstige Feiern zu schaffen.

Einer hat die Augen zu, der andere kann nicht aufhören zu reden und ein Dritter schaut irgendwohin, nur nicht in die Kamera. Wer hat nicht mindestens ein derartiges Klassenfoto zu Hause rumfliegen? Klar, eine große Gruppe von Menschen ist immer schwer zu fotografieren. Doch mit ein paar Tipps und Tricks ist die Chance auf gutes Gelingen größer. Ob auf einer Familienfeier, auf der Arbeit oder beim Sport – mit etwas Kreativität schaffst Du überall tolle Andenken!

1. Das richtige Equipment

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Wenn der Fotograf selbst mit aufs Bild will, geht's nicht ohne Stativ oder Selfie-Arm im Bild. (©Pixabay 2018)

Vorbereitung ist alles! Das gilt für Gruppenfotos noch mehr als für andere Arten der Fotografie. An erster Stelle steht die Wahl der Kamera. Für einen schnellen Schnappschuss reicht natürlich ein Smartphone. Auf einer Hochzeit wünschen sich Braut und Bräutigam allerdings mehr Professionalität. Eine gute Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera sind in der Regel erste Wahl. Sie haben den Vorteil, dass sich das Objektiv austauschen lässt.

Entscheide Dich hier für ein Zoomobjektiv oder ein Objektiv mit Normalbrennweite. Mit einem Weitwinkelobjektiv würdest Du zwar mehr Personen aus kürzerer Distanz aufs Bild bekommen. Allerdings verzerrt das Foto zu den Rändern hin leicht – und das ist eher unpassend, wenn Du Personen ablichtest. Willst Du selbst mit aufs Bild, ist ein Stativ unerlässlich, je nach Lichtsituation und Shooting-Location auch ein Blitz. Um im professionellen Umfeld auf Nummer sicher zu gehen, haben Fotografen zudem mindestens einen Ersatzakku und eine weitere Speicherkarte dabei.

2. Die passende Beleuchtung

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Gerade in Innenräumen ist es wichtig, dass genug Licht fürs Fotografieren vorhanden ist. (©Pixabay 2018)

Vieles steht oder fällt mit dem Licht. Willst Du ein Gruppenfoto an bewölkten Tagen draußen machen oder in Innenräumen fotografieren, musst Du wahrscheinlich künstlich nachhelfen. Bei kleineren Gruppen kann es reichen, einen Blitz zu verwenden, der die Gesichter etwas aufhellt. Bei größeren Gruppen oder schwierigen Lichtverhältnissen solltest Du für weitere Ausleuchtung, zum Beispiel mit hellen oder reflektierenden Stoffen und großflächigen Leuchten sorgen. Bei Sonnenschein hingegen kannst Du Glück haben, dass Du gar kein Extralicht brauchst.

3. Die wichtigsten Kameraeinstellungen

Canon EOS 6D Mark II fullscreen
Mit einem Zoomobjektiv bleibst Du flexibel. (©TURN ON 2017)

Licht ist auch ein wichtiges Stichwort, wenn es um die richtigen Kameraeinstellungen geht. Die Belichtung eines Fotos ist von der Blendenöffnung, der Verschlusszeit und dem ISO-Wert abhängig. Ist die Umgebung zu dunkel, dann hilf besser mit Licht nach, als den ISO-Wert zu hoch einzustellen. Sonst wird irgendwann Bildrauschen sichtbar. Anders als bei einer Porträtaufnahme, wo der Hintergrund häufig verschwimmt, sollen auf einem Gruppenfoto alle Personen scharf dargestellt werden. Dafür muss die Blendenöffnung möglichst klein sein, an der Kamera also ein großer Blendenwert eingestellt werden. Die Belichtungszeit hältst Du bei Gruppenfotos am besten eher kurz, um Verwackeln beim Fotografieren aus der Hand zu vermeiden.

Idealerweise nutzt Du die Serienbildfunktion, wenn Deine Kamera eine mitbringt. Das erhöht die Chancen, den einen perfekten Moment zu finden, in dem keiner blinzelt und alle freundlich gucken.

4. Der richtige Zeitpunkt

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Tendenziell fühlen sich Menschen zu Beginn einer Feier noch frischer und fotogener. (©Adobe Stock/sonyachny 2018)

Um den richtigen Moment geht es auch bei der Wahl des Zeitpunkts für ein Gruppenfoto. Natürlich ist das vom Anlass abhängig, aber grundsätzlich gilt: Menschen fühlen sich zu Beginn einer Feier noch frischer und fotogener. Wenn sie sich zum Beispiel gerade erst für eine Hochzeit zurechtgemacht haben, dann sitzen Frisur und Fliege noch am besten. Das ist für Dich auch der ideale Zeitpunkt, um zum Foto zusammenzurufen. Im Laufe der Feier bieten sich dann immer wieder kleinere und vor allem lockerere Shootings an – zum Beispiel mit Masken, lustigen Posen und sonstigen Requisiten.

5. Der geeignete Ort

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Je mehr Menschen auf das Bild sollen, desto eher bietet sich eine Outdoor-Location an. (©Pexels 2018)

Mit 20 oder mehr Leuten nach Gruppenfoto-Ideen und einer geeigneten Location zu suchen, ist keine gute Idee. Besser weißt Du schon vorher, wo das Gruppenbild entstehen soll und hast bei Outdoor-Shootings eine Schlechtwetteralternative parat. Gerade bei großen Gruppen bieten sich Orte an, die eine Staffelung der Personen erleichtern, zum Beispiel Treppen oder ein Hang.  Natürlich solltest Du Deine Motive keiner Gefahr aussetzen. Besser, Du lässt die Personen im Vordergrund in die Hocke gehen, als die Personen im Hintergrund auf wacklige Tische oder Stühle steigen.

6. Der gute Ton

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Bei lockerer und lustiger Stimmung entstehen schönere Bilder als bei Fotozwang. (©Pexels 2018)

Sind alle beisammen, ist Durchsetzungsfähigkeit gefragt. Als Fotograf solltest Du klare Anweisungen geben, dabei aber stets freundlich bleiben, sonst schlägt die Stimmung schnell um. Die schönsten Fotos entstehen natürlich in lockerer Atmosphäre, das solltest Du immer im Hinterkopf behalten. Je nach Gruppe kommt die ganz anders zustande – ob Witze oder kleine Gruppenübungen besser wirken, musst Du selber herausfinden.

7. Die nötige Inspiration

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Gruppenfotos haben Tradition. Das heißt aber nicht, dass Du Dich an einen klassischen Aufbau halten musst. (©Adobe Stock/johny87 2018)

Klassische Gruppenfotos kennen wir alle aus der Schulzeit. Drei Reihen mit dem Lehrer am Rand oder in der Mitte – solche Erinnerungen hat fast jeder noch zu Hause. Diese Gruppenfotos sind zweifelsohne ein schönes Andenken. Sie sollten Dich aber nicht davon abhalten, auch mal kreativer an Dein Vorhaben heranzugehen. Je nach Anlass für das Foto kannst Du etwa Requisiten mit einbauen, ungewöhnliche Locations, mutige Posen oder außergewöhnliche Perspektiven wählen.

8. Die Wahl der Perspektive

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Mit etwas Kreativität gelingt Dir mehr als das 08/15-Gruppenfoto. (©Pexels 2018)

Gerade die Perspektive hat nämlich einen entscheidenden Einfluss darauf, wie ein Bild wirkt. Frosch-, Normal- oder Vogelperspektive, von der Seite, über Kopf oder aus der Luft: Perspektivwechsel geben Dir die Möglichkeit, besonders kreative Erinnerungen zu schaffen. Bietet es sich mit einer Gruppe an, dann fotografiere sie ruhig aus mehreren Perspektiven – Du wirst sehen, dass dabei am Ende ganz unterschiedliche Fotos herauskommen.

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