Handy-Akku schnell leer? Das können die Ursachen sein

Wenn der Akku zu schnell leer ist, kann das verschiedene Ursachen haben.
Wenn der Akku zu schnell leer ist, kann das verschiedene Ursachen haben. (©Thinkstock/iStockphoto/milindri 2017)
Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Handy-Akku schnell leer? Das kann das verschiedene Ursachen haben. Wir haben sechs Gründe für Dich zusammengefasst und zeigen Dir mögliche Lösungen. 

Das vermutlich wichtigste Bauteil an einem Handy oder Smartphone nach dem Display ist der Akku. Er bestimmt schließlich darüber, ob und wie lange wir sämtliche Funktionen an dem Gerät nutzen können. Doch manchmal geht dem Batteriespeicher einfach zu schnell der Saft aus. Das kann verschiedene Ursachen haben, denen wir im Folgenden auf den Grund gehen wollen.

Ursache Nummer 1: Zu viele Apps

Weniger ist mehr: Das gilt auch für die Apps, die Du auf Deinem Smartphone installierst. Denn egal welches Modell Du besitzt und egal wie stark die Hardware ist: Mehr Apps verbrauchen mehr Ressourcen und können eher zu Fehlern oder einem Fehlverhalten des Systems führen. Viele der Programme arbeiten nämlich auch im Hintergrund und greifen auf verschiedene System-Prozesse zu. Einige können sich dabei sogar in die Quere kommen, was dann zu einem Fehlverhalten von bestimmten Funktionen am Handy führen kann. Je mehr die Hardware im Hintergrund mit solchen Dingen zu tun hat, desto stärker wird logischerweise auch der Akku belastet.

Du solltest Dir also schon die Frage stellen, ob Du wirklich drei verschiedene Wetter-Apps brauchst oder ob fünf Messenger tatsächlich nötig sind. Und wenn Du nicht ständig bei Facebook und Co. unterwegs bist, kannst Du Dir die Apps vielleicht auch komplett sparen und stattdessen hin und wieder die Web-Ansicht der Dienste nutzen.

Ursache Nummer 2: Die falschen Apps

Einige Apps sind für den Akkuverbrauch generell problematischer als andere. Ein populäres Beispiel dafür ist die Facebook-App, die permanent im Hintergrund arbeitet, Daten sendet und empfängt und den Akku massiv belastet. Doch auch andere Anwendungen können den Akku hin und wieder übermäßig stark belasten.

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Diese Ansicht zeigt Dir, wie viel Energie Deine Apps saugen. (©Screenshot Huawei/ TURN ON 2017)

Android- und iPhone Nutzer können sich unter "Einstellungen > Akku" beziehungsweise unter "Einstellungen > Batterie" eine detaillierte Nutzungsstatistik anzeigen lassen, die beschreibt, welche App den Akku wie stark belastet. Normalerweise sollten dort die Programme zu finden sein, die auch am meisten genutzt werden. Falls andere Apps in der Statistik ganz weit oben auftauchen, ist dies möglicherweise ein Indiz dafür, dass mit der Anwendung etwas nicht stimmt. Du solltest diese dann entweder deinstallieren oder deaktivieren um zu schauen, ob sich der Akkuverbrauch wieder normalisiert.

Ursache Nummer 3: Das Handy sucht ständig nach Funknetzen

Smartphones sind so konzipiert, dass sie ständig eine Funkverbindung in ein Mobilfunk- oder WLAN-Netz brauchen. Weil das so ist, suchen sie auch ständig nach einer Verbindung – auch wenn vielleicht gerade gar keine vorhanden ist. Das ist vor allem für Leute wichtig, die viel Zeit auf der Autobahn oder in Zügen verbringen. Dort springen Smartphones nämlich ständig von einem Netz ins nächste und suchen dabei ständig nach neuen Verbindungen. Das kostet sehr viel Energie und deshalb sollte die mobile Datenverbindung in solchen Situationen am besten abgeschaltet werden.

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Wenn das Handy ständig nach Netzen sucht, wird der Akku sehr beansprucht. (©Thinkstock/iStockphoto/NicoElNino 2017)

Ähnlich solltest Du es auch mit der WLAN-Verbindung handhaben. Wenn Du weißt, dass Du länger unterwegs sein wirst und nicht in die Nähe eines WLAN-Netzes kommst, solltest Du die Schnittstelle am besten gleich komplett deaktivieren. Das Smartphone sucht sonst ständig nach verfügbaren WLAN-Netzen in Deiner Nähe, was ebenfalls unnötige Energie verschwendet.

WLAN bei der Navigation aktivieren

Wenn Du Dein Smartphone als Navigationsgerät benutzt, ergibt es hingegen Sinn, die WLAN-Schnittstelle am Gerät zu aktivieren. Das Smartphone nutzt die WLAN-Netze in der Umgebung nämlich zur Positionsbestimmung und kann den eigenen Standort so genauer ermitteln, als wenn es nur über GPS läuft.

Ursache Nummer 4: Das Display ist zu hell eingestellt

Klar, ein helles Display sieht viel besser aus als ein dunkles und man kann es auch besser ablesen. Aber bedenke: Je heller der Screen erstrahlt, desto stärker saugt er am Akku. Im Alltag ist es deshalb das Beste, wenn Du eine mittlere Helligkeit wählst, die es Dir erlaubt, den Screen gut abzulesen. Abends oder nachts kannst Du sie sogar noch niedriger einstellen. Viele Handys bieten die Möglichkeit, die Displayhelligkeit automatisch an die Helligkeit der Umgebung anzupassen. Falls Dein Gerät so eine Funktion besitzt, solltest Du sie aktivieren. Das Gerät wird sich dann immer hell genug, aber niemals zu hell einstellen.

Ursache Nummer 5: Zu viele Benachrichtigungen

Die meisten Apps sind in der Lage, ihren Nutzer per Push-Benachrichtigung über alle möglichen Dinge zu informieren. Sinnvoll ist das allerdings nicht immer und auch das Empfangen von Benachrichtigungen kostet natürlich Akkuleistung. Daher solltest Du Benachrichtigungen von Apps, die Dich ohnehin nicht interessieren, am besten direkt ausschalten.

Unter Android kannst Du das unter "Einstellungen > Apps" für jede App einzeln festlegen und dabei teilweise sogar auswählen, das nur bestimmte Benachrichtigung pro App angezeigt werden sollen. Auf dem iPhone kannst du eine ähnliche Einstellung unter "Einstellungen > Mitteilungen" vornehmen, indem Du die Benachrichtigungen für einzelne Apps deaktivierst.

Ursache Nummer 6: Zu viel Kälte oder zu viel Hitze

Auch extreme Temperaturen können dafür sorgen, dass sich ein Akku schneller als normal entlädt. Das lässt sich ganz einfach damit erklären, dass in einem Akku sowohl beim Auf- als auch beim Entladen ein chemischer Prozess abläuft, der von besonders kalten oder besonders hohen Temperaturen empfindlich gestört wird.

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Bei zu viel Kälte kann die Akkuleistung beeinträchtigt werden. (©Thinkstock/iStockphoto/skyNext 2017)

Ist es zu kalt, speichert der Akku von vornherein weniger Energie, bei zu großer Hitze entlädt er sich hingegen schneller. Deshalb solltest Du bei Akku-Problemen tunlichst darauf achten, dass Dein Smartphone im Winter gut eingepackt ist oder nah am Körper getragen wird. Bei großer Hitze im Sommer solltest Du es hingegen vermeiden, das Gerät in der prallen Sonne liegen zu lassen.

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