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Hoverboard-Anfänger? 7 Tipps für die ersten Fahrversuche

Mit den richtigen Tipps klappt's auch mit dem Hovern.
Mit den richtigen Tipps klappt's auch mit dem Hovern. (©TURN ON 2016)

Sie haben einen absoluten Hype entfacht: "Hoverboards" eroberten erst die Social-Media-Welt, dann die USA und jetzt auch Europa. Doch wer draufsteigt, landet nicht selten gleich auf der Nase – und in einer der unzähligen Fail-Compilations bei YouTube. Nach unserem Cat 2Droid-Test haben wir daher gleich noch 7 Anfängertipps für Dich.

Zugegeben: Ein paar Berührungsängste bestanden am Anfang schon. Zu präsent hatte ich sämtliche Hoverboard-Fail-Videos im Hinterkopf, als ich mich für unseren TURN ON-Test das erste Mal auf den Cat 2Droid wagte. Und die Chancen standen sicher etwa 50/50, dass ich gleich wieder auf der Nase landen würde. Zum Glück hat niemand diesen ersten Fahrversuch dokumentiert. Denn er sah garantiert mehr nach epileptischem Anfall als nach Körper- und Brettbeherrschung aus.

Der Aufkleber auf der Verpackung des Cat 2Droid behielt aber Recht: In rund 15 Minuten hat man das Hovern im Grunde drauf. Damit die erste Viertelstunde mit dem E-Board allerdings nicht unnötig schwierig wird oder womöglich sogar im Krankenhaus endet, geben wir Dir im Folgenden 7 Tipps fürs sichere Fortbewegen mit dem Hoverboard.

1. Bewege Dich nur auf Privatgrund

 E-Boards gelten als Kraftfahrzeug, besitzen aber keine Zulassung für den Straßenverkehr. fullscreen
E-Boards gelten als Kraftfahrzeug, besitzen aber keine Zulassung für den Straßenverkehr. (©TURN ON 2016)

Wer sich ein E-Board wie den Cat 2Droid gekauft hat, hat sich hoffentlich im Vorfeld ein wenig informiert und weiß daher: Die selbstbalancierenden elektrischen Rollbretter dürfen nicht im Straßenverkehr genutzt werden. Da sie schneller als 6 km/h sind, gelten sie als Kraftfahrzeug und das Fahren auf Gehwegen ist tabu. Für eine Nutzung auf der Straße fehlt den motorisierten E-Gefährten die Zulassung. Dass sie eine solche in Zukunft erhalten werden oder wie Segways nach erfolgter technischer Einzelprüfung eine Einzelbetriebserlaubnis erhalten, ist eher unwahrscheinlich. Denn sie besitzen weder Bremse noch Glocke oder richtiges Licht.

2. Suche Dir einen geeigneten Platz zum Üben

 In Innenräumen sollten keine Möbel im Weg stehen. fullscreen
In Innenräumen sollten keine Möbel im Weg stehen. (©TURN ON 2016)

Der geeignete Platz zum Üben muss daher zwangsweise auf Privatgrund gesucht werden. Willst Du die ersten Fahrversuche indoor unternehmen, achte darauf, dass Du ausreichend Platz in Deiner Umgebung hast. Enge oder unaufgeräumte Wohnungen sind eher ungeeignet. Möbel wie Regale, Tische oder Stühle erhöhen natürlich das Verletzungsrisiko. Unser Redaktionsbüro war glücklicherweise wie geschaffen für die ersten Schritte mit dem Hoverboard: Das Großraumbüro verfügt über einen langen, breiten Flur mit Teppich.

 Draußen übt es sich am besten auf ebenem und trockenem Untergrund. fullscreen
Draußen übt es sich am besten auf ebenem und trockenem Untergrund. (©TURN ON 2016)

Wer draußen üben will, sollte auf einen ebenen Untergrund achten. Auf dem Rasen loszulegen, um nicht zu hart zu fallen, ist vermutlich keine gute Idee, da Unebenheiten am Anfang das Fahren noch deutlich erschweren. Besser ist es, sich mit einem ordentlichen Satz Schutzkleidung (Helm, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner) gegen blaue Flecken durch Stürze zu schützen. Denke daran, dass Du draußen zusätzlich vom Wetter abhängig bist. Nicht jedes E-Board ist vor Spritzwasser geschützt. Nasse Flächen sind darüber hinaus auch häufig rutschig.

3. Bitte eine zweite Person um Hilfe

 Frag am besten einen Freund, ob er Dir beim ersten Aufsteigen helfen kann. fullscreen
Frag am besten einen Freund, ob er Dir beim ersten Aufsteigen helfen kann. (©TURN ON 2016)

Das größte Problem für alle, die sich hier in der Redaktion auf das Hoverboard, wagten: das erste Aufsteigen. Sobald man nämlich einen Fuß auf das Board setzt, will es auf der Seite gleich losfahren – entweder vorwärts oder rückwärts. Das lässt sich aber auf einfache Art und Weise verhindert. Wer eine zweite Person bittet, ein Rad des E-Boards mit beiden Füßen zu blockieren, kann zunächst einmal in Ruhe aufsteigen und sich ausbalancieren.

4. Verlagere Deinen Schwerpunkt nach unten

 Auf jeder Art von Brett ist es ratsam, etwas in die Knie zu gehen. fullscreen
Auf jeder Art von Brett ist es ratsam, etwas in die Knie zu gehen. (©TURN ON 2016)

Bevor Du Dich jetzt nach vorne lehnst, um loszufahren, noch ein Tipp: Gehe etwas in die Knie. Der Tipp, seinen eigenen Schwerpunkt möglichst tief zu halten, gilt gleichermaßen für die Fortbewegung auf jeder Art von Brett. Ob Skateboard, Snowboard, Wakeboard oder Hoverboard: Wer in die Knie geht, ist agiler und kann besser auf die Bewegungen des Bretts unter den Füßen reagieren. Außerdem gehen Stürze dann oftmals günstiger aus.

5. Beginne mit kontrolliertem Geradeausfahren

 Achtung! Die meisten Hoverboards reagieren schon auf minimale Gewichtsverlagerungen. fullscreen
Achtung! Die meisten Hoverboards reagieren schon auf minimale Gewichtsverlagerungen. (©TURN ON 2016)

Jetzt kann es aber wirklich mal losgehen! Allerdings solltest Du Deine Füße nicht gleich voller Elan nach vorne neigen. Da das E-Board in der Regel schon auf kleinste Fußbewegungen und Gewichtsverlagerungen reagiert, reicht es anfangs oft, nur an eine bestimmte Bewegung zu denken. Taste Dich also langsam an das Verhalten des Hoverboards heran und teste vorsichtig aus, wie schnell das Board bei welchem Grad der Fußneigung wird.

6. Bekomme ein Gefühl für Kurven & Drehungen

 Um sich zu drehen, muss man einen Fuß vor- den anderen zurückneigen. fullscreen
Um sich zu drehen, muss man einen Fuß vor- den anderen zurückneigen. (©TURN ON 2016)

Hast Du das erst einmal raus, kannst Du Dich an die ersten Kurven und Drehungen wagen. Um beim Geradeausfahren leicht nach links oder rechts zu lenken, musst Du den entsprechenden Fuß ein klein wenig weiter nach vorn neigen als den anderen – allerdings nur minimal. Für eine Drehung auf der Stelle, neige einen Fuß leicht nach vorn, den anderen nach hinten. Das funktioniert natürlich in beide Richtungen und mit unterschiedlichem Tempo.

7. Übe das Auf- und Absteigen ohne Hilfe

Das Fahren klappt? Prima, dann kannst Du Dich nun an die nächste Hürde wagen, die in unserem Test anfangs für besorgte Gesichter sorgte: das sichere Auf- und Absteigen. Jedes Mal, wenn ich vom Cat 2Droid absteigen wollte, flog das Board in die eine und ich in die andere Richtung. Denn beim Absteigen hat man wieder das Problem vom Anfang: Steht man nur mit einem Fuß drauf, ist das Ausbalancieren umso schwerer und das Brett fährt unkontrolliert in die eine oder andere Richtung. Das Ausbalancieren ist anfangs zudem eher kontraintuitiv. Eigentlich will man das Board ja von sich weg schieben, wenn es auf einen zugefahren kommt. Wer dann den Fuß nach hinten neigt, um es aufzuhalten, verstärkt den Effekt natürlich.

Halte Dich zunächst an einer Wand oder einem Geländer fest. fullscreen
Halte Dich zunächst an einer Wand oder einem Geländer fest. (©TURN ON 2016)
Balanciere den ersten Fuß aus. fullscreen
Balanciere den ersten Fuß aus. (©TURN ON 2016)
Ziehe dann den zweiten Fuß nach. fullscreen
Ziehe dann den zweiten Fuß nach. (©TURN ON 2016)
Klappt das? Dann halte Dich beim nächsten Versuch etwas weniger fest. fullscreen
Klappt das? Dann halte Dich beim nächsten Versuch etwas weniger fest. (©TURN ON 2016)

Also lautet unser Tipp: Halte Dich an einer Wand oder einem Geländer fest, setze einen Fuß auf das E-Board und konzentriere Dich dabei ganz auf das Ausbalancieren mit dem ersten Fuß. Bewegt sich das Board weder vorwärts noch rückwärts, setze schnell den zweiten Fuß auf seinem Platz ab. Versuche aber weiterhin, die Balance zu wahren und nicht gleich loszufahren. Das Absteigen übst Du auf die gleiche Weise – nur eben rückwärts. Klappt das, kannst Du Dich jedes Mal etwas weniger an Wand oder Geländer festhalten. Irgendwann klappt es dann ganz ohne Hilfe – gib nicht auf!

Zusammenfassung

  1. Hoverboards dürfen nicht im Straßenverkehr genutzt werden
  2. Suche dir daher einen ebenen Platz auf Privatgrund, in Innenräumen sollten keine Möbel im Weg stehen
  3. Das Aufsteigen ist einfacher, wenn eine zweite Person ein Rad des E-Boards blockiert
  4. Gehe etwas in die Knie, um agiler zu sein
  5. Neige die Füße nun etwas nach vorn, um vorwärts zu fahren und bekomme ein Gefühl für die Geschwindigkeit
  6. Übe Kurven und Drehungen, indem Du die Füße in unterschiedliche Richtungen neigst
  7. Halte Dich erst an einer Wand fest, um Auf- und Absteigen zu üben und lasse die Hilfe später weg

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