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Intel-Prozessoren-Liste: Chip-Typen und -Generationen in der Übersicht

Welcher Intel-Prozessor soll es sein?
Welcher Intel-Prozessor soll es sein?

Die Liste der aktuellen Intel-Prozessoren ist lang. Aber was verbirgt sich hinter Typenbezeichnungen wie "Core i5" oder "Pentium" und was sagt das über Leistung und Einsatzzweck aus? Hier erfährst Du es.

Wer sich für einen neuen Desktop-PC, Laptop oder auch für ein Tablet entscheidet, muss sich zwangsläufig Gedanken darüber machen, welche Hardware es denn sein soll. Besonders bei den Prozessoren ist es nicht immer leicht, den Überblick darüber zu behalten. Allein Intel bietet mehrere Klassen an, die sich in Preis, Leistung und Anwendungszweck unterscheiden. Wir geben einen Überblick.

Intel Atom: Für Tablets und Netbooks

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Atom-Prozessoren kommen in sehr kleinen Convertibles zum Einsatz.

Die unterste Klasse in Intels aktuellem Prozessor-Lineup sind die Atom-Prozessoren. Sie wurden speziell für den Einsatz in mobilen Geräten wie Tablets oder 2-in1-Laptops entwickelt. Sie gelten als besonders energieeffizient und garantieren eine hohe Betriebsdauer vor allem im Standby-Betrieb. Allerdings müssen dafür Abstriche bei der Leistung gemacht werden. Die aktuelle Atom-Generation gliedert sich in die Modelle Atom x3, Atom x5 und Atom x7. Dabei handelt es sich um Zwei- oder Vierkern-Prozessoren.

Intel Celeron: Low-End für Laptops und Mini-PCs

Bei den Intel-Celeron-Prozessoren handelt es sich um Chips im unteren Leistungsbereich, die vor allem dank des niedrigen Preises attraktiv sind. Es handelt sich ausschließlich um Zwei- bis Vierkern-Prozessoren. Sie kommen hauptsächlich in günstigen Laptops und teilweise auch in kompakten Mini-PCs zum Einsatz. Für Office-Anwendungen oder Online-Anwendungen reicht ihre Leistung meist aus. Oft werden Celeron-Chips beispielsweise in Chromebooks verwendet, wo sie in den meisten Fällen für eine schnelle Performance sorgen.

Intel Pentium: Für Mobilgeräte und Notebooks

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Das Surface Go ist mit einem Intel-Pentium-Gold-Prozessor ausgestattet.

Die Pentium-Reihe ist der Celeron-Serie sehr ähnlich, rangiert jedoch leicht über dieser. Auch in dieser Produktfamilie finden sich ausschließlich Dual- und Quad-Core-Chips. Aktuell teilt der Hersteller seine Pentium-Prozessoren in zwei Kategorien: "Gold" und "Silver". Beide haben technisch gar nicht so viele Gemeinsamkeiten: Während die Pentium-Gold-Chips auf einer abgespeckten Core-Architektur basieren, sind die Silver-Varianten im Prinzip aufgebohrte Atom-Chips. Auch die Pentium-Prozessoren finden sich überwiegend in günstigen Notebooks, Tablets und 2-in1-Geräten.

Intel Core m3: Mittelklasse für Mobilgeräte

Die Core-m-Reihe wurde von Intel vor allem für den Einsatz in leistungsfähigeren Mobilgeräten konzipiert. Die Chips sollen sowohl in Tablets als auch in sehr flachen Notebooks eingesetzt werden. Verglichen mit den höher getakteten Core-i-Prozessoren sind sie energieeffizienter aber weniger leistungsfähig. Aktuell bietet Intel nur noch die Variante Core m3 an, bei der es sich um eine Dual-Core-CPU mit vier Threads handelt.

Intel Core i3: Einstieg in die Mittelklasse

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Intel-Prozessoren der Core-i-Reihe sind weit verbreitet.

Die Prozessoren der Core-i-Reihe sind wohl die bekanntesten von Intel. Sie finden sich in Mobilgeräten wie dem Microsoft Surface, in zahlreichen hochpreisigeren Laptops und auch in High-End-Desktop-Systemen. Den Einstieg markiert die Core-i3-Serie.

Die Core-i3-Chips gibt es mit zwei oder vier Rechenkernen, wobei auch die Dual-Core-Varianten vier Threads für parallele Rechenprozesse besitzen. Sie kommen mit 4 bzw. 8 MB an Cache-Speicher daher und unterstützen nur Arbeitsspeicher-Ausstattungen bis zu 16 GB. Eingesetzt werden die Core-i3-Prozessoren vor allem in günstigen Desktop-Workstations und in Mittelklasse-Laptops. Auch das neue Surface Pro 7 von Microsoft kommt in seiner kleinsten Ausstattung mit einem Core-i3-Prozessor daher.

Intel Core i5: Der Allrounder für (fast) Alles

Die Core-i5-Prozessoren werden in der Praxis für so ziemlich alles genutzt. Vom schlanken 2-in1-Gerät über den Bürorechner bis hin zum Gaming-PC finden sich Chips der i5-Serie praktisch überall. Angeboten werden diese wahlweise mit vier oder sechs Rechenkernen und bis zu acht Threads. Einige Modelle mit der Zusatzbezeichnung "K" lassen sich zudem übertakten, was diese insbesondere für Gamer interessant macht.

Intel Core i7: Zwischen Oberklasse und High-End

Die Core-i7-Prozessoren stellen für die meisten Anwendungsszenarien das oberste Leistungsspektrum dar. Wahlweise gibt es diese mit bis zu acht Rechenkernen und Taktraten von bis zu 4,90 GHz. Zum Einsatz kommen die i7-Chips vor allem in Workstations und in Gaming-Rechnern – sowohl im Desktop- als auch im Laptop-Bereich.

Intel Core i9: Für maximale Power

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Der Core i9 ist einer der leistungsstärksten Prozessoren.

Wer ganz viel Power will, greift im Intel-Portfolio mittlerweile zum einem Core i9. Diese Prozessorklasse bündelt in der aktuellen Generation acht Kerne und 16 Threads und erreicht Taktraten von bis zu 5,00 GHz. Beliebt sind die Core-i9-Chips vor allem bei Gamern und bei Nutzern, die generell sehr rechenintensive Arbeiten am PC erledigen.

Intel Core X: Der Prosumer-Prozessor

Einen Core X brauchen wohl nur die allerwenigsten Privatanweder. Hier lässt Intel die Muskeln spielen und packt zehn oder sogar 18 Rechenkerne (im Falle des Intel Core i9-10980XE) in einen Chip. Damit sind es die perfekten Prozessoren für Multitasker. Die Taktraten sind dabei nicht zwangsläufig höher als bei Core-i7- oder Core-i9-Prozessoren, dafür gibt es aber mehr PCIe-Lanes und die Möglichkeit, noch mehr RAM auf das Mainboard zu packen.

Intel Xeon: Für Server und Workstations

Einen Prozessortyp, den man ebenfalls hin und wieder antrifft, ist der Intel Xeon. Dieser ist jedoch vom Hersteller vornehmlich für Server und Workstations vorgesehen und richtet sich eher nicht an Privatanwender. Grundsätzlich basieren aktuelle Xeon-Prozessoren auf der gleichen Architektur wie die jeweiligen Core-i-Chips – oft mit mehr Rechenkernen oder -Threads. Xeon-Chips sind grundsätzlich auf einen 24-Stunden-Betrieb und auf viele parallel laufende Operationen ausgelegt. Tatsächlich verschwimmen die Grenzen zwischen Xeon- und Core-Prozessoren jedoch zunehmend.

Welche Prozessor-Generationen gibt es?

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Mittlerweile befinden sich die Core-Prozessoren schon in der zehnten Generation.

Vor allem die Prozessoren der Intel-Core-Reihe werden im Jahrestakt neu aufgelegt und weiterentwickelt. Verbessert werden dabei unter anderem die Leistung und die Energieeffizienz. Ein Intel  Core i5 der achten Generation ist also etwas leistungsfähiger und effizienter als einer der fünften Generation. Aktuell (Stand: November 2019) ist der Hersteller dabei, die zehnte Generation auszurollen.

Aus welcher Generation ein Prozessor stammt, lässt sich bei Intel immer an der ersten Zahl hinter dem Bindestrich erkennen. Beispiele gefällig?

  • Intel Core i3-8100T = achte Generation
  • Intel Core i7-9700K = neunte Generation
  • Intel Core i5-10210Y = zehnte Generation

Was bedeuten die Buchstaben U, Y, T, Q, H, G und K?

Hinter der Nummernbezeichnung der Intel-Prozessoren stehen oftmals noch Buchstaben. Auch diese haben eine spezielle Bedeutung.

  • U = äußerst energieeffizient
  • Y = extrem energieeffizient
  • T = energieoptimiert
  • Q = Quad-Core
  • H = hohe Grafikleistung der internen GPU
  • G = integrierte Grafik
  • K = kann übertaktet werden
  • F = Ohne integrierte Grafik

Zusammenfassung

Intel bietet eine Vielzahl an Prozessoren für Desktop-PC, Laptops und sogar Tablets an. Diese teilen sich in verschiedene Leistungsklassen auf, wobei die Atom-Prozessoren das untere Leistungsspektrum repräsentieren und die Core-i-Prozessoren die Spitze. Anhand der Bezeichnung der Prozessoren lassen sich dabei verschiedene Informationen ablesen – beispielsweise das Alter der Architektur oder die Leistungsfähigkeit.

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