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iPhone 8 vs. iPhone X: Soll ich auf das teure OLED-Modell warten?

Wir verraten, ob es sich lohnt, auf das iPhone X zu warten.
Wir verraten, ob es sich lohnt, auf das iPhone X zu warten. (©Apple 2017)

Jetzt das iPhone 8 kaufen oder lieber auf das iPhone X warten? Vor dieser Entscheidung dürften aktuell viele Apple-Fans stehen. Doch was spricht eigentlich dafür, auf das teure OLED-Modell zu warten? 

1. Display: Mehr Pixel und mehr Bildschirmdiagonale

Wohl der größte Unterschied zwischen dem iPhone 8 und dem iPhone X: das Display. Während das iPhone 8 mit einem herkömmlichen LCD-Bildschirm aufwartet, ist das iPhone X das erste Smartphone der Kalifornier mit einem kontraststarken OLED-Panel. Dieses bietet 5,8 Zoll Bildschirmdiagonale und löst mit 2436 x 1125 Bildpunkten auf. Zum Vergleich: Das iPhone 8 bringt es auf 4,7 Zoll und eine Auflösung von 1334 x 750 Pixel. Damit verfügt das Jubiläums-Smartphone mit 458 ppi gegenüber den 326 ppi des iPhone 8 über eine deutlich höhere Pixeldichte. Doch in der Praxis dürfte selbst das geschulte Auge kaum einen Unterschied ausmachen.

Viel wichtiger stattdessen sind die Vorteile eines OLED-Bildschirms gegenüber einem klassischen LCD. So punktet das iPhone X vor allem mit besseren Farben, hoher Helligkeit und vor allem mit einem tiefen Schwarz. Das Kontrastverhältnis liegt bei 1.000.000:1, das iPhone 8 bringt es hingegen auf nur 1400:1. Ein Unterschied, den man nicht nur im direkten Vergleich sieht.

2. Design: Dicke Ränder gegen Randlos-Optik

 Die Screen-to-Body-Ratio des iPhone X weiß zu beeindrucken. fullscreen
Die Screen-to-Body-Ratio des iPhone X weiß zu beeindrucken. (©TURN ON 2017)

Ein großer Bildschirm allein ist bekanntlich nicht alles, auch das Drumherum muss stimmen – und das tut es beim iPhone X definitiv. Apple setzt bei seinem Topmodell auf einen fast rahmenlosen Bildschirm, der im oberen Displaybereich lediglich von einer kleinen Ausbuchtung unterbrochen wird. Die Screen-to-Body-Ratio dürfte damit noch beeindruckender als beim Galaxy Note 8 oder dem LG V30 ausfallen. Das iPhone 8 besitzt hingegen die gleichen dicken Displayränder, wie man es bislang von den Geräten der Kalifornier gewohnt war. Damit fällt das iPhone X etwas größer als das iPhone 8 aus, aber doch deutlich kompakter als das iPhone 8 Plus.

3. Leistung: Keine Unterschiede außer beim RAM

Allein aufgrund der Leistung muss sich niemand die Frage stellen, ob er lieber zum iPhone 8 oder iPhone X greifen sollte. Beide Smartphones werden vom neuen A11-Bionic-Chipsatz angetrieben, der mit sechs Rechenkernen ausgestattet ist. Dieser soll eine um bis zu 25 Prozent höhere Leistung als der Vorjahres-Chipsatz bieten. Wie üblich macht Apple zum verbauten Arbeitsspeicher keine Angaben. Beobachter gehen aber davon aus, dass das iPhone 8 mit 2 GB RAM augestattet ist, während im iPhone X 3 GB Arbeitsspeicher integriert sein sollen. Freilich dürfte dieser Unterschied im Alltag kaum spürbar sein.

iPhone 8 iPhone X
4,7 Zoll LCD mit 1334 x 750 Pixeln (326 ppi) 5,8 Zoll OLED mit 2436 x 1125 Pixeln (458 ppi)
A11 Bionic A11 Bionic
(vermutlich) 2 GB Arbeitsspeicher (vermutlich) 3 GB Arbeitsspeicher
64 GB und 256 GB 64 GB und 256 GB
Touch ID Face ID
12-MP-Hauptkamera und 7-MP-Frontkamera 12-MP-Dual-Kamera und 7-MP-Frontkamera mit TrueDepth-Technologie
799 Euro bzw. 969 Euro 1149 Euro bzw. 1319 Euro

4. Herkömmliche Kamera gegen TrueDepth-Cam

Das iPhone 8 besitzt eine herkömmliche Kamera mit 12 Megapixeln, das iPhone 8 Plus und das iPhone X haben hingegen eine Dual-Kamera verbaut. Mit dem iPhone X lassen sich Porträtaufnahmen anfertigen und Objekte mit einem optischen Zweifach-Zoom heranholen. Die gravierenden Unterschiede offenbaren sich erst bei einem Blick auf die Frontkamera. Zwar kommt sowohl beim iPhone 8 als auch beim iPhone X eine 7-MP-Selfie-Cam zum Einsatz.

 Die Frontkamera des iPhone X verfügt über eine Tiefenerfassung, mit deren Hilfe sich sogenannte Animojis erstellen lassen. fullscreen
Die Frontkamera des iPhone X verfügt über eine Tiefenerfassung, mit deren Hilfe sich sogenannte Animojis erstellen lassen. (©Apple 2017)

Doch das OLED-Modell verfügt über eine sogenannte TrueDepth-Kamera. Das System besteht aus einem Punktprojektor, einer Infrarotkamera und einem Infrarotbeleuchter. In Kombination mit dem A11 Bionic kann es das Gesicht des Nutzers präzise kartografieren und erkennen. Dadurch verfügt das iPhone X nicht nur über eine Gesichtserkennung, sondern auch über ein nettes Gimmick namens Animojis. Die Frontkamera des iPhone X kann mehr als 50 verschiedene Gesichtsmuskelbewegungen analysieren und diese in Animojis animieren. Per iMessage kannst Du Deinen Kontakten so animierte Emojis mit einer persönlichen Note schicken.

5. Touch ID versus Face ID

 Nur das iPhone X lässt sich per Face ID entsperren. fullscreen
Nur das iPhone X lässt sich per Face ID entsperren. (©Apple 2017)

Die TrueDepth-Kamera ist zudem die Grundlage für die integrierte Gesichtserkennung des iPhone X. Aufgrund des nahezu randlosen Designs hatte ein physischer Home-Button mit Touch ID keinen Platz mehr auf der Front, weswegen das Smartphone jetzt einfach mit dem Gesicht entsperrt werden kann. Auf der Keynote hob Apple hervor, dass Touch ID schon äußerst sicher sei, doch mit Face ID habe man ein noch sicheres System erschaffen. In Kombination mit Apple Pay, auf das deutsche Nutzer weiterhin warten müssen, können so mobile Zahlungen bequem durch die Gesichtserkennung autorisiert werden.

6. Fazit: Wer randlos mag, wird das iPhone X lieben

Während das iPhone 8 schon ab 799 Euro zu haben ist, muss man für das iPhone X mindestens 1149 Euro auf den Tisch legen – eine satte Differenz von 350 Euro. Ob ein neues schlankes Design, eine innovative Frontkamera mit Gesichtserkennung und ein kontrastreiches OLED-Panel diesen Aufpreis rechtfertigen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Rein von der Leistung muss niemand auf das iPhone X warten, denn auch das iPhone 8 bietet so ziemlich die gleiche Power. Für die meisten dürften daher nicht unbedingt die Leistung oder Face ID ausschlaggebend sein – sondern vor allem das elegante Design mit den äußerst schmalen Displayrändern. Wer für diese Ausstattung auch einen ordentlichen Preisaufschlag nicht scheut, der kann bedenkenlos zuschlagen. Er bekommt das wohl beste Smartphone, das Apple jemals gebaut hat – und das exklusivste.

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