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iPod-Modelle: Eine Chronologie des Kult-Musikplayers von Apple

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Der iPod prägte eine ganze Generation von Musik-Fans weltweit.

Anfang des Jahrtausends verhalf er Apple zu einem unverhofften Comeback: der iPod. Schnell avancierte der Musikplayer zu einem echten Liebling für Musik-Fans weltweit – heute spielt er nur noch eine untergeordnete Rolle. Wir haben für Dich noch einmal alle wichtigen iPod-Modelle von Apple in chronologischer Reihenfolge zusammengefasst.

iPod 2001

Fakten

Kapazität: 5 und 10 GB
Audioformat: MP3, WAV, AIFF
Farbe: Weiß
Display: 2 Zoll mit 160 x 128 Pixel
Akkulaufzeit: 10 Stunden

2001 fiel der Startschuss für den iPod. Er war sozusagen der Rettungsanker für Apple, da es damals um das Unternehmen nicht allzu gut bestellt war. Der erste iPod hatte ein Scroll-Wheel, umgeben von vier Hardware-Taste und einem Button in der Mitte, um Objekte auszuwählen. Er war beileibe nicht der erste MP3-Player, aber er hatte gegenüber den Konkurrenten entscheidende Vorteile. Er war kompakter und vor allem einfacher zu bedienen, weswegen der erste iPod schnell populär würde.

Als Hemmschuh für den großen Durchbruch hatte sich jedoch eine Sache herauskristallisiert: es handelte sich um ein Mac-Produkt, Windows-Nutzer blieben außen vor. Da es seinerzeit auch noch keinen iTunes Store gab, musste Musik von CDs oder anderen Quellen erst importiert werden.

iPod 2. Generation 2002

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Der erste iPod mit Windows-Support.

Fakten

Kapazität: 5, 10 und 20 GB
Audioformat: MP3, WAV, AIFF, Audible (Mac)
Farbe: Weiß
Display: 2 Zoll mit 160 x 128 Pixel
Akkulaufzeit: 10 Stunden

Weniger als ein Jahr nach dem Release des ersten iPods veröffentlichte Apple die zweite Generation. Die wartete nicht nur mit mehr Speicher und einem Touch-sensitiven Rad auf, sondern vor allem mit: Windows-Unterstützung. Womit der iPod auch für die breite Masse interessant wurde.

Optisch unterscheidet sich die zweite Generation nicht großartig vom Original, Apple hat dieser Ausführung jedoch rundere Ecken auf der Front spendiert. Zudem wurde der iPod der 2. Generation in Sondereditionen angeboten, etwa mit eingravierten Unterschriften von Madonna oder Tony Hawk.

iPod 3. Generation 2003

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Der iPod der dritten Generation hatte ein schlankeres Gehäiuse.

Fakten

Kapazität: 10, 15, 20, 30 und 40 GB
Audioformat: MP3, WAV, AIFF, AAC (Mac)
Farbe: Weiß
Display: 2 Zoll mit 160 x 128 Pixel
Akkulaufzeit: 8 Stunden

Einen Designwechsel hat Apple mit der dritten Generation vollzogen: Das Gehäuse war fortan schlanker und hatte noch abgerundetere Ecken, zudem wurde das Touch-Wheel eingeführt, womit Nutzer per Berührung durch Menüs und Alben navigieren konnten. Zugleich wurden Menütasten aus dem Wheel herausgelöst und oberhalb der Steuerungstasten platziert.

Mit diesem Modell führte Apple zudem den Dock Connector an der Unterseite des Gehäuses ein, was zugleich der Standard für kommende iPods und andere Geräte von Apple wurde, etwa das iPhone. Zudem wurde mit dem Release des dritten iPods der iTunes Store gestartet, mit dem Nutzer auf Knopfdruck Songs oder ganze Alben herunterladen und diese mit dem iPod synchronisieren konnten. Monate später wurde schließlich iTunes für Windows eingeführt.

iPod 4. Generation 2004

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Mit der vierten Generation wurde das legendäre Click-Wheel eingeführt.

Fakten

Kapazität: 20, 30, 40 und 60 GB
Audioformat: MP3, WAV, AIFF, AAC, Apple Lossless, Audible
Farbe: Weiß, Rot und Schwarz
Display: 2 Zoll mit 160 x 128 Pixel
Akkulaufzeit: 12 Stunden

2004 hatte Apple dem iPod abermals ein neues Design spendiert (ja, früher war man in dieser Hinsicht noch experimentierfreudiger, während heute oftmals einige Jahre lang an einem Design festgehalten wird). Es war auch das erste Modell der Hauptreihe mit dem legendären Click-Wheel, das gleichzeitig auf Berührungen wie auch auf Eingaben reagierte.

Die vierte Generation wurde in zahlreichen Sondereditionen angeboten, darunter eine U2- oder auch Harry-Potter-Edition. Ein Ableger der Serie war zudem der iPod Photo, der, wie schon der Name suggeriert, Bilder auf einem Farbdisplay anzeigen konnte.

iPod von HP

Apple ist nicht gerade bekannt dafür, hauseigene Technologien an andere Unternehmen zu lizenzieren – im Fall des iPods tat man es allerdings doch. Denn: 2004 hat Apple dem Computerhersteller HP erlaubt, seinen eigenen iPod zu bauen. Viele Unterschiede gab es jedoch nicht, im Prinzip handelte es sich schlicht um einen iPod mit HP-Branding. Zeitweise machten die HP-iPods sogar rund 5 Prozent aller iPod-Verkäufe aus (via AppleInsider).

Nach nicht einmal 18 Monaten wurde das Experiment aber wieder beendet, auch, weil Apples Bedingungen wohl als schwierig galten. Übrigens: Nach diesem iPod hat nie wieder ein anderes Unternehmen eine Lizenz zur Herstellung erhalten. Auch andere Apple-Produkte wurden anschließend nie wieder lizenziert.

iPod 5. Generation 2005

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Konnte sogar Videos wiedergeben: der iPod der fünften Generation.

Fakten

Kapazität: 30, 60 und 80 GB
Audioformat: MP3, WAV, AIFF, AAC, Apple Lossless, Audible
Farbe: Weiß und Schwarz
Display: 2,5 Zoll mit 320 x 240 Pixel
Akkulaufzeit: 14 Stunden oder 18 Stunden (60 & 80 GB)

Der iPod der fünften Generation konnte neben Fotos auch Videos wiedergeben, was auf dem Screen mit 2,5 Zoll aber primär ein nettes Gimmick war. Der Player hatte ein kleineres Click-Wheel und einen insgesamt flacheren Look, auch eine U2-Sonderedition wurde zum Start angeboten. Zudem konnten über iTunes heruntergeladene Videos auf dem iPod angeschaut werden.

iPod Classic 6. Generation 2007

Fakten

Kapazität: 80, 120 und 160 GB
Audioformat: MP3, WAV, AIFF, AAC, Apple Lossless, Audible
Farbe: Weiß, Rot und Schwarz
Display: 2 Zoll mit 160 x 128 Pixel
Akkulaufzeit: 30 Stunden (80 GB), 36 Stunden (120 GB) und 40 Stunden (160 GB)

Der iPod Classic aus dem Jahr 2007 war zugleich der letzte klassische iPod . Den Classic-Zusatz erhielt der Player, um sich von anderen Produkten abzusetzen, die in diesem Zeitraum ebenfalls veröffentlicht wurden – etwa der iPod touch. Dieser konnte Musik, Videos und Hörbücher wiedergeben.

Zudem wurde das berühmte Cover Flow eingeführt, bei dem Nutzer einfach durch die verschiedenen Alben in einer hübschen Ansicht navigieren konnten. 2014 wurde der iPod Classic schließlich eingestellt, längst hatten Smartphones klassischen MP3-Playern den Rang abgelaufen.

iPod touch 2007

2007 brachte Apple den iPod touch heraus – ein deutlich abgespecktes iPhone, wenn man so will ... vor allem auch optisch. Zwar läuft ein vollwertiges iOS auf den touch-Modellen, ein Mobilfunkchip fehlt jedoch. Zudem sind iPod-touch-Modelle nicht so leistungsstark wie das jeweils aktuelle iPhone. Dafür ist er deutlich günstiger und sogar etwas flacher gebaut. Mittlerweile ist die siebte Generation erschienen. Es ist das einzig aktuelle Apple-Produkt, das den Namen iPod weiterleben lässt – auch wenn der touch mit dem eigentlichen iPod kaum noch etwas gemein hat. Das einzige, was sie verbindet, ist die Musik.

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