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Keine Werbung mehr: 5 nützliche Tipps gegen E-Mail-Spam

Wir geben Tipps gegen Spam-Mails.
Wir geben Tipps gegen Spam-Mails. (©TURN ON 2017)

E-Mail-Spam kann gewaltig nerven, die Werbeflut ist wirklich lästig. Besonders dann, wenn die normalen Mails in der Flut der Viagra-Angebote oder der hohen Erbschaften in Afrika völlig untergehen. Aber man kann sich wehren. Mit diesen fünf Tipps kannst Du die Anzahl der Spam-Mails in deinem Postfach stark reduzieren.

Aber gleich noch eine bittere Wahrheit: Obwohl sich die Spam-Flut eindämmen lässt, ist es nicht möglich, diese komplett zu reduzieren. Was man erreichen kann, ist den Spam so weit wie möglich herauszufiltern – aber auch das kann nicht eingeplante Konsequenzen haben.

Die Hauptwaffe gegen den Spam ist der sogenannte Filter des Mailprogramms, der bei eingehenden Nachrichten die unerwünschte Werbung erkennt und derartige Mails in einen separaten Ordner verschiebt. Aber: Dieser Filter kann Fehler machen, und dann landen auch einige "echte" Mails in dem Spam-Ordner. Diese Fehler kommen immer wieder vor, denn die Spammer versuchen immer neue Tricks, um die Filter zu umgehen.

Tipp 1: Den Spam-Filter trainieren

Wenn Du Spam in Deinem Postfach findest: nicht löschen! Wähle die Nachrichten aus und teile dem Mailprogramm mit, dass es sich um Spam handelt. Dadurch kann dieses Programm "lernen", was Du als unerwünschte Werbung betrachtest und wird immer besser darin, normale Mails von Spam-Mails zu unterscheiden. Wie das Training funktioniert, hängt davon ab, mit welchem Programm Du Deine Mails liest. Bei Gmail etwa geht das mit der Schaltfläche die aussieht wie ein Stoppschild mit Ausrufezeichen.

 Mit dieser Schaltfläche kann man seinen Spam-Filter trainieren. fullscreen
Mit dieser Schaltfläche kann man seinen Spam-Filter trainieren. (©TURN ON 2017)

Außerdem ist es notwendig, das Mailprogramm auch in Sachen Fehlalarme zu trainieren. Sollten im Spam-Ordner viele Mails landen, die kein Spam sind, kann man die Erkennung dadurch verbessern, indem man dem Programm die Fehler mitteilt. In Gmail wählt man dazu die betreffende Mail aus und klickt dann auf den "Kein Spam Button". Normale E-Mail-Clients können auf diese Weise gut lernen.

Tipp 2: Nicht auf die Tricks der Spammer hereinfallen

Damit der Spam in Deinem Postfach ankommt, benutzen Werbemail-Versender diverse Tricks: Wer in einer Spam-Mail auf einen Link klick, bestätigt damit unter Umständen, dass es die Mailadresse wirklich gibt – und bekommt noch mehr Spam. Daher gilt: Wenn Du eine Mail als Spam erkennst, bevor Du sie öffnest – öffne sie nicht. Und wenn Du die E-Mail schon geöffnet hast, dann klicke nicht auf einen Link oder eine Schaltfläche. Denn das ist vielleicht genau das, was der Absender will. Und auf keinen Fall darfst Du eine Datei herunterladen, die in einer Spam-Mail verlinkt ist, darin kann sich unter Umständen ein Programm verbergen, das dafür sorgt, dass Du noch mehr Spam bekommst.

Solltest Du eine Spam-E-Mail von jemandem bekommen haben, den Du kennst, also etwa einem Kollegen oder einem Bekannten, dann solltest Du diesen Menschen so schnell wie möglich darüber informieren, dass möglicherweise sein Mail-Account gehackt wurde.

 Wenn plötzlich viele Spams eintrudeln, bist Du vielleicht auf einen Spammer hereingefallen. fullscreen
Wenn plötzlich viele Spams eintrudeln, bist Du vielleicht auf einen Spammer hereingefallen. (©Pexels 2017)

Tipp 3: Verstecke Deine Mailadresse, wo es nur geht

Umso mehr Leute Deine Mailadresse haben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du Spam bekommst. Daher gilt: Halte Deine Adresse so geheim wie nur möglich. Poste sie niemals auf Facebook oder in Foren  oder in Blog-Kommentaren öffentlich. Nur wenn es unbedingt sein muss, solltest Du die Adresse veröffentlichen. Tipp: Lege Dir eine zweite Mailadresse an, die Du für Bestellungen, Gewinnspiele und Foren benutzt und bei der es nicht so schlimm ist, wenn Spam-Mails dort ankommen.

Tipp 4: Benutze einen Extra-Spamfilter

Die meisten Sicherheits-Suites haben nicht nur ein Anti-Virus-Programm, sondern auch einen zusätzlichen Spamfilter im Angebot. Damit lässt sich der im Mailprogramm eingebaute Filter ergänzen – aber nur dann, wenn Du ein lokales Mailprogramm benutzt. Mit Gmail etwa klappt das nicht, aber dafür zum Beispiel mit dem Office-Mailprogramm Outlook.

Tipp 5: Ändere deine Mailadresse

Das ist die allerletzte Möglichkeit, wenn sonst nichts mehr hilft, um der Spam-Flut Herr zu werden. Wenn Du in der Vergangenheit zu freigiebig mit deiner Mailadresse umgegangen bist oder auf Spam-Mails geantwortet hast, ist die Adresse womöglich in große Sammlungen gewandert, die regelmäßig auch an Werbe-Spammer verkauft werden. In diesem Fall kann es die beste Maßnahme sein, die Adresse aufzugeben.

Natürlich musst Du alle wichtigen Kontakte informieren, und kannst beide Adressen für einige Monate parallel betreiben, damit Dir niemand durch die Lappen geht. In jedem Fall wird Dein Spam-Aufkommen drastisch sinken, wenn Du die Adresse aufgibst.

Zusammenfassung

  1. Die Hauptwaffe gegen Spam ist der Filter des Mailprogramms
  2. Online- wie auch Lokale Mailprogramme haben in der Regel gute und lernfähige Filter
  3. Damit der Filter funktioniert, muss er jedoch trainiert werden – das passiert sowohl mit Spam-Mails wie auch mit Fehlalarmen
  4. Darüberhinaus ist es wichtig, dass man nicht zu freigiebig mit seiner Mailadresse umgeht. Am besten wird diese regelrecht versteckt
  5. Wenn auch ein zusätzlicher Spam-Filter nicht hilft, muss man seine Mailadresse ändern
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