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Kurzdistanzbeamer: Was bringt die Technik & welche Modelle gibt es?

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Moderne Beamer wie der LG HF60LSR bringen Smart-TV-Funktionen mit.

Kurzdistanzbeamer werfen aus geringem Abstand ein großes Bild an die Wand. Die Technik hat verschiedene Vor- und Nachteile, die Du hier erfährst. Außerdem stellen wir einige Modelle von Full HD bis 4K vor.

Vorteile von Kurzdistanzbeamern

Steht der Beamer direkt vor der Wand oder zumindest nahe dran, dann besteht nicht die Gefahr, dass jemand durch das Bild läuft. Keine Schatten mehr beim Höhepunkt des Films oder bei einer dramatischen Gaming-Session. Trotzdem ist das Bild so groß wie bei einem herkömmlichen Beamer.

Kurzdistanzprojektoren sind vor allem für gesellige Gamer und für jene eine gute Wahl, die eine kleine Wohnung haben oder ein Eigenheim, das aus anderen Gründen eine Installation eines normalen Beamers nicht erlaubt.

Nachteile von Kurzdistanzprojektoren

Preislich sind Kurzdistanzbeamer ein wenig teurer als herkömmliche Modelle. Außerdem werden sie in der Regel nicht so hell wie herkömmliche Projektoren. Bei solchen Modellen bietet sich daher unter Umständen der Erwerb einer High-Gain-Leinwand an, die Helligkeitsverluste vermeidet. Diese Leinwände sind leider spürbar teurer als jene mit einem Gain von 1,0. Tatsächlich kann es daher die bessere Idee sein, mehr Geld für einen helleren Kurzdistanzbeamer auszugeben, um die Kosten für die Spezial-Leinwand zu vermeiden.

Schließlich hinken die Kurzdistanzbeamer bei neuen Beamer-Technologien wie 4K und HDR etwas hinterher. Die ersten Modelle dieser Art kommen gerade erst auf den Markt.

Beamer-Wissen

Gain: Ist die Größe, die das Licht-Abstrahlverhalten einer Leinwand kennzeichnet. 

Lens-Shift: Dadurch kannst Du das Bild verzerrungsfrei auf der Leinwand ausrichten, ohne den Beamer bewegen zu müssen.

Keystone-Korrektur oder Trapezkorrektur: Erzeugt eine künstliche Verzerrung, um die Verzerrung durch die Position des Beamers auszugleichen. Im Gegensatz zu Lens-Shift kommt es hier zu Qualitätseinbußen.

Acer H6517ST: Bietet viel fürs Geld

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Angesichts der Ausstattung ist der Acer H6517ST recht günstig.

Der Acer H6517ST projiziert aus einem Meter Entfernung ein Bild von über zwei Meter Größe. Dank einer Helligkeit von 3.200 ANSI Lumen gibt er sich auch mit einer gewöhnlichen Leinwand zufrieden für ein gut sichtbares Bild. Er unterstützt 3D-Filme mit 144 Hz für eine flimmerfreie Darstellung und Gamer freuen sich über den Support von Nvidia 3D Vision. Der Full-HD-Beamer bietet einen VGA-, zwei HDMI-1.4a- und einen RCA-Anschluss sowie einen Klinkeneingang und 1 x USB 2.0. Lens-Shift gehört leider nicht zur Ausstattung, sondern nur die Keystone-Korrektur.

Preis: Um die 600 Euro

BenQ TH671ST: Kurzdistanz für Gamer

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Mit einem geringen Input-Lag möchte der BenQ TH671ST Gamer überzeugen.

Der BenQ TH671ST richtet sich speziell an Gamer. Das bedeutet vor allem einen geringen Input-Lag von 16,67 Millisekunden und somit eine schnelle Darstellung von Eingaben auf der Leinwand. Andere Beamer liegen häufig über diesem Wert. Mit 3.000 ANSI-Lumen stimmt auch die Helligkeit. Ein Abstand von 1,5 Metern genügt, um ein 100 Zoll großes Bild an die Wand zu werfen. So kann niemand beim Bosskampf und beim "FIFA"-Turnier einen Schatten werfen. Dank zwei HDMI-Anschlüssen passen Konsole und PC an den Projektor und auch die 3D-Wiedergabe wird unterstützt.

Preis: Um die 670 Euro

LG HF60LSR: Sehr kompakt, aber geringe Helligkeit

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Die kleinen Ausmaße des LG HF60SLR haben eine geringe Helligkeit zur Folge.

Der LG HF60LSR mit Full-HD-Auflösung bietet einen integrierten Smart-TV und Media-Player und fällt durch seine besonders kompakte Größe auf.  Bluetooth wird für die Kopplung mit entsprechenden Kopfhörern und Lautsprechern unterstützt. Die Lebensdauer der LED-Lampen kann sich mit 30.000 Stunden sehen lassen, aber das hat seinen Preis: eine geringe Helligkeit von nur 1.000 Lumen. Da empfiehlt sich eine Hochkontrast-Leinwand. Trapezkorrektur, zwei HDMI- und zwei USB-Anschlüssen zählen immerhin auch zu den Features.

Preis: Um die 800 Euro

Optoma GT1080 Darbee: Full HD mit guter Helligkeit

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Beim Optoma GT1080 Darbee ist die "Darbee"-Bildoptimierung an Bord.

Der Optoma GT1080 Darbee vermeidet einen häufigen Nachteil von Kurzdistanzbeamern und bietet eine gute Helligkeit von 3.000 ANSI-Lumen. Er kann 3D-Filme wiedergeben und hat zwei HDMI-Anschlüsse an Bord. Lens-Shift gibt es leider nicht. Die interne Darbee-Bildverbesserung optimiert Schärfe und Farben. Ein Abstand von einem Meter genügt schon für ein 100-Zoll-Bild und neben zwei HDMI-Anschlüssen ist auch die kabellose Bildübertragung mit MHL eine Option.

Preis: Um die 800 Euro

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Xiaomi Mi Laser Projektor 150: Laser und HDR

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Der Xiaomi Mi Laser Projektor 150 unterstützt HDR.

Der Xiaomi Mi Laser Projektor 150 fällt durch seinen günstigen Preis auf – für einen Laser-Projektor. Von einem Abstand von 25 Zentimeter wirft er ein 100 Zoll großes Bild an die Wand und das mit einer enormen Helligkeit von 5.000 ANSI-Lumen. Das wäre für herkömmliche Beamer ein sehr guter Wert, für einen Kurzdistanzprojektor ist er herausragend. Die drei HDMI-2.0-Anschlüsse unterstützen HDR, obendrein ist der Beamer für die 3D-Wiedergabe gerüstet.  Aber selbst dieses Technik-Monster begnügt sich mit einer Full-HD-Auflösung.

Preis: Um die 1.600 Euro

Optoma UHZ65: 4K für 4.000 Euro

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Der Optoma UHZ65 ist einer der wenigen Kurzdistanz-Projektoren mit 4K-Auflösung.

Der Optoma UHZ65 kostet zwar deftige 4.000 Euro, bietet für den Preis aber auch moderne Technik. Es handelt sich nämlich um einen 3.000 Lumen hellen Laser-Beamer mit 4K-Auflösung. Aus einer Entfernung von gerade einmal 25 Zentimetern wirft der Beamer ein 100 Zoll großes Bild an die Wand. Mit nativem 4K löst dieses allerdings nicht auf, aber immerhin mit 2.716 x 1.528 Pixeln. Es kommt Pixel-Shifting zum Einsatz, um die noch höhere 4K-Auflösung zu erreichen.

Eine Stereo-Soundbar von Nuforce, ein LAN-Eingang, Pixel-Shift und eine Rec.-709-Farbraum-Kalibrierung zählen zur sehr guten Ausstattung. HDR10 und HLG werden auch unterstützt, darüber freuen sich die HDR-Fans. Sogar die Bedienung mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa ist möglich, Apps wie YouTube und Netflix finden sich im Optoma-Store.

Preis: Um die 4.000 Euro

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