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LG G8 ThinQ vs. LG V50 ThinQ: Was sind die Unterschiede?

Das LG G8 ThinQ und das LG V50 ThinQ sind sich auf den ersten Blick ziemlich ähnlich – doch einige Unterschiede gibt es dennoch.
Das LG G8 ThinQ und das LG V50 ThinQ sind sich auf den ersten Blick ziemlich ähnlich – doch einige Unterschiede gibt es dennoch.

Auf dem MWC 2019 hat LG gleich zwei neue Flaggschiffe enthüllt: Das LG G8 ThinQ und das LG V50 ThinQ. Auf den ersten Blick sind die Unterschiede gering. In einigen Features unterscheiden sich die beiden Topmodelle aber dennoch. Wir haben den Überblick parat.

Display: Beide Smartphones trennen nur 0,3 Zoll

Der wohl offensichtlichste Unterschied zwischen beiden neuen Flaggschiff-Smartphones von LG ist die Größe des OLED-Bildschirms: Das LG G8 ThinQ bringt es auf eine Diagonale von 6,1 Zoll, das LG V50 ThinQ hingegen auf 6,4 Zoll. Beide Smartphones kommen in der gleichen Designsprache daher und setzen auf einen Mix aus Glas und Aluminium. Sie haben zudem beide eine Notch im oberen Bildschirmbereich. Die Auflösung fällt mit 3120 x 1440 Pixeln in beiden Fällen identisch aus, bedingt durch die geringere Bildschirmfläche verfügt das LG G8 ThinQ aber über eine leicht höhere Pixeldichte (564 vs. 538 ppi) – Ein Unterschied, den das menschliche Auge aber nicht wahrnehmen kann.

Leistung: Identisch, aber das LG V50 ThinQ kann 5G

Die reine Leistung im Inneren unterscheidet sich zunächst nicht großartig. Beide Modelle haben den Qualcomm-Chipsatz Snapdragon 855 verbaut, der von 6 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die interne Speicherkapazität ist mit 128 GB ebenfalls identisch. Aber: Das LG V50 ThinQ hat zusätzlich noch ein Snapdragon-X50-5G-Modem integriert: Es unterstützt also den neuen 5G-Mobilfunkstandard, während das LG G8 ThinQ nur im herkömmlichen LTE-Netz funkt. Bedingt durch die unterschiedlichen Größen unterscheiden sich auch die Kapazitäten der Akkus: Das LG G8 ThinQ hat eine Batterie mit 3500 mAh integriert, das LG V50 ThinQ eine mit 4000 mAh.

Kameras: ToF-Kamera im LG G8 ThinQ für bessere Selfies

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Die ToF-Kamera des LG G8 ThinQ nimmt Porträtbilder mit bis zu 256 Intensitätsstufen auf.

Etwas Unklarheit herrscht bei den Hauptkameras. Eine Triple-Kamera für das LG V50 ThinQ ist gesetzt, beim LG G8 ThinQ soll diese aber wohl dem Heimatmarkt Südkorea vorbehalten bleiben. In allen anderen Regionen soll beim LG G8 ThinQ laut einem Bericht von Notebookcheck hingegen nur eine Dual-Kamera ihren Dienst verrichten, die sich aus Standard- und Weitwinkelobjektiv mit jeweils 12 MP zusammensetzt. Auf ein zusätzliches Teleobjektiv werden deutsche Käufer daher wohl verzichten müssen. Beim LG V50 ThinQ ist diese an Bord, zudem verfügt der Weitwinkelsensor mit 16 MP über eine höhere Auflösung.

Erhebliche Unterschiede gibt es bei den Frontkameras: Hier wartet das LG V50 ThinQ mit einer Dual-Kamera mit 8 und 5 MP auf, während das LG G8 ThinQ auf eine Kombination aus 8-MP-Sensor und Time-of-Flight-Kamera setzt. Somit profitieren Selfies von einer besseren Tiefe, da die Z-Kamera die von Objekten reflektierten Infrarotstrahlen misst. Die millimetergenaue Messung sorgt für eine Hintergrundunschärfe mit bis zu 256 Intensitätsstufen.

Features: Venenerkennungs-Technologie nur beim LG G8 ThinQ

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Das LG G8 ThinQ lässt sich mithilfe der Handvenen sicher entsperren.

Die ToF-Kamera des LG G8 ThinQ soll aber nicht schöne Selfies knipsen, sondern auch die Sicherheit für Besitzer des Geräts erhöhen. Das Modell hat die Gesichtserkennung namens "Face Unlock" integriert: Fälschungen mit zweidimensionalen Bildern eines Gesichts seien ausgeschlossen, da die Kamera 3D-Objekte erfassen kann. Zudem werde die Z-Kamera nicht durch Umgebungslicht in ihrer Genauigkeit negativ beeinträchtigt.

Doch noch interessanter als die reine Gesichtserkennung dürfte eine bislang noch nicht genutzte biometrische Entsperrmethode sein: Nämlich mittels der Venen in der Hand. Das LG G8 ThinQ ist somit das weltweit erste Smartphone mit integrierter Venenerkennungs-Technologie. Nutzer werden anhand der Form, Dicke und anderer individueller Merkmale der Handvenen identifiziert, was laut LG deutlich sicherer als ein herkömmlicher Fingerabdruck sei. Für die Identifizierung muss die Hand einfach nur vor die Frontkamera gehalten werden – alles völlig berührungslos.

Wenn Du lieber auf klassische Entsperrmethoden zurückgreifst, keine Sorge: Auf der Rückseite des LG G8 ThinQ sitzt auch ein herkömmlicher Fingerabdrucksensor. Das LG V50 ThinQ bietet hingegen nur eine normale Gesichtserkennung und einen gewöhnlichen Fingerabdrucksensor – eine Venenerkennung unterstützt das Modell nicht. Dafür hat das LG V50 ThinQ an anderer Stelle die Nase vorn: Du kannst das Smartphone mit einer optional erhältlichen Schutzhülle über einen speziellen Anschluss um einen zweiten Bildschirm mit 6,2 Zoll erweitern. In kompatiblen Spielen dient etwa ein Screen als Controller und das andere Display als Anzeige für den Inhalt.

Preis, Release und Farben: Vieles offen

Wann genau die beiden Smartphones in den Handel kommen, ist nicht bekannt. Auch zu möglichen Preisen äußerte sich LG bislang nicht. Das LG V50 ThinQ wird es in Astro Black zu kaufen geben, das LG G8 ThinQ hingegen in den Farben Carmine Red, New Aurora Black und New Moroccan Blue. Für das zweite Quartal ist außerdem noch der Release des LG G8s ThinQ geplant, das sich preislich etwas unter dem LG G8 ThinQ positionieren dürfte.

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