menu

Mac oder Windows: Welches System passt besser für mich?

Die Frage "Windows oder Mac" lässt sich nicht pauschal beantworten.

"Mac oder Windows?" ist eine Frage, die auch heute noch brandaktuell ist. Beide Systeme haben unbestritten ihre Vor- und Nachteile. Ob Windows oder Mac für Dich besser geeignet ist, ist vor allem eine Frage der persönlichen Vorliebe und Nutzung – und ob Du ein iPhone besitzt.

Einrichtung: Unkompliziert und schnell

Microsofts Sprachassistentin Cortana spricht jetzt auch deutsch. fullscreen
Windows 10 kann komplett per Sprachassistent Cortana eingerichtet werden.

Sowohl bei Windows als auch bei macOS gelingt die Einrichtung unkompliziert und schnell. Beide Betriebssysteme kannst Du auch ohne Microsoft- oder Apple-Account nutzen, das volle Potenzial wird jedoch erst ausgeschöpft, wenn man sich beim jeweiligen Hersteller registriert – etwa wenn es um das Synchronisieren oder das Nutzen von Sprachassistenten geht. Wenn Du willst, kannst Du Windows 10 sogar vollständig mithilfe von Microsofts Sprachdienst Cortana einrichten, alles bequem per Sprachbefehl. Beide Systeme installieren die Treiber für viele Zubehörgeräte vollkommen automatisch, ganz gleich, ob Maus, Tastatur oder Speicher.

Anmeldung und Startbildschirm

MacOS-Mojave-Home-App fullscreen
Ein klassisches Startmenü suchst Du auf dem Mac vergebens.

Natürlich kannst Du Dich sowohl auf dem Mac als auch unter Windows ganz klassisch mit Nutzername und Passwort anmelden. Besitzer eines MacBook Pro mit Fingerabdrucksensor könnten sich ungleich bequemer per Touch ID einloggen. Aber selbst wer ein iPhone oder eine Apple Watch sein Eigen nennt, kann seinen Mac über diese Geräte entsperren – sofern sie sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden.

Biometrische Entspermethoden hat auch Windows 10 an Bord, unter anderem eine Hello-Gesichtserkennung, die aber spezielle Hardware erfordert – eine klassische Webcam fällt somit raus. Somit ist die Gesichtserkennung von Windows derzeit noch auf eher hochpreisige Geräte beschränkt. Windows Hello unterstützt zugleich auch die Fingerabdruckerkennung, die etwa in Laptops wie dem HP Spectre 13 zum Einsatz kommt.

Nach dem Start begrüßt Dich Windows 10 mittlerweile wieder mit klassischem Start-Menü und der gewohnten Ansicht aller Programme samt schnellen Zugriff auf Dateiexplorer und Co. – beim Mac sieht es ganz anders aus. Hier siehst Du direkt nach dem Starten nur die Programme, die im Dock abgelegt wurden. Da der Platz dafür beschränkt ist, musst Du Dich tatsächlich auf die beliebtesten Anwendungen beschränken. Alternativ hast Du, wie auch bei Windows, einen Desktop zur Wahl, den Du mit Programmen, Dateien oder Verzeichnissen Deiner Wahl füllen kannst. Der Zugriff auf alle Apps unter macOS erfolgt über das Launchpad, das idealerweise einen Platz im Dock hat.

Geht es allein um die Hardware, ist Windows der klare Sieger. Während bei Macs die Auswahl naturgemäß beschränkt ist, findet man Windows-Rechner in allen erdenklichen Konfigurationen von den unterschiedlichsten Herstellern weltweit – hier ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Außerdem ist Windows deutlich vielseitiger und kommt in modifizierter Form etwa auch in der Mixed-Reality-Brille HoloLens, in diversen VR-Brillen oder auch im Einplatinen-Computer Raspberry Pi zum Einsatz. Nicht zu vergessen, dass deutlich mehr Zubehör mit Windows kompatibel ist.

Geht es um die reine Hardware im Inneren, gibt es ohnehin kaum noch Unterschiede – spätestens seit dem Wechsel von PowerPC-Prozessoren auf Chips von Intel im Jahr 2006. Auch sonst kannst Du bei Windows-Rechnern jedes Bauteil bei Bedarf austauschen und aufrüsten. Bei Macs ist das aufgrund der besonderen Bauweise meist nicht mehr möglich. Oftmals ist gerade einmal das Tauschen des Arbeitsspeichers oder der Festplatte drin. Geht es um flexible Hardware, führt kein Weg an Windows-Computern vorbei.

Vorinstallierte Apps: Vorteil für Apple

imovie fullscreen
macOS punktet mit besseren vorinstallierten Apps, etwa iMovie für den Videoschnitt.

Geht es um die Qualität der vorinstallierten Apps, schenken sich beide Systeme nicht viel: Mail-Clients, Kalender, Wetter-App und vieles mehr – sowohl Windows als auch Mac bieten eine grundsolide Ausstattung an vorinstallierten Programmen. macOS wartet hingegen mit einem deutlich besseren Videobearbeitungsprogramm (iMovie) und seinen hauseigenen Musik-Streamingdienst Apple Music auf. Ambitionierte Hobby-Musiker haben zudem mit GarageBand ein mächtiges Tool für eigene Kompositionen an Bord.

Drittanbieter-Apps: Windows das Maß aller Dinge

Geht es um App-Vielfalt, hat Windows deutlich die Nase vorn.

Geht es um die Anzahl von Drittanbieter-Apps, hat Windows aufgrund seiner deutlich höheren Verbreitung die Nase deutlich vorn – zumindest in quantitativer Hinsicht. Natürlich kommt es aber immer auf das jeweilige Einsatzgebiet an: Wer typische Business-Programme benötigt, wie sie etwa von vielen Firmen bereitgestellt werden, kommt um Windows praktisch nicht herum. macOS spielt seine Stärken seit jeher eher im kreativen Bereich aus, weswegen Macs vor allem bei Designern, Fotografen oder auch Musikern besonders beliebt sind.

Beide Systeme besitzen einen eigenen Store, über den Apps gekauft und heruntergeladen werden können. Leider bieten sie bis heute nicht den Umfang, den die mobilen Ableger vorgelegt haben. Häufig müssen viele Apps nach wie vor aus anderen Quellen heruntergeladen werden, da sie den Weg in die Stores noch nicht gefunden haben. Grundsätzlich lässt sich festhalten: Sobald ein sehr spezielles Programm benötigt wird, wirst Du dieses eher für Windows als für macOS finden.

Wenn Du auch noch aktuelle Games spielen möchtest, ist ein Mac ohnehin nichts für Dich. Zwar gibt es auch einige passable Umsetzungen bekannter Titel für den Mac, doch der Mac war und bleibt eben kein Computer für Zocker. Sollte sich Cloud-Gaming eines Tages durchsetzen, sieht die Sache aber vielleicht anders aus. Alternativ kannst Du für Spiele oder spezielle Anwendungen auch Windows auf einem Mac installieren oder in einer virtuellen Umgebung laufen lassen.

Stabilität: Apples Vorsprung ist geschmolzen

In früheren Windows-Zeiten war Stabilität stets ein Thema, das der Mac haushoch für sich entscheiden konnte. Häufige Abstürze oder schlechte Speicherverwaltung waren bei Macs eher selten ein Thema. Doch inbesondere bei der Stabilität hat Windows seit Jahren kräftig aufgeholt: Windows 10 läuft mittlerweile weitestgehend stabil und zuverlässig. Da Apple Hard- und Software aus einer Hand liefert, läuft ein Mac zwar meistens noch ein Stück runder, doch die Unterschiede sind über die Jahre deutlich kleiner geworden.

Wer ein iPhone hat, wird den Mac lieben

macbook-reset fullscreen
iPhone und Mac ergänzen sich hervorragend und punkten mit nahtloser Synchronisierung.

Windows und mobile Geräte ergänzen sich hervorragend: Populäre Microsoft-Apps gibt es sowohl für iOS als auch Android, Auch Microsofts Cloud ist mit allen wichtigen Smartphones und Plattformen kompatibel. Wird ein Android-Smartphone oder ein iPhone mit einem Windows-Rechner verknüpft, lassen sich einige Aufgaben sogar nahtlos auf dem PC beginnen und auf dem Smartphone fortsetzen. So kannst Du als Android-Nutzer SMS etwa auch unter Windows 10 schreiben oder Bilder einfach übertragen. Auch eine umfassende Synchronisation mit dem Microsoft-Browser Edge ist möglich.

Zweifelsohne sind das gute Ansätze, doch das volle Potenzial entfaltet sich vor allem für iPhone-Besitzer, die einen Mac ihr Eigen nennen. Das Zusammenspiel zwischen beiden Systemen funktioniert hervorragend: So profitierst Du von einer umfassenden Synchronisierung, kannst iMessage-Nachrichten auf einem Mac empfangen und schreiben oder auch Texte auf dem iPhone kopieren und auf dem Mac wieder einfügen – Handoff und Co. machen es möglich. Außerdem kannst Du Inhalte einfach auf Deinen Mac spiegeln und ihn sogar mit Deinem iPhone oder Deiner Apple Watch entsperren. Klar ist: Wer ein iPhone verwendet, wird sicher auch mit einem Windows-Rechner glücklich. Doch noch mehr Sinn ergibt die Symbiose aus Mac und iPhone, die viele Sachen einfacher macht.

Fazit: Es hängt vor allem von der persönlichen Nutzung ab

Sowohl bei Windows als auch bei macOS handelt es sich um Betriebssysteme, die stabil und zuverlässig laufen. Windows hat vor allem den Vorteil, dass es Dir Zugang zu allen erdenklichen Apps und Programmen ermöglicht. Mac punktet mit einem aufgeräumten Betriebssystem und vor allem mit dem optimalen Zusammenspiel mit anderen Apple-Produkten wie dem iPhone. Aber: Für Gamer ist der Mac nach wie vor nichts – von seltenen Ausnahmen abgesehen.

Dafür punktet der Mac mit einer deutlich höheren Sicherheit: Malware, Viren und andere schadhafte Programme haben es auf einem Apple-Rechner deutlich schwerer als unter Windows. Fairerweise muss man hier aber anmerken, dass Windows-Rechner schon von Natur aus ein beliebteres Angriffsziel darstellen, was der deutlich höheren Verbreitung geschuldet ist.

Einen gewaltigen Vorteil haben Windows-Rechner aber: Sie sind in der Regel deutlich günstiger als ihre Mac-Pendants. Bei Apple zahlst Du eben immer auch den Namen und das Design mit. Geht es Dir nur um die reine Leistung, kommst Du in der Windows-Welt deutlich günstiger weg. Ist Dir die optimale Vernetzung mit Deinem iPhone wichtiger, führt am Mac kein Weg vorbei.

Das sagt Alexander:
Auf der Arbeit nutze ich einen Windows-Rechner, zu Hause einen Mac. Obwohl ich zuvor mehr als ein Jahrzehnt ausschließlich Windows genutzt habe, würde ich nicht mehr zurückwechseln. Windows ist keinesfalls schlecht, ein Mac bietet mir als iPhone-Nutzer aber das bessere Gesamtpaket. Wie sieht es bei Dir aus?
Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Windows 10

close
Bitte Suchbegriff eingeben