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macOS im Wandel: Alle OS-X-Versionen im Überblick

Im Herbst steht der Release von macOS Mojave an.
Im Herbst steht der Release von macOS Mojave an. (©Apple 2018)

Von Mac OS X 10.0 Cheetah bis hin zu macOS 10.14 Mojave – in mehr als einem Jahrzehnt hat das Mac-Betriebssystem einen großen Wandel erlebt. In den letzten Jahren wurde vor allem das Zusammenspiel zwischen iPhone und Mac verbessert. Wir haben alle OS-X-Versionen im Überblick zusammengestellt.

Mac OS X 10.0: Cheetah – 2001

Im März 2001 wurde die erste Version des neuen OS-X-Systems veröffentlicht. Neu war unter anderem das Dock, das auch heute noch zum Einsatz kommt und die klassische Methode zum Starten von Programmen ersetzte. Erstmalig gab es in der ersten OS-X-Hauptversion auch einen eigenen E-Mail-Client von Apple, außerdem wurde das Erstellen von PDFs integriert und ein Adressbuch eingeführt.

Mac OS X 10.1: Puma – 2001

Nur wenige Monate später, ebenfalls im Jahr 2001, wurde Cheetah schon durch eine neue Version abgelöst: Mac OS X 10.1 Puma. Das neue System zeichnete sich durch eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung aus, wartete mit besserer Druckerunterstützung auf und konnte 3D-Grafiken schneller berechnen. Erstmals war auch eine DVD-Player-Software direkt integriert.

Mac OS X 10.2: Jaguar – 2002

Mit Jaguar drehte Apple 2002 erneut an der Geschwindigkeitsschraube, geizte aber auch nicht mit neuen Funktionen. Eingeführt wurde unter anderem das Netzwerkkonfigurations-Protokoll Bonjour und das freie Drucksystem CUPS für Unix. Das Mail-Programm verfügte fortan über einen Spam-Filter und der Finder über ein integriertes Suchfeld.

Mac OS X 10.3: Panther – 2003

In Mac OS X 10.3 Panther hübschte Apple den Finder mit einem neuen Metal-Design auf und spendierte ihm eine neue Suchfunktion. Beschleunigt wurde auch der Benutzerwechsel. Neu integriert wurde zudem die Entwicklungsumgebung Xcode. Außerdem veröffentlichte Apple mit Safari einen eigenen Internetbrowser, der direkt ab Werk installiert war.

Mac OS X 10.4: Tiger – 2005

Mac OS X 10.4 Tiger brachte nicht nur eine eingeschränkte Unterstützung für 64-Bit-Prozessoren mit sich, sondern auch neue Features, etwa ein Dashboard oder die Spotlight-Suche, mit der sich der Mac systemweit durchsuchen lässt.

    Mac OS X 10.5: Leopard – 2007

    Mit Leopard hat Apple dem Mac-System einen neuen Anstrich verpasst und die Benutzeroberfläche modernisiert. So war die Menüleiste fortan transparent und das Dock dreidimensional. Das Layout präsentierte sich einheitlicher und wartete mit neuen Icons auf. Der Finder bekam eine neue Seitenleiste und verfügte erstmalig über die populäre "Cover Flow"-Ansicht. Mit Boot Camp war die Installation von Windows auf einem Mac einfach möglich, automatische Backups wurden fortan über die Time Machine angelegt.

    Mac OS X 10.6: Snow Leopard – 2009

    Snow Leopard war nicht gerade eine Version großer neue Features. Stattdessen konzentrierte sich Apple seinerzeit auf Performanceverbesserungen und zahlreiche Optimierungen im Detail. Mac OS X 10.6 unterstützt keine PowerPC-Prozessoren mehr, sondern funktioniert nur mit Chips von Intel. Kleinere Änderungen an der grafischen Benutzeroberfläche gab es ebenfalls.

    Mac OS X 10.7: Lion – 2011

      Lion konnte im Jahr 2011 mit deutlich mehr Neuerungen aufwarten: So können Apps nicht nur über ein neues Launchpad bequem gestartet werden, auch Multitouch-Gesten wurden erstmalig unterstützt – ein Feature, das Apple vom iPhone übernommen hatte. Verbessert wurde auch die Sicherheit, so konnten Festplatten fortan allein mit Bordmitteln verschlüsselt werden. Neu war auch der Mac App Store, über den Apps und Updates bequem aus einer einzigen Quelle geladen werden können.

      OS X 10.8: Mountain Lion – 2012

      Mit Mountain Lion setzte Apple den Weg der Verschmelzung von iOS und Mac OS fort, der bereits mit der Vorgängerversion eingeschlagen wurde. So wurde der Dienst iCloud umfassend integriert und iChat durch eine neue Nachrichten-App mit iMessage-Unterstützung ersetzt. Premiere feierte auch die vom iPhone bekannte Mitteilungszentrale.

      OS X 10.9: Mavericks – 2013

      Mit Mavericks verabschiedete sich Apple von den Raubkatzen als Namensgeber und setzte fortan auf bekannte Orte in Kalifornien. Der Finder unterstützte in Mavericks Tabs, außerdem konnten Dateien zur besseren Ordnung vertaggt werden. Neu eingeführt wurden ebenso der iCloud-Schlüsselbund und Apple Maps.

      OS X 10.10: Yosemite – 2014

      Unter Yosemite durften sich Mac-Nutzer vor allem über ein besseres Zusammenspiel mit iPhone und iPad freuen. So wurde die Spotlight-Suche erweitert, unter anderem durch Wikipedia und eine Kartenanzeige. Telefonate konnten mit einem gekoppelten iPhone jetzt auch über den Mac geführt werden, auch der Empfang und Versand von SMS-Mitteilungen war seitdem möglich. Zudem wurde iCloud Drive direkt in den Finder integriert.

      OS X 10.11: El Capitan – 2015

      Bei der Entwicklung von El Capitan lenkte Apple den Fokus vor allem auf Stabilität und Performance. Deutlich vereinfacht wurde die Arbeit mit gleich mehreren geöffneten Fenstern. Mit Mission Control können Fenster einfach wie unter Windows in eine Ecke gezogen und auf eine bestimmte Position bewegt werden.

      macOS 10.12: Sierra – 2016

      Aus Mac OS wird macOS – und auch abseits der leicht abgewandelten Schreibweise hatte 10.12 Sierra einige Neuerungen zu bieten. So konnte Sprachassistentin Siri nicht mehr nur auf dem iPhone genutzt werden, sondern seit 2016 auch auf dem Mac. Besitzer einer Apple Watch wiederum können seit Sierra den Mac unkompliziert per Smartwatch im Handumdrehen entsperren. Zudem können Einkäufe seit Sierra auch über Apple Pay abgewickelt werden – in Deutschland ist der Bezahldienst allerdings bis heute nicht gestartet.

      macOS 10.13: High Sierra – 2017

      Schon die wenig originelle Namensgebung macht klar: Viel Neues gibt es nicht. Das Dateisystem wurde etwa von HFS+ auf APFS umgestellt, das De- und Encoding von Videos wurde durch HEVC effizienter. Fotos werden dank HEIF platzsparender gespeichert. Kleinere Verbesserungen gab es auch für Fotos, Safari, Siri oder iCloud.

      macOS 10.14: Mojave – 2018

      macOS 10.14 Mojave wird im Herbst 2018 veröffentlicht, bringt aber keine bahnbrechenden neuen Funktionen. Stattdessen konzentrierte sich Apple auf eine verbesserte Sicherheit und Privatsphäre, eingeschränkt wird etwa das Website-Fingerprinting durch Social-Media-Buttons oder Kommentar-Widgets – Nutzer hinterlassen also weniger Spuren.

      Überarbeitet wird auch der Mac App Store, zudem sind FaceTime-Gruppengespräche mit bis zu 32 Personen möglich. Mit Desktop Stacks soll der Schreibtisch im Handumdrehen aufgeräumt werden, dafür werden Dateien automatisch in passende Verzeichnisse verschoben. Und: Wer den Mac oft bei Dunkelheit im Einsatz hat, wird den neuen Dark Mode zu schätzen wissen.

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