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Android-Sicherheit: 7 Tipps, um das Handy vor Hackern zu schützen

Mit einfachen Tricks schützt Du Dein Android-Smartphone vor Fremdzugriffen.
Mit einfachen Tricks schützt Du Dein Android-Smartphone vor Fremdzugriffen. (©Adobe Stock/David Molina Grande 2018)

Android-Smartphones sind ohne richtige Vorkehrungsmaßnahmen nicht vollkommen sicher gegen Angriffe von Hackern, Malware oder Viren. Du willst richtig Dein Handy vor Hackern schützen? Wir haben 7 Tipps zusammengestellt, mit denen Du Dein Smartphone und dessen Daten vor fremden Zugriffen sicherst.

Hacker, Malware, Trojaner und Co. stellen eine Gefahr für die Android-Sicherheit dar. Aber es gibt viele Möglichkeiten, um das Smartphone und die darauf abgelegten Daten vor fremden Zugriffen zu schützen. Wir verraten, worauf Du bei der Sicherheit Deines Smartphones achten solltest.

1. Smartphone vor fremden Zugriffen schützen

Viel genutzt, aber wenig beachtet: der Sperrbildschirm. Wenn das Display mit einer einfachen Wischbewegung entsperrt werden kann, ist für Fremde der Zugang zu Bildern, Dokumenten und anderen wichtigen Dateien ziemlich einfach. Daher empfiehlt es sich, zumindest einen PIN-Code zur Sicherung festzulegen. Alternativ legst Du ein Muster fest, das zum Entsperren mit dem Finger nachgezeichnet werden muss. Je nach Hardware des Gerätes gibt es sogar noch praktischere Entsperr-Möglichkeiten, wie etwa einen Fingerabdruckscanner. Aktuelle High-End-Smartphones bieten sogar einen Iris-Scan an, bei dem über die Frontkamera die Augen des Nutzers analysiert werden, bevor das Gerät nutzbar ist. Somit haben Fremde nicht mehr ohne Weiteres Zugriff auf Deine Daten.

2. Sicherheitsupdates herunterladen

Smartphones sind immer wieder Angriffen von Hackern ausgesetzt. Um eventuell auftauchende Sicherheitslücken des Android-Systems zu beheben, bringen Smartphone-Hersteller regelmäßig Sicherheitsupdates heraus. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig nach verfügbaren Updates zu schauen. So kannst Du auf jeden Fall deutlich besser Dein Handy vor Hackern schützen.

3. Anti-Virus-Software nutzen

Der Google Play Store sortiert mögliche Malware-Apps von vornherein aus. Allerdings besteht immer noch eine Gefahr, falls häufiger Apps von externen Quellen installiert werden. Dagegen helfen Antivirus-Programme. Diese schützen nicht nur vor Viren und Malware, sondern bieten oft einen weitreichenderen Hacker-Schutz. Teilweise erlauben die Apps einen Fernzugriff auf das Smartphone, gegebenenfalls lassen sich sogar komplett die Nutzerdaten löschen, um sie vor ungewolltem Zugriff zu schützen. Allerdings sind viele Antiviren-Apps nur gegen eine Gebühr verfügbar. Da es allerdings um die Sicherheit Deiner Daten geht, schadet es nicht, für das Plus an Funktionen etwas mehr Geld zu investieren.

4. Verschlüsselungsprogramme

Sicherheitseinstellungen in Android
Die Sicherheitseinstellungen in Android ermöglicht eine Verschlüsselung der Daten. (© 2015 TURN ON)

Egal, ob beim Surfen im Netz, Schreiben von Textnachrichten oder Nutzen von Apps: Nutzer hinterlassen digitale Spuren, die von Hackern oder anderen nachverfolgt werden können. Viele Messenger bieten zwar bereits eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, es zahlt sich aber dennoch aus, für andere Programme und Daten eine extra Verschlüsselungsart zu wählen. Dann ist der Zugriff auf die Daten nur noch mit Passwort oder PIN-Code möglich. Bei Android lässt sich der Inhalt des Geräts beispielsweise über den Menüpunkt "Gerätesicherheit" unter den Einstellungen verschlüsseln. Alternativ gibt es Apps wie Andrognito, mit denen Dateien verschlüsselt oder für nicht autorisierte Nutzer komplett ausgeblendet werden.

5. VPN-Programme

VPN-Programme dienen dazu, dass Benutzeraktivitäten nicht ohne Weiteres nachverfolgt werden können. VPN-Apps leiten den Nutzer über einen Server aus dem Ausland und erst danach auf das eigentliche Ziel. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass mit Mehraufwand trotzdem herausgefunden werden kann, woher der Nutzer letztendlich kam, dies kann jedoch nie komplett gesichert werden.

6. App-Berechtigungen überprüfen

Später können diese im App-Menü jederzeit angepasst werden.
Berechtigungen können im App-Menü jederzeit angepasst werden. (© 2015 TURN ON)

Seit Android 6.0 Marshmallow lassen sich auf den meisten Smartphones die Rechte von Applikationen detailliert festlegen. Bereits beim Installationsprozess wird angezeigt, welche Rechte von der App benötigt werden. Später lassen sich diese allerdings zumeist anpassen, sodass die Anwendungen nicht unnötig auf Smartphone-Daten zugreifen. Es lohnt sich, immer mal wieder die App-Einstellungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu "gierige" Applikationen zu deinstallieren.

7. Sichere Passwörter wählen

Am Anfang eines Logins ist immer noch das Passwort: Wer seine Accounts vor Fremdzugriffen schützen will, sollte bei der Wahl des Passworts ein paar Grundregeln bedenken:

  • Ein gutes Passwort sollte mindestens 8 Zeichen haben.
  • Ein Passwort sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zeichen und Zahlen bestehen.
  • Weiterhin sollte es kein erkennbares Wort sein, das macht die Entschlüsselung schwieriger für Hacker.
  • Ein Passwort sollte niemals für verschiedene Accounts benutzt werden.
  • Passwörter sollten spätestens alle drei Monate geändert werden.
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