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Mobiles Bezahlen: Übersicht der Mobile-Payment-Anbieter in Deutschland

Viele Anbieter, hier etwa die Sparkasse, haben eigene Mobile-Payment-Systeme am Start.
Viele Anbieter, hier etwa die Sparkasse, haben eigene Mobile-Payment-Systeme am Start. (©Sparkasse 2018)

Mobile Payment nimmt endlich auch in Deutschland an Fahrt auf: Mit Google Pay, Apple Pay oder auch Garmin Pay stehen gleich mehrere Bezahlsysteme bereit. Wir haben alle wichtigen Anbieter für mobiles Bezahlen in einer Übersicht zusammengestellt und verraten, welches System für Dich das richtige ist.

1 .Apple Pay: Das Bezahlsystem für iPhone-Besitzer

Apple Pay soll in Deutschland noch 2018 starten. (© 2017 Apple)

In den USA ist Apple Pay bereits seit 2014 verfügbar und längst etabliert. In diesem Jahr kommt das Bezahlsystem der Kalifornier endlich auch nach Deutschland. Was Du dafür benötigst? Lediglich ein iPhone 6 oder neueres Modell und eine Bank, die Apple Pay unterstützt. Zum Start werden aber vermutlich nur wenige Geldinstitute mit dabei sein, etwa die Deutsche Bank oder auch N26.

An unterstützten Offline-Bezahlmöglichkeiten dürfte es hingegen nicht mangeln. Zahlreiche Terminals sind bereits mit NFC-Technik ausgerüstet. Zudem verspricht Apple eine hohe Sicherheit: So sollen weder Identitätsinformationen noch Kreditkartennummern an Händler weitergeben werden. Derlei sensible Daten sollen zudem weder auf dem iPhone noch auf den Servern von Apple gespeichert werden.

2. Google Pay: Mobiles Bezahlen für Android-User

In Deutschland ist Google Konkurrent Apple mit Google Pay zuvorgekommen: Seit Mitte 2018 kann jeder Android-Besitzer so bequem und kontaktlos mit seinem Smartphone mobil bezahlen (ab Android 5.0 und neuer). Doch auch bei Google sieht es anfänglich mit der Unterstützung teilnehmender Banken eher mau aus: Mit comdirect, der Commerzbank, N26 oder einer Kreditkarte von boon (Wirecard) bist Du dabei, ansonsten musst Du Dich noch gedulden.

Um Google Pay nutzen zu können, musst Du einer umfangreichen Datenerfassung zustimmen. Unter anderem werden gesammelt: Datum, Uhrzeit, Betrag, Händlerstandort und -beschreibung, eine Beschreibung der gekauften Waren oder Dienste, Fotos, die der Transaktion beigefügt wurden, Name und E-Mail des Verkäufers und Käufers oder Grund der Transaktion. Daten werden verschlüsselt auf Googles Servern gespeichert, der Händler bekommt indes nur eine verschlüsselte Kreditkartennummer.

3. Garmin Pay: Mobile Payment für Garmin-Nutzer

Garmin Pay funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip. (© 2018 YouTube/ TURN ON)

Du möchtest lieber bequem mit Deiner Smartwatch bezahlen? Zumindest wenn Du ein Modell von Garmin besitzt, ist das seit Juni 2018 problemlos möglich. Dafür benötigst Du nicht einmal eine echte Kreditkarte, stattdessen wird eine virtuelle Mastercard erzeugt, die Du einfach als Zahlungsmittel für Garmin Pay verwenden kannst. Nachteil: Dabei handelt es sich um eine Prepaid-Karte, die zuvor aufgeladen werden muss, damit Du mobil bezahlen kannst. Zahlungen per Garmin Pay sind grundsätzlich an allen NFC-fähigen Kassenterminals möglich.

4. Sparkasse: Mobiles Bezahlen für Sparkassenkunden

Seit Kurzem können auch Kunden der Sparkasse Mobile Payment per Smartphone-App nutzen. Vorerst jedoch nur auf Android-Smartphones, da Apple bekanntlich den NFC-Chipsatz in iPhones nicht für andere Anbieter freischaltet. Dafür benötigst Du für die Sparkassen-App nicht zwingend eine Kreditkarte, sondern kannst auch Deine normale Sparkassen-Card damit nutzen. Das Geldinstitut verspricht die gleichen hohen Sicherheitsstandards wie bei herkömmlichen Zahlungen.

5. Glase: Alternative zu Google Pay

Ein Geheimtipp für das mobile Bezahlen ist auch die App Glase (vormals SEQR) des schwedischen Unternehmens SEQR. Ähnlich wie bei Garmin Pay wird auch bei Glase eine virtuelle Mastercard erzeigt, die aber über einen monatlichen Kreditrahmen verfügt und schließlich auch wie eine echte Kreditkarte eingesetzt werden kann. Die Bezahlung erfolgt mittels Lastschrifteinzug. Glase gibt es für Android-Smartphones und für iOS – aufgrund der gesperrten NFC-Funktion ist die Nutzung auf dem iPhone aber nur sehr eingeschränkt. Zahlen kannst Du mit Glase an den meisten mobilen Terminals mit NFC-Technik.

6. Payback Pay: Mobile Payment für ausgesuchte Geschäfte

Falls Du schon eine Payback-Karte besitzt und mit dieser fleißig punkte sammelst, könnte auch Payback Pay eine Alternative für Dich sein. Damit kannst Du bei Rewe, Aral oder auch DM kontaktlos mit Deinem Smartphone bezahlen – und das auch auf dem iPhone. Denn: Payback Pay nutzt nicht den NFC-Chip, sondern generiert einen einzigartigen QR-Code, der von speziellen Payback-Scannern an der Kasse eingelesen wird.

Eine Kreditkarte benötigst Du für das Bezahlsystem von Payback nicht. Stattdessen erfolgen die Abbuchungen bequem per Lastschrift. Nachteil: Die Anzahl der unterstützten Geschäfte ist deutlich geringer als bei anderen Mobile-Payment-Systemen, da ausschließlich Partner von Payback teilnehmen.

7. SATURN Smartpay: Kassenloses Bezahlen per Handy-App

Im Saturn-Markt in Münchens größtem Einkaufcenter PEP kann jetzt per App ohne Anstehen an der Kasse gezahlt werden. (© 2018 Saturn)

SATURN hat Mitte September 2018 einen Pilotversuch für das kassenlose Bezahlen per Handy-App gestartet. Im Markt in Münchens größtem Einkaufcenter PEP können Kunden ausgewählte Produkte aus dem Kopfhörersortiment direkt am Regal per App bezahlen. Die Anwendung namens "SATURN Smartpay" wurde zusammen mit dem Münchner Startup Rapitag realisiert und steht für iOS und Android zum Download zur Verfügung. Die Nutzer können mit der App selbst die Diebstahlsicherung via Bluetooth deaktivieren und dann einfach mit dem Produkt den Markt verlassen. Das Pilotprojekt läuft noch bis Ende November 2018.

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