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Neues Android-Smartphone einrichten: Die 12 ersten Schritte

Neue Android-Smartphones wollen eingerichtet werden.
Neue Android-Smartphones wollen eingerichtet werden. (©TURN ON 2015)

Du möchtest Dein neues Android-Smartphone einrichten? Wer ein neues Android-Handy bekommt, muss sich wohl oder übel erst einmal mit der Einrichtung des Gerätes befassen. Wir nennen zwölf erste Schritte und was Du dabei beachten musst.

1. SIM-Karte einlegen

Wenn Du eine SIM-Karte für das Android-Smartphone besitzt, solltest Du diese am besten vor dem ersten Start einlegen. Je nach Modell befindet sich der SIM-Karten-Slot an einer anderen Stelle. Bei Smartphones mit einer abnehmbaren Rückschale ist der Slot meist unter der Schale. Geräte mit einem Unibody-Aluminium-Gehäuse verstecken ihn hingegen oft unter einer Abdeckung an der Seite. Diese lässt sich in der Regel mit einem mitgelieferten Schlüssel öffnen.

 Zum Einlegen mancher SIM-Karten wird ein Schlüssel benötigt. fullscreen
Zum Einlegen mancher SIM-Karten wird ein Schlüssel benötigt. (©CC: Flickr/MIKI Yoshihito 2014)

2. Einschalten, Sprache wählen und WLAN einrichten

Nach dem Einschalten fordert Dich das Android-Smartphone auf, die Sprache einzustellen. Solltest Du Dich beim Einrichten des Smartphones im heimischen WLAN-Netzwerk befinden, empfiehlt es sich, die Netzwerkverbindung direkt anzulegen. Dazu wählst Du einfach das richtige Netzwerk aus den angezeigten Verbindungen aus und gibst das zugehörige Passwort ein. Anschließend verbindet sich das Smartphone automatisch.

Nach dem Einschalten muss zunächst die Sprache ausgewählt werden. fullscreen
Nach dem Einschalten muss zunächst die Sprache ausgewählt werden. (©Screenshot Gigaset/ TURN ON 2015)
Anschließend geht es an das Einrichten der WLAN-Verbindung. fullscreen
Anschließend geht es an das Einrichten der WLAN-Verbindung. (©Screenshot Gigaset/ TURN ON 2015)

3. Datum und Uhrzeit

Auch Datum und Uhrzeit sind natürlich wichtig und sollten direkt bei der Ersteinrichtung des Smartphones angegeben werden. Immerhin werden sowohl die Datums- als auch die Uhrzeitangabe von vielen Apps genutzt.

 Weiter geht die Einrichtung mit Datum und Uhrzeit. fullscreen
Weiter geht die Einrichtung mit Datum und Uhrzeit. (©Screenshot Gigaset/ TURN ON 2015)

4. Google-Konto: Das Tor zu Android

Als Nächstes empfiehlt Dir das Android-Smartphone, Dich mit einem Google-Konto anzumelden. Das Google-Konto ist für die Verwendung eines Android-Smartphones fast unverzichtbar. Immerhin sind an den Account alle Google-Dienste auf dem Smartphone geknüpft, darunter auch der Google Play Store, in dem Du neue Apps findest.

Falls Du bereits ein Google-Konto von einem älteren Smartphone hast, solltest Du Dich mit diesem auch auf dem neuen Gerät anmelden. So stehen Dir Deine über das alte Konto gekauften Apps sofort wieder zur Verfügung. Alternativ lässt sich aber natürlich auch ein neues Konto in wenigen Schritten einrichten. Dafür musst Du nicht mehr tun, als eine neue E-Mail-Adresse samt Passwort anzulegen.

Nach dem Anmelden kannst Du direkt auch die Zahlungsart für Deine Einkäufe im Google Play Store wählen. Zur Auswahl stehen Kreditkarte, Paypal oder das Einlösen einer Guthaben-Karte. Allerdings kannst Du diesen Schritt auch getrost überspringen und die Einstellungen später direkt im Play Store herunterladen.

Mit dem Google-Konto erhältst Du Zugriff auf die wichtigsten Dienste. fullscreen
Mit dem Google-Konto erhältst Du Zugriff auf die wichtigsten Dienste. (©Screenshot Gigaset/ TURN ON 2015)
Auch die Zahlungsinformationen lassen sich direkt einstellen. fullscreen
Auch die Zahlungsinformationen lassen sich direkt einstellen. (©Screenshot Gigaset/ TURN ON 2015)

5. Standortdienste: Braucht man das?

Nach dem Anmelden fragt das Android-Gerät, ob die Standortdienste aktiviert werden sollen. Wenn diese eingeschaltet sind, wird der Standort des Smartphones automatisch an bestimmte Apps gesendet. So sind die Anwendungen in der Lage, bessere Services anzubieten. Google Maps weiß bei aktiviertem Standort zum Beispiel immer, wo sich das Smartphone gerade befindet und kann Dir Deinen Standort bis auf wenige Meter genau auf der Landkarte anzeigen.

Das Ganze hat natürlich auch einen Nachteil, denn auf diese Weise bekommen auch die Anbieter der Apps Informationen über Deine Standort-Daten. Hier solltest Du abwägen, ob Dir der zusätzliche Service die Weitergabe Deiner Standortdaten wert ist.

 Standortdienste haben Vor- und Nachteile. fullscreen
Standortdienste haben Vor- und Nachteile. (©Screenshot Gigaset/ TURN ON 2015)

6. Fingerabdruck-Scanner

Viele Android-Smartphones besitzen mittlerweile einen Fingerabdrucksensor, der zum relativ sicheren und gleichzeitig blitzschnellen Entsperren des Gerätes dient. Dieser lässt sich ebenfalls im Rahmen der Ersteinrichtung anlegen. Dazu bittet Dich das Mobiltelefon, zunächst eine PIN einzugeben.

Diese dient im Notfall zum Entsperren, falls der Fingerabdrucksensor einmal nicht korrekt funktionieren sollte. Nachdem Du eine sichere PIN gewählt hast, kannst Du einen oder mehrere Fingerabdrücke einscannen, die dann später zum Entsperren genutzt werden können.

 Immer mehr Smartphones besitzen einen Fingerabdrucksensor. fullscreen
Immer mehr Smartphones besitzen einen Fingerabdrucksensor. (©Screenshot Gigaset/ TURN ON 2015)

7. Punkte überspringen und nachträglich ändern

Die meisten Punkte der Einrichtung lassen sich auch überspringen und nachträglich ändern. Wenn Du zum Beispiel das Passwort für Dein WLAN-Netzwerk oder das Google-Konto nicht parat hast, kannst Du die Schritte auslassen und später in den "Einstellungen" noch vornehmen. Auch die Berechtigungen für die Nutzung von Standortdiensten lassen sich nachträglich noch erteilen – oder wieder entziehen.

 Die Einstellungen lassen sich auch nachträglich noch ändern. fullscreen
Die Einstellungen lassen sich auch nachträglich noch ändern. (©TURN ON 2015)

8. Nicht bei allen Konten anmelden

Zwar solltest Du Dich zunächst mit Deinem Google-Konto anmelden, aber für die Hersteller- oder für Drittanbieter-Apps brauchst Du Dich nicht unbedingt zu registrieren. Viele Hersteller wie Samsung möchten, dass Du Deine Daten auch für ein Samsung-Konto herausrückst.

 Möchtest Du Features wie die Samsung-Cloud nicht verwenden, brauchst Du auch kein Samsung-Konto. fullscreen
Möchtest Du Features wie die Samsung-Cloud nicht verwenden, brauchst Du auch kein Samsung-Konto. (©Screenshot TURN ON / Samsung 2017)

Falls Du die Apps und Services der Hersteller wie bei Samsung Galaxy Apps, S Health, Samsung Cloud und Find My Mobile nutzen möchtest, brauchst Du ein entsprechendes Konto. Falls Du jedoch bereits Deine favorisierten Apps hast und keine Hersteller-Apps benötigst, dann überspringe die Anfrage, einen entsprechenden Account einzurichten.

9. Updates installieren

Unter Umständen kann es sein, dass für Dein neues Smartphone bereits Software-Updates zur Verfügung stehen. In diesem Fall könntest Du im Laufe der Einrichtung eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.

Die Software-Updates solltest Du auf jeden Fall mitnehmen, denn oft halten diese neue Funktionen bereit oder schließen gefährliche Sicherheitslücken. Bevor Du das Update startest, solltest Du das Smartphone allerdings mit dem Ladekabel an das Stromnetz anschließen, weil dieser Vorgang länger dauern könnte.

10. Homescreen aufräumen

Der Homescreen, also der Startbildschirm des Handys, auf dem die wichtigsten Apps und Widgets untergebracht sind, sieht anfangs so aus wie der Smartphone-Hersteller, seine Kooperationspartner und wie Google das möchten. Wahrscheinlich ist das aber nicht dasselbe, was Du möchtest. Also entferne erst einmal die ungewünschten Apps und Widgets (animierte und steuerbare Apps wie Wetterbericht oder Musikplayer) vom Homescreen. Auch das Hintergrundbild kannst Du austauschen.

 Den Homescreen solltest Du an Deine persönlichen Wünsche anpassen. fullscreen
Den Homescreen solltest Du an Deine persönlichen Wünsche anpassen. (©TURN ON / Andreas Müller 2017)

11. Bloatware entfernen

Bloatware sind vorinstallierte Apps, mit denen der Hersteller Dein Smartphone "aufbläht". Die Hersteller gehen Vereinbarungen mit App-Anbietern ein und bringen deren Apps oder eigene Apps auf neuen Smartphones unter.

Bloatware muss entgegen ihrem Ruf nicht unbedingt schlecht sein und die Grenze zwischen nützlichen vorinstallierten Apps wie S-Note für die Galaxy Note-Smartphones und Werbemüll sind fließend. Falls Apps mit ähnlichen Funktionen allerdings doppelt auftauchen wie der Google Assistant und Samsungs Bixby, dann ist eine davon wahrscheinlich überflüssig – in diesem Fall Bixby, jedenfalls laut aktuellem Stand.

12. Foto-Backups einrichten

Viele Cloud-Dienste wie Dropbox bieten die automatische Sicherung neuer Fotos im Cloud-Speicher, also online. Dadurch erstellst Du eine Kopie Deiner Fotos, falls Du sie auf dem Smartphone versehentlich löschst oder falls Du es verlierst. Auch kannst Du die Fotos dann ohne Umwege auf dem PC aufrufen und sie bearbeiten.

 Du kannst Deine Fotos automatisch auf die Dropbox hochladen. fullscreen
Du kannst Deine Fotos automatisch auf die Dropbox hochladen. (©TURN ON 2017)

Cloud-Speicher sind aber auch schon gehackt worden und von daher ist es fraglich, ob sie sich für private Fotos wirklich eignen. Hier musst Du selbst zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit abwägen. Klar: Deine Cloud kann gehackt und Dein Smartphone kann geklaut werden, also gibt es absolute Sicherheit sowieso nicht.

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