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OLED-Monitor: Diese 6 Modelle gibt es

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Bislang gibt es nur wenige OLED-Monitore wie den Asus ProArt PQ22UC.

Während es schon zahlreiche Fernseher mit den kontrastreichen OLED-Displays gibt, ist die Auswahl bei Monitoren noch begrenzt. Das ändert sich aber gerade. Diese sechs Modelle sind bereits erhältlich, waren es einmal oder sollen bald erscheinen.

Dell Alienware AW5520QF: Der Gamer

Mit einer Größe 55 Zoll erreicht der 4K-Gaming-Monitor Dell Alienware AW5520QF die Maße eines Fernsehers. Zu seinen Vorzügen zählen Features wie eine Bildwiederholrate von 120 Hertz, eine Grau-zu-Grau-Reaktionszeit von nur 0,5 Millisekunden und der Support von FreeSync zwischen 40 und 120 Hz. Der Monitor unterstützt zudem HDR10, hat aber eine für diesen Zweck geringe Maximalhelligkeit von 400 Nits.

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Der Dell Alienware AQ5520QF unterscheidet sich durch spezielle Gaming-Features von OLED-TVs.

So profitieren HDR-Inhalte, etwa PlayStation-4-Spiele wie "God of War", vor allem vom weiten Farbraum und somit einer natürlicheren Farbdarstellung. Eine RGB-Beleuchtung auf der Rückseite und das futuristische Alienware-Design schinden Eindruck, eine Fernbedienung wird mitgeliefert.

Allerdings hat es der Monitor im Konkurrenzvergleich schwer: Er kostet nämlich 3.500 Euro und damit mehr als OLED-Fernseher der gleichen Größe. Aktuelle LG-OLED-TVs bieten G-Sync und 120 Hertz – allerdings nur bis QHD-Auflösung. Lediglich der Alienware erreicht unter den OLED-Bildschirmen auch im 4K-Betrieb 120 Hertz.

Preis: Etwa 3.500 Euro

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Asus ProArt PQ22UC: Für Foto- und Videobearbeitung

Der 21,6 Zoll kleine Asus ProArt PQ22UC ist ein portables Profi-Werkzeug für die Video- und Bildbearbeitung. Er deckt nicht nur den für die Filmbearbeitung wichtigen DCI-P3-Farbraum zu 99 Prozent ab, sondern obendrein den AdobeRGB-Farbraum zu ebenso 99 Prozent. Klar, dass er außerdem 100 Prozent des kleineren sRGB-Farbraums schafft. Schließlich kann der Monitor 1,07 Milliarden Farben darstellen, es handelt sich um ein "echtes" 10-Bit-Panel ohne FRC.

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Der Asus ProArt PQ22UC richtet sich an Profi-Anwender.

Der HDR10-Support dient vor allem für die Erstellung und Bearbeitung solcher Inhalte. Der Konsum von HDR-Filmen und -Spielen wird aufgrund der für solche Zwecke geringen Maximalhelligkeit von 335 Nits hingegen nicht optimal sein. Auch handelt es sich um ein 60-Hertz-Display ohne Gaming-Features. Ein spezialisiertes Arbeitsgerät ist dieser Monitor also, und kein günstiges: 4.900 Euro kostet das Gerät.

Preis: Etwa 4.900 Euro

Eizo Nova Foris: Edler Monitor mit limitierter Stückzahl

Es ist wohl nicht unfair zu sagen, dass der Eizo Nova Foris ein Luxusgegenstand für eine überschaubare Zielgruppe ist. Der 21,6 Zoll große 4K-OLED-Monitor wird nämlich 4.880 Euro kosten, wenn er im Januar in Deutschland erscheint. Und: Eizo bietet weltweit nur 500 Exemplare des erlesenen Bildschirms an. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, beim Bildschirm handelt es sich um ein dünnes OLED-Panel mit Unterstützung für HDR10 und HLG. Er deckt 80 Prozent des BT.2020-Farbraums ab.

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Der Eizo Nova Fortis setzt auf ein luxuriöses Aluminium-Äußeres.

Dank einer Eingabeverzögerung von 1,67 Millisekunden und einer Reaktionszeit von 0,04 Millisekunden eignet sich der Monitor auch sehr gut für Gamer, wobei die unterstützte Bildwiederholrate nur bei 60 Hertz liegt. Der Hersteller nennt vor allem Spielekonsolen wie PS4 Pro und Xbox One als mögliche Gaming-Systeme. Für weniger gut betuchte Interessenten ist der Luxusmonitor insofern interessant, als er nahelegt, dass es mit kleinen OLED-Monitoren für den Massenmarkt noch etwas dauern wird.

Preis: 4.880 Euro

Dell UP3017Q: Nicht mehr im Verkauf

Der 30 Zoll große 4K-OLED-Monitor Dell UP3017Q wurde einst auf der CES 2016 angekündigt. In den Verkauf ging er dann erst im April 2017 in den USA für 3.500 US-Dollar. Inzwischen wird er auch in Übersee nicht mehr angeboten – dabei konnten sich die Features des Monitors durchaus sehen lassen. Er konnte 100 Prozent der Farbräume AdobeRGB, sRGB und Rec. 709 abdecken, obendrein schaffte er 97,5 Prozent des DCI-P3-Farbraums und 85,8 Prozent des Rec.-2020-Farbraums. Das gelingt sonst kaum einem Bildschirm.

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Der Dell UP3017Q hatte eine rekordverdächtige Farbraumabdeckung.

Es handelt sich also um einen Profi-Monitor für die Foto- und Videobearbeitung. OLED-typisch ist zudem die Reaktionszeit gering, aber der Monitor hat nur ein 60-Hertz-Panel. Die Maximalhelligkeit von 300 Nits ist auch nichts Besonderes. Wie der Asus ProArt PQ22UC richtete sich der Dell-Monitor damals an Profis und nicht an Gamer und Serienfans.

Preis: 3.500 US-Dollar (wird nicht mehr angeboten)

Burning Core: E-Sports-Prototyp

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Dieser Gaming-OLED-Prototyp schafft 144 Hertz.

Ende 2018 präsentierte der Bildschirm-Hersteller JOLED (Japan-OLED) einen 22 Zoll großen OLED-Gaming-Monitor. Laut Blur Busters löst er mit 1.920 x 1080 Pixeln auf und bietet eine Bildwiederholrate von 144 Hertz. Seitdem war von dem Monitor aber nichts mehr zu hören. Offenbar hat sich kein Hersteller gefunden, der das 144-Hz-Panel in einem finalen Produkt verbauen wollte. Der Burning Core zeigt, dass E-Sports-Gaming mit OLED-Bildschirmen möglich ist und dass es in Zukunft entsprechende Bildschirme geben könnte.

Preis: Bislang unveröffentlichtes Produkt

Profi-Monitore von Sony: OLED für den Übertragungswagen

Jenseits der Monitore für Konsumenten gibt es eine Reihe von OLED-Monitoren für Unternehmen. Diese Sony-Geräte sind für die Bearbeitung und Überprüfung von Kinofilmen und TV-Sendungen vorgesehen. Konkret handelt es sich um die Monitore der Serie BVM und PVM Trimaster EL OLED. Die Bildschirme sprechen dafür, dass Bild- und Videobearbeitung auch zukünftig zu den wichtigeren Einsatzgebieten von OLED-Monitoren zählen dürften.

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