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Papierkugeln und betrunkene Schiris: 7 irre Kicker-Momente

Liegt wohl behütet im Museum des Werder Bremen: die "Papierkugel Gottes".
Liegt wohl behütet im Museum des Werder Bremen: die "Papierkugel Gottes". (©picture-alliance/ dpa 2016)

Das Runde muss ins Eckige, ein Spiel dauert 90 Minuten und bietet reichlich Zeit für verrückte Momente. Wir haben 7 besonders krasse Fußball-Geschichten zusammengesammelt. Kannst Du Dich daran erinnern?

1. Dann spiel doch selbst!

Bei einem Spiel des englischen Erstligisten West Ham United im Sommer 1994 baut sich hinter Trainer Harry Redknapp ein tätowierter Skinhead auf und beleidigt die Spieler. Redknapp in der Halbzeit: "Kannst du so gut spielen, wie du redest?", und schickt den Fan aufs Feld. Einem Journalisten erklärt Redknapp: "Das ist der großartige Bulgare Tittyschew! Hast du ihn bei der WM gesehen?" Der Einwechselspieler von der Tribüne schoss sogar ein Tor für West Ham.

2. Nach 32 Minuten ist Schluss

Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder pfeift beim Bundesliga-Match Werder Bremen gegen Hannover 96 am 8. November 1975 zum Pausentee – nach nur 32 Minuten. Der Grund: Ahlenfelder hat sich vor dem Spiel ein paar Pils plus Malteser genehmigt und fühlte sich entsprechend. Als sein Linienrichter auf die Uhr deutet, lässt Ahlenfelder doch weiterspielen – und beendet die ersten 45 Minuten 90 Sekunden zu früh.

3. Ein Schiri zeigt sich Rot

 Ein englischer Schiedsrichter hat sich einfach selbst die Rote Karte gezeigt. fullscreen
Ein englischer Schiedsrichter hat sich einfach selbst die Rote Karte gezeigt. (©CC: Flickr/Ian Burt 2016)

Als Andy Wain beim Sunday League-Amateurkick im Jahr 2005 übel beschimpft wird, kommt es zum Eklat. Der Schiedsrichter wirft seine Pfeife weg und marschiert mit geballten Fäusten auf den Schlussmann zu. Auf dem Weg dorthin allerdings stoppt Wain abrupt. Dann zückt er seine Rote Karte und verweist sich selbst des Feldes. "Es war völlig unprofessionell", kommentiert Wain seinen Ausraster später.

4. Die Papierkugel Gottes

Als der Hamburger Abwehrspieler Michael Gravgaard am 7. Mai 2009 beim Spiel gegen Bremen den Ball zu seinem Torwart passen will, rollt der gegen eine Papierkugel, die auf den Platz geworfen wurde. Der Ball hebt ab und Gravgaard kann nur noch zur Ecke klären, die zum Siegtor für Werder führt. Die "Papierkugel Gottes" liegt nun im Museum des Vereins.

5. Paraden mit gebrochenem Handgelenk

Der brasilianische Nationaltorwart Marcos Roberto Silveira Reis, genannt Marcos, hat im Lauf der WM-Endrunde 2002 in Japan und Südkorea täglich mit Schmerzen zu kämpfen: Er kann kaum trainieren oder bei Spielen den Ball richtig packen. Kein Wunder, Marcos hat sich das Handgelenk gebrochen. Immer wieder will er seinem Trainer Felipe Scolari von seinem Missgeschick berichten, aber er schafft es nicht. So wird ein Torwart mit kaputtem Handgelenk Weltmeister. Torhüter des Turniers wird übrigens Oliver Kahn.

6. Tiiiiiiiiiiinnnnaaaa

Am frühen Morgen des 25. September 1980 wird der englische Nationaltorwart Peter Shilton halb nackt schlafend in seinem Jaguar aufgefunden. Neben ihm liegt Tina Street. Der Mann, der die beiden vorfindet, ist Tinas Ehemann Colin. Als dieser das schlummernde Pärchen weckt, lässt Shilton den Wagen an, rast los und kracht gegen einen Laternenpfahl. Bei Auswärtsspielen muss er sich seither das "Tiiiiiiiiiiinnnnaaaa!" der gegnerischen Fans anhören.

7. Schnellste Rote Karte

Im Spiel gegen Darlington am 24. November 1999 flog Walter Boyd nach null Sekunden Einsatzzeit vom Platz. Boyds Klub FC Swansea hatte einen Freistoß zugesprochen bekommen, als Boyd eingewechselt wurde. Bevor der Schiedsrichter die Partie anpfiff, schlug er einem Gegner den Ellenbogen ins Gesicht und sah die Rote Karte.

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