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PC langsam? Windows 10 mit 13 Tricks schneller machen

Mit diesen Tricks machst Du Windows 10 schneller.
Mit diesen Tricks machst Du Windows 10 schneller. (©TURN ON 2015)

Ein langsamer PC kostet viel Zeit und Nerven. Zum Glück gibt es zahlreiche Tricks, mit denen Du Windows 10 auf dem PC schneller machen kannst. Wir zeigen Dir 13 praktische Tipps.

Mit der Möglichkeit zum kostenlosen Upgrade liefert Microsoft ein gutes Argument für den Umstieg auf Windows 10. Zudem bietet das neue Betriebssystem zahlreiche neue Funktionen und auch eine bessere Performance. Trotzdem geht gerade in puncto Geschwindigkeit natürlich immer noch ein bisschen mehr. Wir verraten Dir, mit welchen 13 Kniffen Du Windows 10 noch schneller machen kannst.

1. Systemstart von Windows 10 schneller machen

Besonders nervig ist es, wenn das Hochfahren des Rechners wieder einmal eine gefühlte Ewigkeit dauert. Dabei ist es eigentlich ganz leicht, hier nachzuhelfen. Je nachdem, wie viel Software auf dem PC installiert ist, werden nämlich auch mehr Programme direkt beim Start des Rechners aktiviert.

Um zu überprüfen, welche Programme beim Autostart mitmischen, öffnest Du in Windows 10 des Task-Manager entweder über die gewohnte Tastenkombination "Strg + Alt + Entf" oder indem die "Task-Manager" in das Suchfeld der Taskleiste eingibst. Innerhalb der App bekommst Du auf den Reiter "Autostart" eine Übersicht über jene Programme gezeigt, die beim Hochfahren des PCs automatisch mitgestartet werden. Die Spalte "Startauswirkungen" zeigt an, wie groß die Auswirkungen der Programme auf die Startzeit des Rechners sind.

 So in etwa sieht ein schlanker Autostart aus. fullscreen
So in etwa sieht ein schlanker Autostart aus. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)

Im Prinzip brauchen Windows 10 und der PC zum Starten nur sehr wenige Programme. Lediglich Standards wie etwa ein Virenscanner sollten sich beim Starten automatisch mit hochfahren. Viele andere Programme nisten sich bei der Installation jedoch automatisch im Autostart ein, ohne das der Nutzer dies zunächst merkt. Solltest Du solche Programme im Autostart entdecken, kannst Du sie mit einem Rechtsklick und weiter über die Schaltfläche "Deaktivieren" abschalten.

2. Zusatzprogramm für schnelleren Start nutzen

Wer den Startvorgang des Rechners weiter verbessern möchte, findet eventuell Hilfe bei einem Zusatzprogramm. Teilweise liefern Drittanbieter-Apps wie Autoruns einen besseren Überblick darüber, welche Programme beim Starten von Windows tatsächlich mit hochgefahren werden. Das kostenlose Tool bietet natürlich auch die Möglichkeit, den Autostart für überflüssige Programme zu deaktivieren.

 Ein Zusatzprogramm wie Autoruns kann den Startvorgang weiter beschleunigen. fullscreen
Ein Zusatzprogramm wie Autoruns kann den Startvorgang weiter beschleunigen. (©TURN ON 2015)

3. Überflüssige Dienste finden und abschalten

Neben den Programmen im Autostart können auf dem Rechner auch noch jede Menge anderer Dienste laufen, die das System unnötig verlangsamen. Welche das genau sind, listet Windows 10 im Task-Manager unter dem Reiter "Dienste" auf. Nicht erschrecken, hier erwartet Dich eine ziemlich lange Liste. Die meisten darin enthaltenen Dienste sind durchaus sinnvoll und sollten aktiviert bleiben. Generell solltest Du hier nur Dienste deaktivieren, wenn Du Dir sicher bist, dass diese nicht gebraucht werden.

Wenn Du dennoch einen Dienst beenden möchtest, musst Du am unteren Rand des Task-Manager-Fensters auf die Schaltfläche "Dienste öffnen" klicken. In dem sich nun öffnenden neuen Fenster lassen sich einzelne Dienste abschalten, indem Du diese per Doppelklick auswählst und anschließend auf "beenden" klickst.

 Auch verschiedene Dienste lassen sich deaktivieren. fullscreen
Auch verschiedene Dienste lassen sich deaktivieren. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)

4. Die Auslagerungsdatei verkleinern

Die Auslagerungsdatei unter Windows 10 ist eine Möglichkeit, den Arbeitsspeicher des PCs künstlich zu erhöhen. Nicht umsonst vergibt Microsoft dafür den offiziellen Namen "Virtueller Arbeitsspeicher". Dabei reserviert das Betriebssystem automatisch einen Teil der regulären Festplatte, um die Daten für aktuelle Arbeitsprozesse dort abzulegen. An sich ist das eine sinnvolle Funktion, die auf Systemen mit 4 GB RAM oder weniger so manchen Arbeitsprozess erst ermöglicht.

Das Ganze hat jedoch einen entscheidenden Haken, denn der Speicher auf der Festplatte reagiert ungleich langsamer als RAM-Chips. Da Windows hin und wieder dazu neigt, Arbeitsprozesse auszulagern, obwohl das gar nicht nötig wäre, kann sich das Arbeitstempo eines Rechners trotz starker Hardware hin und wieder enorm verlangsamen.

Mit der Tastenkombination "Windows + Pause" gelangst Du in dieses Menü. fullscreen
Mit der Tastenkombination "Windows + Pause" gelangst Du in dieses Menü. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)
Weiter geht es über "Erweiterte Systemeinstellungen". fullscreen
Weiter geht es über "Erweiterte Systemeinstellungen". (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)
Unter dem Reiter "Erweitert" lässt sich der virtuelle Arbeitsspeicher definieren. fullscreen
Unter dem Reiter "Erweitert" lässt sich der virtuelle Arbeitsspeicher definieren. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)
Dieser kann bei 8 GB RAM etwa auf 1000 bis 2000 MB gesetzt werden. fullscreen
Dieser kann bei 8 GB RAM etwa auf 1000 bis 2000 MB gesetzt werden. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)

Um das zu verhindern, solltest Du auf PCs mit 8 GB RAM oder mehr die Auslagerungsdatei am besten verkleinern. Dazu wechselst Du mit der Tastenkombination "Windows + Pause" in die "Erweiterten Systemeinstellungen". Unter dem Tab "Erweitert" wählst Du nun die "Einstellungen" unter "Visuelle Effekte, Prozessorzeitplanung, Speichernutzung und virtueller Speicher". Dort wechselst Du erneut den Reiter auf "Erweitert" und wählst dann die Schaltfläche "Ändern".

Bei einem integrierten RAM-Speicher von 8 GB kannst Du die Auslagerungsdatei beispielsweise auf 1000 bis 2000 MB festlegen. Ganz abschalten solltest Du die Funktion jedoch nicht, da einige Programme ohne eine Möglichkeit zur Auslagerung nicht funktionieren.

5. Cache-Verzeichnisse regelmäßig leeren

Bei normalen Arbeitsprozessen legt Windows 10 jede Menge Daten ab, um schneller und effizienter Arbeiten zu können. Das geschieht unbemerkt vom Nutzer und ist an sich auch nicht weiter schlimm. Hin und wieder ist es jedoch empfehlenswert, diese Daten auszumisten, um das System schön flink zu halten. So empfiehlt es sich zum Beispiel, die Cache-Verzeichnisse des Betriebssystems ab und an zu löschen.

Dazu gibst Du in die Suchleiste "Datenträgerbereinigung" ein und wechselst in die angezeigte System-App. Beim Starten führt Windows eine kurze Analyse durch und berechnet, wie viel Speicherplatz freigegeben werden kann. Im Anschluss daran öffnet sich eine Übersicht, in welcher Du auswählen kannst, welche Daten gelöscht werden sollen.

Zunächst sucht Windows nach überflüssigen Daten. fullscreen
Zunächst sucht Windows nach überflüssigen Daten. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)
Anschließend kannst Du auswählen, welche davon gelöscht werden sollen. fullscreen
Anschließend kannst Du auswählen, welche davon gelöscht werden sollen. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)

6. Festplatte defragmentieren

Ebenfalls helfen kann ein Defragmentieren der Festplatte. Unter Windows 10 hat Microsoft den Namen der beliebten Funktion in "Laufwerke optimieren" geändert. Wenn Du eine Festplatte also "optimieren" willst, wählst Du diese im Dateiexplorer mit einem Rechtsklick aus und gehst in das Menü "Eigenschaften". Dort befindet sich unter dem Tab "Tools" die Schaltfläche zum Optimieren und Defragmentieren. Wichtig: Defragmentieren ist nur auf klassischen Festplatten sinnvoll. Auf einer SSD ist dieser Vorgang unnötig und eher nicht zu empfehlen.

 Auch das Defragmentieren der Festplatte kann den Rechner schneller machen. fullscreen
Auch das Defragmentieren der Festplatte kann den Rechner schneller machen. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)

7. Visuelle Effekte abschalten

Visuelle Effekte spielen unter Windows 10 eine größere Rolle als in älteren Versionen des Betriebssystems. Sie machen das System schicker und verbrauchen dabei kaum Ressourcen. Auf schwächeren Systemen kann es dennoch sinnvoll sein, diese abzuschalten. Dazu wechselst Du in das Menü "Erweiterte Systemeinstellungen" und dort auf den Tab "Erweitert". Unter "Visuelle Effekte, Prozessorzeitplanung, Speichernutzung und virtueller Speicher" lassen sich dort einzelne Effekte einzeln an- und ausschalten.

 Eine ganze Reihe von visuellen Effekten ist abschaltbar. fullscreen
Eine ganze Reihe von visuellen Effekten ist abschaltbar. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)

8. Transparenz-Effekte deaktivieren

Wer noch mehr Leistung sparen möchte, kann zusätzlich noch die Transparenz-Effekte abschalten. Dafür öffnest Du die "Einstellungen" und dort "Personalisieren > Farben". Für die passende Schaltfläche scrollst Du anschließend ganz nach unten.

 Auch die Transparenz-Effekte lassen sich abschalten. fullscreen
Auch die Transparenz-Effekte lassen sich abschalten. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2016)

9. Startvorgang im Bios bearbeiten

Während sich alle bisherigen Einstellungen in Windows 10 selbst erledigen lassen, können erfahrene PC-Besitzer auch einige Optimierungen im Basic Input Output System (Bios) vornehmen, welches dem Betriebssystem vorgeschaltet ist. Das Bios startet auf jedem PC noch vor dem eigentlichen Betriebssystem – also quasi direkt nach dem Einschalten. Um in das Menü zu gelangen, muss dabei je nach Modell "F2", "F8", "F10", "F12" oder "Entf" gedrückt werden.

Windows 10 bootet langsam bei Dir? Im Bios selbst ist vor allem der Eintrag "Boot Device Priority" mit dem Reiter Boot interessant. Wenn sich mehrere Festplatten in einem PC verbinden, sollte hier immer die an erster Stelle stehen, auf der sich das Betriebssystem befindet. Zudem lässt sich im Bios die Option "Fast Boot" aktivieren, sofern diese prinzipiell verfügbar ist.

 Im Bios lassen sich weitere Einstellungen vornehmen. fullscreen
Im Bios lassen sich weitere Einstellungen vornehmen. (©CC: flickr/ bellbind.bellbind 2016)

10. Auf SSD-Festplatte umsteigen

Neben reinen Software-Optimierungen gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, die Hardware zu optimieren. Um die generelle Geschwindigkeit eines Rechners zu erhöhen, ist nichts so effektiv, wie der Umstieg von einer herkömmlichen Festplatte auf eine SSD. Die SSD muss nicht einmal besonders groß sein, denn sie kann als Ergänzung zu einer HDD genutzt werden. Es reicht vollkommen aus, das Betriebssystem und wichtige Programme wie Webbrowser auf der SSD zu speichern. Alle weiteren Daten und Programme können weiterhin auf der normalen Festplatte verbleiben.

 Eine SSD kann den Rechner enorm beschleunigen. fullscreen
Eine SSD kann den Rechner enorm beschleunigen. (©CC: flickr/ Simon Wüllhorst 2016)

11. Gratis-Tools verwenden (oder nicht)

Du kannst auch mit Gratis-Tools Deinem Windows 10-PC einen Geschwindigkeitsschub verleihen. Zum Beispiel entfernst Du mit dem kostenlosen Programm AllDup Dateiduplikate. So wird Dein System nicht mehr durch doppelt vorhandene Dateien ausgebremst.

Tuning-Tools wie Ashampoo WinOptimizer führen eine Reihe an Wartungsarbeiten durch, darunter das Entfernen von Datenmüll, das Ordnen von Dateien und die Systemanalyse. Der Nutzen von Tuning-Software ist allerdings umstritten und falls Du sie einsetzt, solltest Du wissen, welche Wartungsarbeiten für Dich Sinn ergeben. Insbesondere von der Reinigung der Registry solltest Du besser absehen – sonst werden unter Umständen wichtige Systemdateien gelöscht.

 Beim Einsatz von Tuning-Tools solltest Du vorsichtig sein. fullscreen
Beim Einsatz von Tuning-Tools solltest Du vorsichtig sein. (©Ashampoo 2017)

12. Neuen Prozessor und mehr Arbeitsspeicher kaufen

Der Umstieg auf eine SSD für Windows 10 bringt zwar noch mehr, aber auch ein schnellerer Prozessor und mehr Arbeitsspeicher beschleunigen Dein System. Empfehlenswert sind etwa Intel Core i5- oder i7-Chips sowie die AMD-Prozessoren der Ryzen-5-Serie. Derweil können 8 GB Arbeitsspeicher Sinn ergeben, insbesondere für Bild- und Videobearbeitung, für viele Browsertabs in Chrome und für Games.

 Mit den Ryzen 5- und Ryzen 7-Prozessoren bietet AMD eine Alternative zu den Intel-Chips. fullscreen
Mit den Ryzen 5- und Ryzen 7-Prozessoren bietet AMD eine Alternative zu den Intel-Chips. (©AMD 2017)

13. Godmode einsetzen

Wie in Computerspielen gibt es auch in Windows 10 einen Godmode. Im Unterschied zum Godmode der Games macht er Dich nicht unsterblich, aber immerhin bekommst Du in einem Fenster gebündelten Zugriff auf die Systemeinstellungen, mit denen Du das Betriebssystem beschleunigen kannst. Wie Du den Godmode aktivierst, erklären wir hier.

 Der Godmode bietet leistungsrelevante Einstellungen gebündelt an einem Ort. fullscreen
Der Godmode bietet leistungsrelevante Einstellungen gebündelt an einem Ort. (©Screenshot Microsoft/ TURN ON 2017)
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