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Schnurlose Telefone: 7 Dinge, die Du beim Kauf beachten solltest

Wir verraten, welche Werte und Funktionen beim Kauf eines schnurlosen Telefons wichtig sind.
Wir verraten, welche Werte und Funktionen beim Kauf eines schnurlosen Telefons wichtig sind. (©Gigaset/Siemens 2017)

Auch im Smartphone-Zeitalter hat der klassische Festnetzanschluss längst nicht ausgedient. Schnurlose Telefone haben die kabelgebundenen Modelle längst verdrängt. Wir erläutern, auf welche sieben Dinge Du beim Kauf eines Schnurlostelefons besonders achten solltest.

1. Analoges Telefon oder ISDN-Modell?

Grundsätzlich gilt es, bei schnurlosen Telefonen zwischen analogen Geräten und ISDN-Modellen zu unterscheiden. War ein ISDN-Anschluss früher unerlässlich, wenn gleichzeitig telefoniert und im Internet gesurft werden wollte, so taugt diese Eigenschaft im DSL-Zeitalter nicht mehr als Vorteil – aufgrund verschiedener Frequenzen ist paralleles Surfen und Telefonieren auch mit Analog-Telefonen problemlos möglich.

Ohnehin ist die Auswahl an ISDN-Telefonen eher beschränkt und für professionelle Anwender von Bedeutung. Wichtig: ISDN-Telefone können nicht an einem analogen Telefonanschluss betrieben werden, analoge Telefone hingegen problemlos an einem ISDN-Anschluss.

2. Der Vorteil von DECT-Telefonen

 An einer Basis können bis zu acht Telefone mit DECT betrieben werden. fullscreen
An einer Basis können bis zu acht Telefone mit DECT betrieben werden. (©Thinkstock/Stockbyte/ 2017)

Ein schnurloses Telefon übertragt Gespräche mithilfe der DECT-Technik (Digital Enhanced Cordless Telecommunications). Der große Pluspunkt des Standards: Selbst DECT-Telefone verschiedener Gerätehersteller können an derselben Basisstation betrieben werden – Du musst Dich also nicht auf eine Marke festlegen und kannst so zu einem späteren Zeitpunkt sorgenfrei aufrüsten. Bekannte Hersteller von schnurlosen Telefonen sind in Deutschland etwa Gigaset, Panasonic oder auch Philips.

3. Größe des Displays und Speicher des Telefonbuchs

Damit Kontakte, Rufnummern und weitere Einstellungen jederzeit gut ablesbar sind, sollte auf ein ausreichend großes Display geachtet werden – am besten in Farbe. Mit einem Bildschirm mit 1,8 Zoll Diagonale, wie etwa beim Gigaset C 430, ist man auf der sicheren Seite. Zudem sollte auch bei kompakten Geräten darauf geachtet werden, dass ein ausreichend großes Tastenfeld integriert ist. Denn: Nichts ist ärgerlicher, als sich ständig zu vertippen, wenn man schnell jemanden anrufen möchte.

Ein integriertes Telefonbuch ist Standard. Möchtest Du viele Rufnummern einspeichern, sollte dieser Speicher ausreichend groß sein – mindestens 100 Einträge sollten möglich sein, besser mehr. Denn: Günstige Einsteigermodelle bieten oftmals nur magere 50 Plätze für Kontakte. Wenn Du planst, sehr viele Kontakte in das Telefonbuch zu übertragen, solltest Du auch auf eine Suchfunktion achten.

 Die Bildschirmgröße ist ebenso wichtig wie der Speicher für Telefonbucheinträge. fullscreen
Die Bildschirmgröße ist ebenso wichtig wie der Speicher für Telefonbucheinträge. (©CC: flickr/Philips Communications 2015)

4. Achte auf einen integrierten Anrufbeantworter

Ein Anrufbeantworter ist heutzutage Standard bei den meisten schnurlosen Geräten, nur sehr günstige Einsteiger-Telefone verzichten auf dieses Feature. Beim Kauf eines neuen Telefons solltest Du daher auf jeden Fall darauf achten, dass das Modell mit Anrufbeantworter erhältlich ist.

Solltest Du aber ohnehin planen, das Gerät an einem Router zu betreiben, kannst Du notfalls auch darauf verzichten. Jeder halbwegs moderne Router erlaubt es Dir, einen digitalen Anrufbeantworter selbst dann einzurichten, wenn das Telefon selbst nicht über dieses Feature verfügt.

 Ein Anrufbeantworter ist längst Standard und sollte auf jeden Fall an Bord sein. fullscreen
Ein Anrufbeantworter ist längst Standard und sollte auf jeden Fall an Bord sein. (©picture alliance / dpa Themendienst 2017)

5. Darum sollte das Telefon einen Eco-Modus haben

So praktisch schnurlose Telefone auch sind: Im Vergleich zu klassischen Geräten mit Kabel verfügen sie über eine höhere Strahlung. Das wissen natürlich auch die Hersteller und spendieren ihren Modellen deshalb oftmals einen Eco-Modus. Ist dieser aktiv, wird die Strahlung deutlich reduziert, etwa, wenn das Mobilteil in die Basisstation gelegt wird.

 Das Telefon sollte über einen Eco-Modus verfügen, um möglichst wenig Strahlen auszusenden. fullscreen
Das Telefon sollte über einen Eco-Modus verfügen, um möglichst wenig Strahlen auszusenden. (©Thinkstock/iStock/SIphotography 2017)

In vielen Fällen kann die Strahlung individuell eingestellt werden. Wird das Telefon in einer vergleichsweise kleinen Wohnung betrieben, muss die Sendeleistung nicht auf höchster Stufe stehen. Hier genügt es oftmals, nur eine mittlere Einstellung zu wählen.

6. Richtwerte für die Reichweite von Schnurlostelefonen

Der größte Vorteil eines schnurlosen Telefons ist wohl unbestritten die flexible Nutzung – schließlich können die Geräte sowohl drinnen als auch draußen verwendet werden. Bei der Reichweite unterscheiden sich die meisten Hersteller aber nicht großartig. Während drinnen die Reichweite meist mit 50 Metern angegeben wird, sind es im Freien sogar bis zu 300 Meter. In der Praxis sind die Reichweiten meist etwas geringer, da dicke Wände und Mauern die Übertragung behindern.

 Meist beträgt die maximale Reichweite von schnurlosen Telefonen im Freien bis zu 300 Meter. fullscreen
Meist beträgt die maximale Reichweite von schnurlosen Telefonen im Freien bis zu 300 Meter. (©Thinkstock/Top Photo Group/Top Photo Corporation 2017)

7. Standby- und Gesprächsdauer: Darauf musst Du achten

Schnurlose Telefone sind in der Regel mit einem wiederaufladbaren Akku ausgestattet, der automatisch mit Energie versorgt wird, wenn das Mobilteil auf die Basisstation gelegt wird. Die Standby- und Gesprächszeiten unterscheiden sich jedoch von Hersteller zu Hersteller. So beträgt die Standby-Dauer meist bis zu 200 Stunden, oftmals auch bis zu 300 Stunden.

Wichtiger ist jedoch die Gesprächszeit. Wer das Telefon nach längeren Gesprächen nicht immer sofort mit Strom versorgen möchte, sollte auf einen möglichst guten Wert achten – also mindestens zehn Stunden aufwärts. Je mehr, desto besser.

 Wer gerne viel und lange telefoniert, sollte auf eine ausreichend hohe Gesprächszeit achten. fullscreen
Wer gerne viel und lange telefoniert, sollte auf eine ausreichend hohe Gesprächszeit achten. (©picture alliance / dpa Themendienst 2017)
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