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So machst Du Dein Android-Smartphone fit für 2021

Zeit für den Android-Neujahrsputz (hier das Nokia 8.1).
Zeit für den Android-Neujahrsputz (hier das Nokia 8.1). Bild: © TURN ON / Andreas Müller 2019

Der Jahresanfang 2021 ist eine gute Gelegenheit für einen Android-Neujahrsputz. So bekommst Du ein aufgeräumtes und sicheres Handy, um das neue Jahr ohne Smartphone-Scherereien bewältigen zu können.

Apps aufräumen: Ungenutzte Anwendungen entfernen

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Die Entfernung ungenutzter Apps verbessert die Übersicht. Bild: © Google / Screenshot: TURN ON 2021

Zunächst einmal kannst Du überflüssige Apps loswerden. Die verbrauchen nicht nur Speicher, sondern auch Platz auf dem Homescreen und im App-Drawer. Du sorgt so für mehr Übersicht und Du findest schneller die Anwendungen, die Du wirklich brauchst. Zudem laufen viele Apps gerne im Hintergrund und beeinträchtigen so die Performance des Handys. Nicht zuletzt sind die meisten Apps sehr neugierig und greifen auf Deine Daten zu – das muss nicht sein, wenn Du auf die Programme verzichten kannst.

Öffne den App-Drawer, indem Du auf dem Homescreen nach unten wischt. Falls Du eine App findest, die Du nicht brauchst, halte das Icon gedrückt und wähle "Deinstallieren" aus. Es öffnet sich ein Fenster. Bestätige die Wahl mit "OK". Je nach Android-Version kann es auch sein, dass Du das Icon nach oben auf dem Display bewegen musst. Anschließend sollte ein "Deinstallieren"-Befehl oben oder in einem Menü auftauchen.

Speicher aufräumen: Mehr Platz schaffen

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Die Google-App Files hilft beim Speicher-Aufräumen. Bild: © Google / Screenshot: TURN ON 2021

Nicht nur überflüssige Apps kannst Du getrost löschen, sondern auch überflüssige Bilder, Videos, temporäre Dateien und andere Platzverschwender. Für diesen Zweck gibt es eine praktische Hilfe, nämlich die App Files. Sie stammt aus einer vertrauenswürdigen Quelle – von Google selbst.

Files durchsucht Deinen Speicher nach überflüssigen Daten. Diese werden in Kategorien wie "Junk-Dateien", "Duplikate", "Alte Screenshots", "WhatsApp Medien", "Große Dateien" und andere unterteilt. Du kannst die Dateien dann einzeln zum Löschen auswählen oder alle Dateien einer Kategorie entfernen. Je nach der zu entfernenden Dateimenge kann das Löschen eine Weile dauern.

Berechtigungen entfernen: Den Datenschutz verbessern

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Du kannst Apps Berechtigungen entziehen. Bild: © Google / Screenshot: TURN ON 2021

Mit Android 10 und 11 hat Google den Datenschutz erheblich verbessert. So lassen sich App-Berechtigungen gezielter und zeitlich begrenzt erteilen. Du kannst Apps den Zugriff auf Kamera, Standort und Mikrofon etwa nur beim Einsatz der App erlauben, damit sie nicht im Hintergrund darauf zugreifen können. Allerdings musst Du die Berechtigungen manuell beschränken, das geschieht nicht automatisch. Und falls Du von einer älteren Android-Version ein Update vorgenommen hast, haben die zuvor schon installierten Apps weiterhin weitreichende Befugnisse.

Gehe in den Android-Einstellungen (Zahnrad-Icon) auf "Datenschutz > Berechtigungsverwaltung". Im Berechtigungsmanager siehst Du nun, worauf wie viele Apps zugreifen können: Anrufliste, Kalender, Kamera, etc. Wichtig ist vor allem ein Blick auf "Kamera", Standort" und "Mikrofon". Tippe auf die Kategorie und dann auf die App, deren Berechtigungen Du verwalten möchtest. Mit "Ablehnen" entziehst Du ihr eine Berechtigung. Manchmal erhältst Du weitere Optionen wie "Zugriff nur während der Nutzung der App zulassen".

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Den Standort-Zugriff kannst Du gezielt nur während der App-Nutzung erlauben. Bild: © Google / Screenshot: TURN ON 2021

Drittanbieter-Zugriff entfernen: Google-Konto schützen

Drittanbieter können gegebenenfalls auf Google-Account-Infos zugreifen, selbst wenn Du ihre Apps gar nicht verwendest und sie nicht einmal auf Deinem Gerät gespeichert sind. Du musst ihnen eine solche Berechtigung nur in der Vergangenheit einmal erteilt haben. Zum Glück bekommst Du schnell einen Überblick darüber, wer welche Infos nutzen kann. Und Du kannst ihnen dieses Recht sofort entziehen.

Wirf einfach einen Blick auf die Google-Seite "Apps mit Zugriff auf mein Konto". Die "Drittanbieter-Apps mit Kontozugriff" haben umfassenderen Zugriff, wobei Google auch verrät, worauf. So greift Slack etwa auf den Dienst Google Drive zu – und das ist auch in Ordnung. Eventuell stößt Du aber auf eine App, die den angegebenen Zugriff nicht haben sollte. Tippe darauf und gehe dann auf "Zugriffsrechte entfernen".

Passwörter prüfen: Hackern einen Strich durch die Rechnung machen

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So sollten Deine Passwörter nicht aussehen. Bild: © Adobe Stock / ronstik 2019

Übrigens empfehlen wir einen Blick auf die Sicherheits-Hauptseite von Google. Dort erfährst Du, ob Deine Passwörter gehackt wurden, wie sicher sie sind und wie oft Du dieselben Passwörter für verschiedene Websites verwendest. Auch, ob Du starke oder schwache Passwörter nutzt, ist dort nachzulesen. Nutze am besten, wo immer es geht, die 2-Faktor-Authentifizierung zusammen mit einer Authentifizierungs-App.

Gerätezugriff von Google entfernen: Nur aktuelle Geräte auf das Google-Konto zugreifen lassen

Neben Apps & Services können auch bestimmte Geräte auf Dein Google-Konto zugreifen, die Du vielleicht nicht mehr verwendest. Das ist besonders riskant, wenn Du die Geräte gebraucht verkauft hast. Stelle sicher, dass nur aktive Geräte, die Dir bekannt sind, auf Dein Konto und Deine Infos zugreifen können. Auf dieser Google-Seite kannst Du nachsehen. Tippe rechts oben auf die drei Punkte und dann auf "Abmelden", um ein Gerät zu entfernen.

Gerätezugriff vom Play Store entfernen: Nur aktuelle Geräte auf den Play Store zugreifen lassen

Dann wäre da noch der Google Play Store. Wenn Du Dich mit einem Android-Gerät im Google-Konto anmeldest, landet es als Option im Play Store. Du kannst auswählen, auf welchen Geräten Apps installiert werden sollen. Mit der Zeit wird oft eine recht lange Liste daraus. Einige der Geräte haben seltsame Codenamen und Du weißt vielleicht nicht einmal, auf welche Geräte sich diese beziehen sollen.

Gehe auf diese Seite mit Play-Store-Einstellungen. Entferne unter "Meine Geräte" bei den Geräten, die Du nicht mehr nutzt, jeweils den Haken bei "Sichtbarkeit > In Menüs anzeigen". Du kannst übrigens auch die oft rätselhaften Modellnamen ändern, indem Du rechts auf "Bearbeiten" tippst, eine neue Bezeichnung unter "Name" eingibst" und die Wahl mit "Aktualisieren" bestätigst.

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