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Technik-Trends 2018: Diese 4 Technologien werden spannend

Wir verraten, welche Technik-Trends Du 2018 im Auge behalten solltest.
Wir verraten, welche Technik-Trends Du 2018 im Auge behalten solltest. (©thinkstock/ipopba 2017)

Diverse Technik-Trends 2018 versprechen uns fürs nächste Jahr spektakuläre Fortschritte, Produkte und Apps. Hier sind vier Entwicklungen, die Du 2018 im Auge behalten solltest.

Für viele gingen die letzten paar Jahre wie im Flug vorbei. Blickt man auf den Markt der Technik-Neuheiten, ist es unglaublich, was sich in der verhältnismäßig kurzen Zeit seit Beginn der Digitalisierung getan hat. Aber die Revolution des Internets war erst der Anfang. Produkte und Dienstleistungen sind dabei, völlig neu erfunden zu werden, fast jede Industrie ist vom Umschwung betroffen.

1. Künstliche Intelligenzen lernen uns zu verstehen

 Google Home bringt KI in unsere Haushalte. fullscreen
Google Home bringt KI in unsere Haushalte. (©TURN ON 2017)

In den letzten paar Jahren haben es künstliche Intelligenzen (KIs) von den Großrechnern aus dem Silicon Valley in unsere Smartphones und Streaming-Lautsprecher geschafft. Siri, Alexa und Co. lernen derzeit, wie sie unseren Alltag am besten regeln können, wann wir welche Musik hören wollen und welche Produkte uns weiterhelfen könnten. Auch im Internet lesen KI-Bots mit, was wir alles schreiben und entwickeln sich zu chattenden Service-Mitarbeitern. Die Anwendungsmöglichkeiten der künstlichen Intelligenzen sind immens und sie werden uns in im nächsten Jahr noch näherkommen.

2018 werden wir deutliche Verbesserungen bei der Konversation mit künstlichen Intelligenzen bemerken. Die cleveren Maschinen werden unsere Sprachbefehle besser verstehen und registrieren, in welcher Stimmung wir gerade sind. Sogar Selbstmordabsichten wollen die KIs bald erkennen. Längere Unterhaltungen mit Robotern werden bald nicht mehr ungewöhnlich sein. Diejenigen, die sich über solche Entwicklungen Sorgen machen, können aber vorerst beruhigt sein: Eine starke KI, die menschenähnliche Denkleistungen erreicht, ist noch einige Jahrzehnte von uns entfernt.

2. VR, AR, MR: Digitale Realitäten erblühen

 Virtual-Reality-Brillen wie PlayStation VR erobern die Gaming-Welt. fullscreen
Virtual-Reality-Brillen wie PlayStation VR erobern die Gaming-Welt. (©Sony 2017)

Als das Virtual Reality-Headset Oculus Rift vor eineinhalb Jahren erschien, waren die Erwartungen riesig: Eine neue Dimension von Computerspielen sollte heranwachsen, bisher unerreichte Immersion sollte uns in digitalen Welten erwarten. Nachfolgetechnologien wie die HTC Vive oder PlayStation VR können zwar mit einzelnen Anwendungen begeistern, aber die Killer-App für Virtual Reality hat bisher noch auf sich warten lassen. Ob sich dies 2018 ändert, oder ob wir auf die nächste Generation der VR-Technologie warten müssen, wird sich zeigen.

Neben Virtual Reality gab es eine sprunghafte Entwicklung bei Augmented Reality und Mixed-Reality-Technologien (AR und MR). Beide Begriffe bezeichnen die Vermischung von virtuellen Inhalten mit der Realität. Das erfolgreichste Beispiel für AR ist Pokémon Go, welches im letzten Jahr Millionen Menschen weltweit auf die Straßen brachte. Mixed Reality bezeichnet Technologien, bei denen reale und virtuelle Objekte miteinander interagieren können, zum Beispiel, wenn bei einer OP der Chirurg ein virtuelles Ultraschallbild auf die Haut des Patienten wirft.

In diesem Jahr haben zahlreiche Unternehmen in immersive Technologien investiert – und nicht nur Game-Hersteller. 2018 werden wir wesentlich mehr Möglichkeiten haben, in künstliche Welten einzutauchen, ob im Entertainmentbereich, den Wissenschaften, oder neuen Formen der Werbung. Neue Modeling-Tools, wie Google Blocks oder Amazon Sumerian, öffnen die Türen für jedermann, der seine eigenen Landschaften erschaffen will.

3. Das Internet der Dinge (IoT) wächst weiter

 Auch Kühlschränke sind inzwischen smart. fullscreen
Auch Kühlschränke sind inzwischen smart. (©flickr/samsungtomorrow 2017)

Die Tatsache, dass es möglich ist, smarte Technologien in die kleinsten Gegenstände einzubauen, hat eine Fülle an Möglichkeiten eröffnet. Wir kennen Gadgets, die unsere Gesundheitswerte überprüfen und an unser Smartphone senden, Wearables, die uns beim Hochleistungssport sagen, wie schnell wir sind, und natürlich Smart-Home-Applikationen wie programmierbare Lichtschalter, Thermostate und Alarmsysteme. Gesteuert werden diese Dinge mithilfe künstlicher Intelligenzen wie Alexa und Google Assistant. Das IoT endet aber nicht vor unserer Haustür: Bis 2020 wird erwartet, dass bis zu 250 Millionen Autos ans Internet angeschlossen sein werden. Bis all diese Fahrzeuge vollautomatisch sind, wird es noch etwas dauern, aber von Tesla und Co. werden wir im nächsten Jahr sicherlich den einen oder anderen Durchbruch präsentiert bekommen.

2018 werden mehr smarte Gadgets als je zuvor auf den Markt kommen. Intelligente Cloud-basierte Dienste werden dann noch wichtiger für deren Verwaltung. Die Datafizierung vieler Aspekte unseres Lebens wird im nächsten Jahr noch weiter voranschreiten. Mehr Daten bedeuten mehr Lernmaterial für die künstlichen Intelligenzen und bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der Prozessorleistungen können wir in den kommenden paar Jahren bahnbrechende Fortschritte erwarten.

4. Die Blockchain wird vielseitiger

 Die Blockchain ist die Basis vieler Kryptowährungen. fullscreen
Die Blockchain ist die Basis vieler Kryptowährungen. (©thinkstock/peshkov 2017)

2017 war das Jahr, in dem Bitcoin von einer fragwürdigen Randerscheinung zu einem lukrativen Massenphänomen wurde. Durch den explosionsartigen Preisanstieg sprechen viele von einer Blase, und tatsächlich ist die Zukunft für Bitcoin selbst ungewiss. Fest steht aber, dass Kryptowährungen gekommen sind, um zu bleiben. Zur Erinnerung: Vor einem Jahrzehnt konnte niemand sagen, ob Facebook und Twitter eine Zukunft haben würden, aber der anhaltende Trend zur Vernetzung und der Aufstieg der sozialen Medien war schon damals klar.

Das System, das Bitcoin überhaupt möglich macht, ist die Blockchain. Dank dieses dezentralen Buchführungsprinzips können digitale Währungen zuverlässig ohne Aufsicht von Banken oder Regierungen gehandelt werden. 2018 werden Blockchains nicht mehr bloß als Infrastruktur für virtuelles Geld dienen, sondern auch in anderen Sektoren für Umwälzungen sorgen. Shared Economy Dienste wie Uber oder Airbnb könnten dank der Blockchain noch weiter dezentralisiert werden, sodass hierfür keine Unternehmen mehr notwendig sind. Ein Schlagwort in diesem Zusammenhang lautet Smart Contracts. Das sind Vereinbarungen zwischen zwei oder mehreren Parteien, die über eine Blockchain abgewickelt werden. Das Smarte daran ist, dass sie keine menschliche Kontrolle benötigen und dass sie sich automatisch vollziehen, wenn die vereinbarten Konditionen erfüllt sind.

Dieses Prinzip kann Anwendungen auf dem Wohnungsmarkt, bei Versicherungen, Finanzdienstleistungen und anderen Bereichen finden. Ein Beispiel für ein aufstrebendes Blockchain-Projekt ist Ethereum. Die Blockchain und Smart Contracts werden in 2018 und in den darauffolgenden Jahren noch heiß umkämpfte und viel diskutierte Trends sein.

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