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Unnützes Wissen: 22 lustig-skurrile Fakten aus der Tech-Welt

Für ein Shake-hands mit Tim Cook muss man nicht der Papst sein – 610.000 Dollar reichen auch...
Für ein Shake-hands mit Tim Cook muss man nicht der Papst sein – 610.000 Dollar reichen auch... (©picture alliance/dpa 2016)

Jürgen Klinsmanns älterer Bruder heißt Horst. Diesen Fakt aus der NEON-Reihe "Unnützes Wissen" habe ich mir gemerkt – warum auch immer. Vielleicht geht es dir ähnlich mit unseren 25 lustig-skurrilen Fakten aus den Bereichen Technik, Wissenschaft und Entertainment...

1. Facebook-Chef Mark Zuckerberg zahlt sich nur 1 US-Dollar Jahresgehalt.

Und er ist nicht der einzige Branchenriese, der sich mit einem symbolischen Mini-Gehalt begnügt. Auch Apple-Gründer Steve Jobs, Tesla-CEO Elon Musk oder Eric Schmidt von Google zählen beziehungsweise zählten sich zu den sogenannten "one-dollar salary earners". In einer Facebook-Fragestunde im Juni 2015 verriet Mark Zuckerberg, warum er diesen Weg ebenfalls geht: "Ich habe genug Geld verdient. Aktuell fokussiere ich mich darauf, das Bestmögliche mit dem zu tun, was ich habe." Der Facebook-Gründer engagiert sich daher auch viel außerhalb seines sozialen Netzwerkes.

 Ein Mann mit Visionen: Facebook-CEO Mark Zuckerberg. fullscreen
Ein Mann mit Visionen: Facebook-CEO Mark Zuckerberg. (©CC: Flickr/Alessio Jacona 2016)

2. Die erste E-Mail der Welt wurde an tomlinson@bbntenexa geschickt.

Ray Tomlinson legte damit bereits 1971 den Grundstein für eines der heutzutage wichtigsten Kommunikationsmittel. Der im März 2016 verstorbene Erfinder der E-Mail arbeitete ab 1967 beim privaten Forschungsunternehmen Bolt, Beranek and Newman, die den Vorläufer des heutigen Internets, das Arpanet, aufbaute. Tomlinson arbeitete laut Business Insider an einem schrankhohen Computer und entwickelte das Betriebssystem TENEX, das immerhin schon Nachrichten an andere Benutzer desselben Computers ermöglichte. Indem er Teile eines anderen Programms integrierte, schuf er die Grundlage für den Versand von Nachrichten zwischen verschiedenen PCs. Die erste E-Mail schickte er dann an sich selbst, tomlinson@bbntenexa – noch ohne Domain-Endung, aber bereits mit @-Zeichen, um den Benutzernamen des Empfängers vom Rechnernamen zu trennen. Das Zeichen schien ihm dafür geeignet, weil es in der normalen Schriftsprache nicht vorkommt. Was in der ersten Mail stand, wusste der Erfinder später selbst übrigens nicht mehr...

3. Die kürzeste kontrollierbare Zeitspanne sind derzeit 12 Attosekunden.

Schwer vorstellbar: Eine Attosekunde entspricht dem Milliardstel einer Milliardstelsekunde beziehungsweise 10-18 Sekunden. Den Rekord der bisher kürzesten kontrollierbaren Zeitspanne von 12 Attosekunden stellten Wissenschaftler des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) in Berlin im Jahr 2010 auf. Geglückt ist dies mit speziellen Lasern, die eine extrem hohe Langzeitstabilität in Bezug auf Laserleistung und Impulsdauer aufweisen. Die Möglichkeit, solche kurzen Zeitspannen messen zu können, eröffnet neue Weget für die Erforschung schnellster Prozesse in der Natur.

4. Radio Finnland sendet Nachrichten auf Latein.

Tote Sprache? Von wegen. Der finnische Radiosender YLE sendet einmal wöchentlich Nachrichten auf Latein – und die "Nuntii Latini Septimanales" laufen zur besten Sendezeit. Zusätzlich zum lateinischen Wochenrückblick gibt es einmal monatlich die "Nuntii Latini mesis" mit den wichtigsten Nachrichten des Monats, berichtet Radio Bremen. Kostprobe gefällig? "Margaret Thatcher, pristina princeps ministra Britanniae octoginta septem annos nata, die Lunae mane diem supremum obiit. Causa mortis nuntiatur fuisse infarctus cerebri", lautete die Meldung über den Tod von Margaret Thatcher im April 2013.

5. "Strg+Alt+Entf" war eigentlich nur eine Notfalllösung.

Vor 35 Jahren sahen PCs noch deutlich anders aus als heute – und dennoch gab es ihn schon: den Klammergriff. Die manchmal als auch "Affengriff" bezeichnete Tastenkombination "Strg + Alt + Entf" geht auf IBM-Ingenieur Dave Bradley zurück, der eine Abkürzung für langwierige Neustarts etablieren wollte. Neue Software hängte sich nämlich ständig auf und einen Hardware-Resetknopf gab es nicht. Also erzwang der Ingenieur einen Neustart (ohne langwierigen Selbsttest zu Beginn) per Tastenkürzel. Die Kombination wählte er laut einem Interview mit dem Stern so, dass man sie nicht versehentlich drückte. In nur fünf Minuten waren dann die paar Zeilen Code geschrieben, die noch heute für jeden PC-Besitzer wichtig sind.

 "Strg + Alt + Entf" ist manchmal der Retter in der Not. fullscreen
"Strg + Alt + Entf" ist manchmal der Retter in der Not. (©CC: Flickr/Jens Ohlig 2016)

6. Bluetooth ist nach einem dänischen Wikingerkönig benannt...

... und das Bluetooth-Logo zeigt seine Initialen: die altnordischen Runen H und B für Harald Blåtand. Im zehnten Jahrhundert einte der Wikingerkönig Dänemark erstmals unter einer Krone. Genau das hatten die skandinavischen Konzerne Ericsson und Nokia wohl im Hinterkopf, als sie den Bluetooth-Standard 1998 ins Leben riefen. Auch er sollte unterschiedlichste Geräte miteinander verbinden – und das sogar kabellos. Hat geklappt...

7. Die Ländervorwahl von Russland lautet 007.

Dieser Fakt bedarf eigentlich keiner Erklärung. Aber er lässt Raum für Spekulationen zu: Ist James Bond deshalb so oft in Russland unterwegs? Fakt ist nämlich auch: In den mehr als 50 Jahren, die 007 bereits auf der Filmleinwand zu sehen ist, musste er erstaunlich oft gegen russische Bösewichte antreten. Das hat wohl aber eher mit den damaligen politischen Gegebenheiten zu tun. Zu Zeiten des Kalten Krieges wurden Sowjets in westlichen Filmen einfach gerne als Schurken dargestellt.

8. Das erste YouTube-Video hieß "Me at the zoo"...

... und war gerade einmal 18 Sekunden lang. Beziehungsweise ist. Der Clip, der am 23. April 2005 und damit rund zwei Monate nach dem YouTube-Release hochgeladen wurde, ist nämlich immer noch abrufbar. Es zeigt YouTube-Mitbegründer Jawed Karim vor dem Elefantengehege des Zoos in San Diego. Dort informiert er uns, dass die Dickhäuter wirklich lange Rüssel haben...

9. "Alien", "Blade Runner" & "Prometheus" spielen im selben Universum.

Zumindest wenn es stimmt, was ein findiger britischer Fan in einem Memo auf der DVD der Extended-Version von "Prometheus" (2012) entdeckt haben will: Dort schreibt Filmfigur Peter Weyland über seinen Mentor. Zwar ohne Namen zu nennen. Doch die Beschreibung der Person passt genau auf Dr. Eldon Tyrell aus dem 1982er Sci-Fi-Film "Blade Runner". Der Chef der Tyrell Corporation stellt mit seiner Firma in "Blade Runner" synthetische Roboter her, in der Memo zu "Prometheus" finden sich genau darauf Hinweise. Auch zeitlich würde es passen, dass sich die Figuren aus beiden Filmen kennen. "Blade Runner" spielt im Jahr 2019, "Prometheus" ab 2090. Dass "Alien" im selben Universum spielt wie "Prometheus" müssen wir an dieser Stelle wohl eigentlich nicht mehr erwähnen, oder? Wer die Filme nicht kennt, ist ohnehin schon vorher ausgestiegen.

10. Jemand zahlte 610.000 Dollar für einen Kaffee mit Tim Cook.

Und da rege sich nochmal einer über die Kaffeepreise bei Starbucks & Co. auf ... Umgerechnet rund 470.000 Euro zahlte ein anonymer Bieter bei einer Charitybuzz-Auktion für ein 30- bis 60-minütiges Treffen und einen Kaffee mit Tim Cook im Apple-Hauptquartier in Cupertino – Reisekosten nicht inbegriffen. Immerhin: Der Höchstbietende der insgesamt 86 Auktionsteilnehmer durfte laut The Verge noch einen Freund mitbringen.

11. Die erste Ampel der Welt stand in London – und explodierte.

Die erste Lichtsignalanlage der Welt wurde 1868 vor den Houses of Parliament in London errichtet – und damit 18 Jahre bevor das erste Automobil gebaut wurde, informiert die Zeit. Damit die grünen und roten Signale auch in der Nacht zu sehen waren, wurde die Anlage per Gas betrieben. Dies neigte jedoch zum Explodieren. Nachdem sich ein Polizist dabei Verbrennungen zugezogen hatte, wurde die erste Ampel der Welt wieder entfernt. Die nächsten 50 Jahre gab es keine neue Anlage in London.

 Die Ampeln, die heute in London stehen, neigen nicht mehr zum Explodieren. fullscreen
Die Ampeln, die heute in London stehen, neigen nicht mehr zum Explodieren. (©CC: Flickr/Heather Cowper 2016)

12. Mit der Google Glass soll man nicht Wasserskifahren...

... oder Bullenreiten. Auch vom Kampfsport mit der Datenbrille riet Hersteller Google in seinen 2014 veröffentlichten Benimmregeln für den Umgang mit dem Gadget ab. Die Gründe dafür sind wohl so offensichtlich, dass es keine Erklärung gibt. Was der Konzern hingegen erklärt ist, was man sich unter einem "Glasshole" vorstellt. Wie ein solches sollte man sich mit der AR-Brille nach Möglichkeit nämlich nicht verhalten.

13. Eine Atomuhr geht erst nach fünf Milliarden Jahren falsch.

Und dann auch nur um eine Sekunde. Entwickelt wurde die nach eigenen Angaben genaueste Uhr der Welt von Wissenschaftlern des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) der Universität Colorado, berichtet Spiegel Online. Ihre Strontium-Gitteruhr ticke nicht nur besonders genau – 50 Prozent genauer als der bisherige Rekordhalter, um genau zu sein. Die Atomuhr ticke auch besonders gleichmäßig, versprechen die Forscher. Denn die Strontiumatome im Inneren würden etwa 430 Billionen Mal pro Sekunde schwingen.

14. "Pac-Man" hieß in Japan "Puck-Man".

Am 22. Mai 2016 wird die hungrige gelbe Kugel 36 Jahre alt. Im Jahr 1980 installierte der japanische Spielehersteller Namco den ersten "Pac-Man"-Automaten in einem Kino in Tokio. Wobei das laut Wired nicht ganz korrekt ist. Eigentlich stellte die Firma einen "Puck-Man"-Automaten auf. Erst als das lustige Game-Konzept in die USA expandieren sollte, wurde aus "Puck-Man" der heute berühmte "Pac-Man" – aus Angst vor Vandalen, die aus dem "P" ein "F" machen würden. Weiterer Fun-Fact am Rande: Zur Form des gelben Punktefresser wurde Erfinder Toru Iwatani beim Pizza essen inspiriert – nachdem er das erste Stück in die Hand genommen hatte...

 Ob "Pac-Man" oder "Puck-Man": Die kleine gelbe Kugel hat Fans auf der ganzen Welt. fullscreen
Ob "Pac-Man" oder "Puck-Man": Die kleine gelbe Kugel hat Fans auf der ganzen Welt. (©CC: Flickr/Rob Fahey 2016)

15. China löscht 13 Prozent aller Social Media-Inhalte...

... Stand 2013. Das stellte Politikwissenschaftler Gary King laut Wired bei einer Analyse öffentlich zugänglicher Quellen fest. Das Interessante: Nicht nur regierungskritische Posts verschwanden, auch solche, die beispielsweise Salz als Mittel gegen Radioaktivität anpriesen und die damals rund 649 Millionen Internetnutzer zu kollektiven Handlungen hätten animieren können. Zu diesem Zweck beschäftigte China 2013 etwa 250.000 bis 300.000 "Internetpolizisten".

16. Der Abschuss-Code für US-Atomwaffen lautete lange Zeit: 00000000.

Was Steven M. Bellovin, ein Professor der Computer-Wissenschaft, da herausgefunden hat, ist wirklich beängstigend. Mit dem Code "00000000" ließen sich 20 Jahre lang die US-amerikanischen Minuteman-Atomraketen abschießen. Denn nach dem 1962 von John F. Kennedy unterzeichneten National Security Action Memorandum 160 wurden Atomwaffen nicht mehr mit mechanischen Schlössern, sondern per Digitalcode – den sogenannten Permissive Action Links (PAL) – gesichert. Laut Strategic Air Command (SAC) hätte es im Ernstfall wohl aber zu lange gedauert, ein achtstelliges Passwort aus unterschiedlichen Ziffern einzugeben und mehrfach zu überprüfen. So entschied man sich einfach für acht Nullen...

17. Die Knöpfe an Fußgängerampeln funktionieren nicht immer.

Je öfter man drückt, desto schneller wird grün? Leider nicht. In der Tat macht es manchmal überhaupt keinen Unterschied, ob Fußgänger den Knopf an der Ampel betätigen oder nicht. Bis zur Grünphase dauert es dann immer exakt gleich lang. Das ist vor allem zu den Hauptverkehrszeiten so, verriet Helma Krstanoski, die Sprecherin der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation dem Zeit-Wissensexperten Christoph Drösser. Zu diesen Zeiten ist die Lenkung des Verkehrsflusses so kompliziert und sekundengenau getaktet, dass Fußgänger darauf keinen Einfluss nehmen können. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten kann das natürlich anders sein – ebenso wie an reinen Fußgängerüberwegen. Da wird's nur grün, wenn einer drückt. Doch auch hier gilt: einmal reicht...

 Manchmal hilft auch Drücken nix: Das Warten auf Grün dauert immer gleich lang. fullscreen
Manchmal hilft auch Drücken nix: Das Warten auf Grün dauert immer gleich lang. (©CC: Flickr/Tobias Wutzow 2016)

18. Heißes Wasser ist leichter als kaltes.

Denn Wärme beschleunigt die Bewegung der Wassermoleküle. Sie bewegen sich voneinander weg, die Dichte des Wassers nimmt dadurch ab. Dieser Effekt sorgt unter anderem dafür, dass sich das Wasser in einem Topf gleichmäßig erwärmt (das warme Wasser steigt nach oben, das kalte sinkt nach unten und wird von der Herdplatte erwärmt) und ist auch in den Weltmeeren zu beobachten, erklärt die Uni Kassel.

19. Und Cola light ist leichter als Cola.

Im Vergleich zur 0,33-Liter-Dose Coca Cola, die 371 Gramm auf die Waage bringt, kommt die gleiche Dose mit Cola light nur auf 357 Gramm. Das liegt an den Zutaten, informiert der WDR. Während in einem Liter Cola mehr als 100 Gramm Zucker gelöst sind, kommt auf die gleiche Menge Cola light nur etwa 120 Milligramm Aspartam – für dieselbe Süßwirkung. Weiterer Fun Fact: Das zuckersüße, aber zuckerfreie Getränk ist sogar leichter als Wasser.

20. In China gibt es gefälschte Apple Stores.

Nicht nur iPhones werden in China kopiert, auch ganze Apple Stores. Die Fälschungen waren so gut gemacht, dass mitunter selbst die Mitarbeiter glaubten, sie würden tatsächlich für Apple arbeiten.

21. Die teuerste App der Welt kostete 799 Euro...

... und konnte nix. I am Rich zeigte nur einen roten Diamanten auf dem Display an, wurde aber mittlerweile aus Apples App Store entfernt. Dort ist heute nur noch eine LE-Version für 9,99 Dollar zu finden, die damit wirbt, "nur noch" ein Hundertstel des ursprünglichen Preises zu kosten.

22. Bhutan führte erst 1999 das Fernsehen ein...

... und damit als letztes Land der Welt. Seitdem sind die Menschen quasi süchtig danach und verbringen weniger Zeit im Kreis der Familie, berichtet Spiegel Online. Der zu beobachtende Werteverfall und das Vernachlässigen buddhistischer Traditionen waren es, die vorherige Staatschefs dazu bewegten, viele fremde Einflüsse aus Bhutan fernzuhalten.

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