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Verrückte Smartphones: Diese 7 Handys sind völlig abgefahren

Das Monohm Runcible ähnelt einer Taschenuhr.
Das Monohm Runcible ähnelt einer Taschenuhr. (©YouTube / The Phone Commercials HD 2018)

Smartphones sind sich größtenteils sehr ähnlich. Du tippst auf einem großen Touchscreen herum, knipst Fotos oder hörst Musik. Gelegentlich werden ungewöhnliche Modelle wie das BlackBerry KeyOne veröffentlicht – doch die sind gar nichts gegen diese sieben verrückten Handys.

1. NoPhone: Kann gar nichts

Du möchtest kein Smartphone mehr verwenden, aber trotzdem noch das Gefühl haben, eines mit Dir herumzutragen? Kein Problem, denn für 12 US-Dollar bekommst Du das "NoPhone". Dabei handelt es sich um ein Stück Plastik im Smartphone-Look. Der Hersteller ist stolz darauf, dass es überhaupt nichts kann. So handle es sich um das "am wenigsten fortschrittliche Smartphone aller Zeiten". Es hat kein Display, keinen Akku und keine Telefoniefunktion. "Du wirst es einfach lieben, nie wieder wie besessen nach einem Ort suchen zu müssen, wo Du Dein Smartphone aufladen kannst, und Du wirst von der emotionalen Last eines zerbrochenen Displays befreit."

Die Feature-Liste des NoPhone gibt sich bescheiden. (© 2018 NoPhone)

Alternativ gibt es die "SELFIE Edition" mit einem Spiegel auf der Vorderseite. Die Sonderedition "NoPhone Air" ist ein "unsichtbares Smartphone", also eine Plastiktüte ohne Inhalt. Laut PC Advisor "schlägt das NoPhone die Apple Watch als das nutzloseste Gadget aller Zeiten". Bedenkt man, dass es sich um ein Ulk-Produkt handelt, konnte der Hersteller Nophone, LLC. eine bemerkenswerte Aufmerksamkeit dafür erzeugen. So wurde das NoPhone im Time Magazine erwähnt und sogar in einem TEDx-Talk vorgestellt.

2. ZTE Hawkeye: Klebe es an die Wand

Das einst von ZTE geplante ZTE Hawkeye war als Mittelklasse-Smartphone konzipiert, das sich dank einer selbsthaftenden Rückseite an einer Wand oder an einem Möbelstück befestigen lässt. Das fanden die Kickstarter-Unterstützer soweit auch ganz gut, allerdings zeigten sie sich von der relativ schwachen Hardware enttäuscht. Aktuell steckt ZTE in einer großen Krise und daher solltest Du nicht mit einem neuen Versuch rechnen.

Das ZTE Hawkeye sollte eine selbsthaftende Rückseite bieten. (© 2018 ZTE)

3. Solarin: Sicherheit für eine Handvoll Dollar

Das iPhone X machte sich mit einem Preis von über 1150 Euro bei einigen Apple-Fans unbeliebt. Das Sirin Labs Solarin wurde derweil für ganze 14.000 US-Dollar verkauft. Das Smartphone entstand zusammen mit den Security-Firmen Koolspan und Zimperium und bot einen Schalter, der sofort alle Features abgesehen von ausgehenden Sprachanrufen und verschlüsselten Textnachrichten abschaltete. Zielgruppe waren Wall-Street-Investoren, denen Datensicherheit besonders wichtig ist. Seit dem Release im Mai 2016 konnten immerhin zehn Millionen US-Dollar mit dem Solarin erwirtschaftet werden, was aber weit unter den Erwartungen des Unternehmens lag.

4. Freedom 251: Das 3-Euro-Smartphone

Am anderen Ende der Preis-Skala trifft man auf das Freedom 251, das für umgerechnet drei Euro in Indien erhältlich war. Das ist weniger Geld als für das NoPhone fällig werden, obwohl das Freedom 251 tatsächlich funktioniert. Es bietet einen 1,3-GHz-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher und eine 3,2-Megapixel-Kamera.

Das Freedom 251 war ein funktionierendes 3-Euro-Smartphone – das aber nur dank staatlicher Subventionen angeboten werden konnte. (© 2015 Ringing Bells)

Das Gehäuse besteht aus Plastik und der Lautsprecher ist nicht gerade leistungsfähig, aber das Smartphone erlaubt Telefonate, Social-Media-Beiträge und andere grundlegende Smartphone-Features – für drei Euro ist das nicht schlecht. Wer sich ein wenig mit Smartphone-Herstellungskosten befasst hat und sich nun wundert: Das Gerät wurde von der indischen Regierung subventioniert. Ohne Staatsgelder wäre kein Mobiltelefon für drei Euro wirtschaftlich herstellbar.

5. Akyumen Holofone: Das Projektor-Phablet

Das Akyumen Holofone ist ein sieben Zoll großes Phablet mit mehreren Besonderheiten. Highlight ist der bis zu 35 Lumen helle HD-Projektor, der bis zu 100 Zoll große Bilder an die Wand werfen kann. Auch ungewöhnlich: Das Phablet läuft sowohl mit Windows 10 als auch mit Android und nutzt einen Intel-Quad-Core-Prozessor als Chip. Bilder können alternativ mit Hilfe eines Mini-HDMI-Kabels übertragen werden. Einen Preis hat das US-amerikanische Unternehmen Akyumen Corp. noch nicht genannt.

Das Akyumen Holofone bietet Windows 10 und einen mächtigen Projektor auf der Rückseite. (© 2018 Akyumen)

6. Pantone 107SH: Handy mit Geigerzähler

Nach dem Vorfall in Fukushima veröffentlichte Softbank das Smartphone Pantone 107SH mit einem besonderen Feature: Es kann radioaktive Strahlung messen. Zu diesem Zweck müssen die Nutzer auf einen Button an der Vorderseite drücken, dann erfasst das Gerät die Umgebungsstrahlung und stellt das Ergebnis auf dem Display dar. Die Abweichungen sollen bei bis zu 20 Prozent liegen. Aktuell wird das Smartphone kaum noch benötigt und es bleibt zu hoffen, dass sich das nicht mehr ändert. Das Handy steht auch in den Farben Lila, Rosa und Pink zur Verfügung – im Falle einer nuklearen Apokalypse können daher sogar modebewusste Damen die radioaktive Strahlung messen.

Das Pantone 5 107SH gibt es auch in Lila, Rosa und Pink. (© 2018 Softbank)

7. Monohm Runcible: Taschenuhr zum Telefonieren

Wer die klassischen Taschenuhren vermisst, könnte Gefallen am Monohm Runcible finden. Dabei handelt es sich um ein Smartphone, das wie eine Taschenuhr aussieht. Leider können nur zwölf Kontakte darauf gespeichert werden, die der Nutzer anrufen und von denen er Anrufe annehmen kann. Die Bauteile lassen sich austauschen und das Betriebssystem BuniOS kann beliebig angepasst werden. Audio-Benachrichtigungen gibt es keine. Der Hersteller Monohm nennt das Runcible daher auch das "Anti-Smartphone", da es auf die Nachteile aktueller Smartphones verzichten soll. Der Prototyp ist ausverkauft.

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