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Videos aufnehmen mit dem iPhone: 7 clevere Tipps fürs Filmen

Besonders sanfte iPhone-Aufnahmen sind mit einem Gimbal möglich,
Besonders sanfte iPhone-Aufnahmen sind mit einem Gimbal möglich, (©YouTube/DJI 2017)

Die iPhone-Kamera ist die beliebteste Kamera auf Flickr – nicht zuletzt aufgrund ihrer hervorragenden Qualität. Ob filmen in 4K oder Bildstabilisierung per Gimbal: Wir verraten 7 clevere Tipps für gelungene Videos.

1. So filmst Du mit dem iPhone in 4K

Mit dem iPhone 6s, dem iPhone SE und dem iPhone 7 kannst Du Videos in 4K mit 3840 x 2160 Bildpunkten aufzeichnen, mit älteren Modellen immerhin in Full HD. Meist reicht Full HD, ganz gleich ob mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde, auch vollkommen aus. Das iPhone kann ohnehin keine 4K-Videos darstellen, die Verbreitung von 4K-TVs lässt ebenfalls noch zu wünschen übrig. Aber: Schneidest Du Deine Clips professionell am Computer, wirst Du Dich über zusätzliche Reserven beim Schnitt freuen. Nachteil: 4K-Videos zehren ordentlich am Speicherplatz Deines iPhones. Wie die 4K-Aufnahme im Detail funktioniert, erklären wir im obigen Video anhand des iPhone 6s.

2. Filme stets im Querformat und verzichte auf Hochkant-Aufnahmen

 Für gelungene Aufnahmen solltest Du Dich für das Querformat entscheiden. fullscreen
Für gelungene Aufnahmen solltest Du Dich für das Querformat entscheiden. (©TURN ON 2016)

Hast Du Dich für die richtige Auflösung entschieden, geht es ans Eingemachte. Wichtigster Hinweis vorab: Auch wenn sich aufgrund der Bequemlichkeit das Filmen in hochkant eingebürgert hat, solltest Du nach Möglichkeit stets im Querformat Deine Videos aufnehmen. Schaust Du Deine Werke am Computer oder auf dem Fernseher an, hast Du dann keine fetten Balken an den Rändern, sondern ein ausgefülltes 16:9-Bild. Vor der Aufnahme kann es zudem nicht schaden, das Objektiv bei Bedarf mit einem Mikrofasertuch zu reinigen.

3. Ausreichend Licht, Goldener Schnitt und Drittel-Regel

Die absolut wichtigste Voraussetzung für gelungene und detailreiche Aufnahmen: ausreichend Licht. Da Smartphone-Objektive – und das iPhone bildet da keine Ausnahme – von Natur aus alles andere als lichtstark sind, darfst Du bei schlechten Lichtverhältnissen keine Wunder erwarten. Die besten Aufnahmen gelingen deswegen in der freien Natur. Beim Filmen selbst solltest Du allzu starke Bewegungen vermeiden. Auch wenn die iPhones teilweise mit optischen Bildstabilisatoren ausgestattet sind, so können unruhige Bewegungen das Gesamtergebnis trüben. Für harmonische Aufnahmen solltest Du Dich zudem mit handwerklichen Stilmitteln auseinandersetzen. Stichwörter: Goldener Schnitt und Drittel-Regel.

4. Fokus richtig setzen und Belichtung manuell einstellen

 Stimmt die Belichtung nicht, kannst Du diese manuell einstellen. fullscreen
Stimmt die Belichtung nicht, kannst Du diese manuell einstellen. (©TURN ON 2016)

Zeichnest Du Motive auf, die sich bewegen, kannst Du diese dauerhaft scharf stellen. Dadurch stellst Du sicher, dass die Kamera-App nicht automatisch den Fokus verändert. Tippe dazu mit Deinem Finger auf das gewünschte Objektiv und belasse ihn so lange auf dem Display, bis der Hinweis "AE/AF-Sperre" angezeigt wird. Der manuelle Fokus ist außerdem von Bedeutung, falls Du bei schwierigen Lichtverhältnissen filmen willst. Tippe dazu unterschiedliche Objekte an und verfolge am Bildschirm, wie sich durch unterschiedliche Fokussierung die Belichtung verändert. Natürlich kannst Du die Belichtung auch manuell einstellen: Wische dazu mit Deinem gedrückten Finger wahlweise nach oben oder unten.

5. Verzichte darauf mit Deinem iPhone zu zoomen

 Auf das Zoomen solltest Du bei Videos lieber verzichten. fullscreen
Auf das Zoomen solltest Du bei Videos lieber verzichten. (©YouTube/Mike Cronin 2016)

Wenngleich Du die Möglichkeit hast, in das Bild näher heranzuzoomen, solltest Du darauf getrost verzichten. Denn die iPhones verfügen nur über einen Digital-Zoom. Bedeutet: Fehlende Bildpunkte werden einfach per Computer errechnet – mit der Folge, dass Aufnahmen an Schärfe verlieren. Wo keine Bildpunkte sind, können auch keine erfunden werden. Ausnahme: Das iPhone 7 Plus besitzt aufgrund seiner Dual-Kamera einen zweifach optischen Zoom. Allerdings sollte auch dieser bei Aufnahmen nur mit Bedacht eingesetzt werden, da insbesondere Bewegungen bei aktivem Zoom stärker ins Gewicht fallen und die Bildqualität etwas darunter leidet.

6. Verwende ein Gimbal-System für Hollywood-reife Aufnahmen

Falls Du gerne bewegliche Motive aufnimmst oder selbst ständig in Bewegung bist, solltest Du den Einsatz eines Gimbals erwägen. Derlei Technik kommt auch in Hollywood zum Einsatz, sie garantiert eine sanfte und verwacklungsfreie Aufnahme – auch bei schnellen Bewegungen. Mittlerweile gibt es die praktischen Bildstabilisierungs-Geräte auch für Smartphones, zu nennen ist etwa der DJI Osmo Mobile. Der Gimbal verfügt über eine praktische Halterung, die für alle iPhones geeignet ist. Bewegungen während der Aufnahme werden so automatisch ausgeglichen, was in der Praxis auch ziemlich gut funktioniert. Ein alternatives System ist Steadicam Volt, das auf Kickstarter finanziert wird.

7. Willst Du exzellenten Sound, nutze ein externes Mikrofon

Solltest Du beim Videos aufnehmen außerdem Wert auf einen guten Sound legen, dürftest Du mit dem integrierten iPhone-Mikrofon kaum zufrieden sein. In diesem Fall empfiehlt es sich, ein externes Mikrofon an das iPhone anzustöpseln. Wer professionelle Audioaufnahmen machen will, kann sogar ein richtiges Kondensator-Mikrofon mit dem iPhone verbinden. Zwar wird das Smartphone dadurch ein wenig schwerer, aber dafür wirst Du mit einer Soundqualität belohnt, die Du mit Bordmitteln niemals erzielen können wirst.

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