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Von diesen 9 Android-Apps solltest Du die Finger lassen

Einige beliebte Apps sind eigentlich sinnlos bis gefährlich.
Einige beliebte Apps sind eigentlich sinnlos bis gefährlich. (©Jonty Sewell/pixaby 2016)

Einige beliebte Android-Apps sind bei näherer Betrachtung eher gefährlich. Obwohl die Anwendungen im Play Store positiv bewertet sind, bieten sie nutzlose Funktionen, sammeln unverschlüsselt persönliche Daten oder verbrauchen übermäßig viel Datenvolumen. Auf diese 9 Apps kannst Du verzichten.

1. Cleanit und Clean Master: Kannst Du für mehr Speicherplatz löschen

 Das Löschen der App Cleanit sorgt für mehr Speicherplatz und Akkulaufzeit. fullscreen
Das Löschen der App Cleanit sorgt für mehr Speicherplatz und Akkulaufzeit. (©Google Play Store/SuperTools Corporation 2016)

Die Apps Cleanit und Clean Master versprechen, das Android-System aufzuräumen, Akkulaufzeit zu sparen, die Leistung zu verbessern und so weiter. Offenbar ist Android ein furchtbares Betriebssystem, das sich langsam selbst zerstört, greift man nicht mit Erste-Hilfe-Apps wie diesen ein. Oder? Cleanit hat über 134.000 Bewertungen und eine Wertung von über vier von fünf Sternen im Google Play Store. Clean Master hat über 34 Millionen Bewertungen und eine noch bessere Wertung. Besser wäre es trotzdem, diese Apps wieder zu löschen. Nicht zuletzt, um das Android-System aufzuräumen, Akkulaufzeit zu sparen und die Leistung zu verbessern. Außerdem wird man die exzessive Werbung los.

Cleanit räumt beispielsweise den Android-Cache auf. Da der aber nicht ohne Grund da ist, verbringt Dein Smartphone daraufhin viel Rechenkraft und Akkulaufzeit damit, den Cache wieder herzustellen. Auch möchte die App Arbeitsspeicher für Dich gewinnen. Zu diesem Zweck schließt sie länger nicht benutzte Apps und Prozesse. Bis sie wieder da sind. Dann schließt Du sie wieder. Und so weiter. Das Katz- und Mausspiel verschwendet vor allem Deine Zeit, verschlingt aber auch Prozessor- und Akkuleistung. Außerdem kannst Du nicht gebrauchte Apps problemlos selbst schließen. Clean Master funktioniert im Prinzip genauso. Überlegene Alternativen sind Greenify für die Verbesserung der Akkulaufzeit und SD Maid für die Verwaltung des Speicherplatzes. Wenn Du keine Probleme mit Deinem Android hast, dann installiere am besten einfach gar keine App für die Pflege des Betriebssystems.

2. DU Battery Saver & Fast Charge: Verbraucht nur Akku

 DU Battery Saver & Fast Charge möchte Dein Smartphone schneller laden lassen, tut es aber nicht. fullscreen
DU Battery Saver & Fast Charge möchte Dein Smartphone schneller laden lassen, tut es aber nicht. (©Google Play Store/DU Apps Studio 2016)

Die App DU Battery Saver & Fast Charge verspricht, den Ladevorgang Deines Smartphones zu beschleunigen. Als Beweis dienen allerlei Diagramme und Statistiken. Die Wissenschaft soll also mal wieder etwas bewiesen haben. Faktisch kann nur das Betriebssystem, also Android selbst, den Ladevorgang beeinflussen. Auch die Hardware spielt dabei eine Rolle. Apps spielen überhaupt keine Rolle. Immerhin wird man dank der Anwendung überall in Android mit Werbung belästigt, also hat sie zumindest eine echte Funktion.

Wer den Zustand seines Akkus überwachen möchte, kann das mit GSam Battery Monitor tun. Die App erfordert nicht viele Berechtigungen und bietet zumindest nützliche Angaben zur Lebensdauer des Akkus. Greenify schont unter Umständen den Akku, kann das Smartphone aber auch nicht schneller laden.

3. Lieber Flipper: Dolphin Web Browser verfolgt Dich durchs Netz

 Der Dolphin-Webbrowser bietet zahlreiche Features, zum Beispiel verfolgt er Dich durch das Internet. fullscreen
Der Dolphin-Webbrowser bietet zahlreiche Features, zum Beispiel verfolgt er Dich durch das Internet. (©Google Play Store/Dolphin Browser 2016)

Ein werbefreier Browser? Mit Flash-Player, HTML 5-Video und eingebautem Ad Blocker möchte der Dolphin Web Browser überzeugen. Über zwei Millionen Nutzer haben ihn im Google Play Store mit über vier Sternen bewertet. Der Dolphin-Browser gilt als beliebte Alternative zu Google Chrome und Firefox. Leider verfolgt er Dich aber auch via Tracker durch das Netz. Und er speichert sogar, welche Seiten Du Dir im Inkognito-Modus ansiehst. Das ist dreist. Übrigens greift auch der beliebte UC Browser unverschlüsselt Deine Daten ab. Wir empfehlen stattdessen den Lightning-Browser. Dieser ist sicher, verlangt kaum Berechtigungen und lässt sich einfach mit Tor-Proxyservern für ein wirklich anonymes Surfen verwenden.

4. Facebook. Ja, Facebook

 Facebook kannst Du einfach im Browser öffnen. fullscreen
Facebook kannst Du einfach im Browser öffnen. (©Screenshot Facebook/ TURN ON 2016)

Eine so weit verbreitete und beliebte App wie Facebook solltest Du löschen? Wieso das denn? Weil Facebook eine sinnlose Menge Deines mobilen Datenvolumens verbraucht, Akkulaufzeit frisst und noch immer voller Fehler steckt. Außerdem nerven die Facebook-Entwickler regelmäßig mit Updates, die auf einmal gewohnte Funktionen ganz anders, aber nicht besser funktionieren lassen. Schon vor Jahren haben daher eiskalte Android-Fans empfohlen, Facebook besser im Browser zu öffnen. Das empfehlen wir auch. Wer jedoch Facebook als App haben möchte, sollte besser zu Metal oder Swipe for Facebook Pro greifen. Im Grunde ist auch der Facebook Messenger ein ziemlicher Akkusauger, aber dazu gibt es kaum Alternativen.

5. Werbeunterbrechung: Photo Collage editor

 Der Photo Collage editor nervt mit Unmengen an Werbung. fullscreen
Der Photo Collage editor nervt mit Unmengen an Werbung. (©Google Play Store/Zentertain 2016)

Magst Du Werbung? Gut, denn mit Photo Collage editor erhältst Du so viel davon, dass Du kaum weißt, wofür die App eigentlich sonst noch da ist. Theoretisch kann man damit Collagen aus den eigenen Fotos erstellen. Dafür gibt es viele verschiedene Hintergründe, Filter, über 120 verschiedenen Rahmenarten und so weiter. Vor allem besteht die App allerdings aus Werbung. Trotzdem hat Photo Collage editor eine Wertung von 4 von 5 Sternen bei rund 140.000 Abstimmungen.

Eine weitere Problem-App ist übrigens die Bildergalerie QuickPic, die dem Anbieter Cheetah Mobile als Quelle für Deine Benutzerdaten dient. Angesichts der zahlreichen besseren Alternativen braucht eigentlich niemand Photo Collage oder QuickPic. Wir empfehlen Adobe Photoshop Express oder Google Snapseed für Foto-Collagen und Bildbearbeitung sowie Piktures als Galerie, die sogar die Verschlüsselung privater Alben erlaubt.

6. Wo sind nun meine Dateien? ES Datei Explorer

 Der ES Datei Explorer fordert häufig die Installation weiterer Apps des Anbieters. fullscreen
Der ES Datei Explorer fordert häufig die Installation weiterer Apps des Anbieters. (©Screenshot TURN ON/ES Global 2016)

Der ES File Explorer oder Es Datei Explorer ist ein echter Klassiker unter den Dateimanager-Apps. Heute ist die App leider nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Anwendung wurde nämlich mit sinnlosen Funktionen vollgestopft wie einem Cleaner und zahlreichen Features, welche die Installation von weiteren Apps des Anbieters ES Global erfordern. Dazu wird man regelmäßig mit einem Warnhinweis aufgefordert. Wer angesichts der sinnlosen Funktionsflut und der Werbung seine Dateien nicht mehr finden möchte, kann zugreifen. Der Rest dürfte einen Dateimanager im eigentlichen Sinne wie OI File Manager bevorzugen.

7. Wenn Du Dein Datenkontingent nicht brauchst: Music Player

 Der Music Player von Leopard V7 verbraucht eine Menge Daten ohne erkennbaren Grund. fullscreen
Der Music Player von Leopard V7 verbraucht eine Menge Daten ohne erkennbaren Grund. (©Google Play Store/Leopard V7 2016)

Music Player von Leopard V7 ist eine App, welche die Musik auf Deinem Smartphone abspielt. Außerdem verbraucht sie Nutzern zufolge Dein Datenkontingent auf. Ohne erkennbaren Grund saugt die App ein paar 100 MBs oder sogar über 1 GB an Daten bei der Musikwiedergabe. Vermutlich möchtest Du nicht herausfinden, warum das so ist und bevorzugst Apps wie Google Play Music oder Stellio.

8. Saugt Deinen Akku leer: Microsoft Outlook

 Outlook ist für die Synchronisierung mit Google Calender nützlich, zieht aber am Akku. fullscreen
Outlook ist für die Synchronisierung mit Google Calender nützlich, zieht aber am Akku. (©Screenshot TURN ON/Microsoft 2016)

Microsofts Outlook ist nicht gefährlich, nur kann man in der Regel darauf verzichten und sie gehört zu den Apps, die am meisten Akkulaufzeit verbrauchen. Das hat AVG Now bei einem Test herausgefunden. Es empfiehlt sich, auf Android nur eine E-Mail-App für alle Konten zu nutzen. Dafür kann man einfach die in Android vorinstallierte App namens E-Mail oder GMail einsetzen. Nur wenn man Outlook für die Synchronisierung mit Google Calender nutzt, braucht man die App.

9. Du glaubst, Du hast ein Privatleben? Camera360 Ultimate ist anderer Meinung

 Die Kamera-App Camera 360 greift sehr viele Nutzerdaten ab. fullscreen
Die Kamera-App Camera 360 greift sehr viele Nutzerdaten ab. (©Google Play Store/FGAE 2016)

Die Kamera-App Camera360 Ultimate hat, jedenfalls in der zuletzt untersuchten Version 6.0.6,  bei Privacygrade.org eine Wertung von D, was einer Note 4 entspricht. Die App fordert vom Nutzer eine enorme Menge an Berechtigungen. Sie kann auf das Internet zugreifen, den Nutzer orten, aktuell oder kürzlich genutzte Apps erfassen und zahlreiche weitere Dinge tun. Laut Pricacygrade.org sieht es so aus, als würde die App viele dieser Zugriffe auf das eigene Smartphone für Kunden- und Marktanalyse verwenden. Warum die App Informationen über Telefonanrufe und die Telefonnummer erfasst, ist unklar, wie ziemlich viel über diese App. Am besten großen Abstand halten. Camera FV-5 ist eine weniger datengierige App, die obendrein sinnvolle Funktionen bietet.

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