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Vorstoß in neue Welten: 10 zukunftsweisende VR-Anwendungen

Virtual Reality hat noch weit mehr Potenzial als nur Gaming.
Virtual Reality hat noch weit mehr Potenzial als nur Gaming. (©Sony 2017)

Virtual Reality ist nicht nur für Spiele gemacht. Für zahlreiche Branchen steckt großes Potenzial in den simulierten Realitäten.

Schon seit einer Weile begeistern Virtual-Reality-Systeme die Gaming-Welt. VR-Headsets bieten unvergleichliche Immersion in faszinierende Welten und Spieledesigner können ihre Fantasie in einem neuen Medium spielen lassen. HTC Vive, Oculus Rift, PlayStation VR und die Samsung Gear VR sind zurzeit die Pioniere auf dem Markt. Die Entwicklung steht allerdings noch am Anfang. Spieleentwickler sind die ersten, die auf den virtuellen Zug aufgesprungen sind, und Filmemacher haben ebenfalls spektakuläre Ideen für Videoprojekte mit Virtual-Reality. Aber die Technologie bietet noch wesentlich mehr Möglichkeiten. Hier sind zehn Anwendungen für virtuelle Realitäten, die für eine bessere Zukunft sorgen könnten – abseits von reiner Unterhaltung.

1. Architektur

Wer einmal in einem Virtual-Reality-Spiel ein Haus betreten hat, weiß, wie eindrucksvoll gerenderte 3D-Gebäude wirken können. Architekten haben mit der VR-Technologie die Möglichkeit, ihre dreidimensionalen Baupläne im Maßstab 1:1 zu betreten und detaillierte Eindrücke in verschiedenen Entwicklungsphasen zu gewinnen. Ein virtuelles Bauprojekt kann Auftraggebern und Mitarbeitern so nah wie noch nie gebracht werden. Das Gleiche gilt für den Immobilienmarkt. Interessenten müssten nicht mehr zu einer Wohnungsbesichtigung hetzen, sondern könnten sich bequem auf einen virtuellen Rundgang machen.

2. VR im OP

Die Möglichkeiten für Virtual Reality und Augmented Reality in der Welt der Medizin sind mehr als vielversprechend. Schon heute werden Chirurgen in virtuellen OPs ausgebildet. Gerade bei extrem komplizierten Verfahren wie in der Gehirnchirurgie sind wirklichkeitsgetreue Simulationen eine große Hilfe. Bei richtigen Operationen können Ärzte Röntgenbilder auf den echten Körper projizieren und mithilfe einer Datenbrille feinste Eingriffe tätigen.

3. Reisen

Sich an jeden beliebigen Ort der Welt zoomen und dort das Panorama genießen – das ist möglich dank Google Earth VR. Bisher sieht man dort erst Standbilder, aber wie lange wird es dauern, bis 3D-Livekameras an den schönsten Orten der Welt installiert sind? Virtuelles Reisen ist eine Option für Touristen, die sich ein realistisches Bild ihrer Urlaubsziele machen wollen – oder für User, die eine Weltreise von Balkonien aus unternehmen möchten.

4. Therapie

Virtual Reality kann täuschend echte Illusionen schaffen, bei denen sich der Träger an einen anderen Ort und in eine andere Situation versetzt fühlt. So können verschiedene Emotionen ausgelöst werden, zum Beispiel Angst oder Empathie. Versuche haben gezeigt, dass Menschen, die ein Flüchtlingslager oder einen Kriegsschauplatz virtuell erlebt haben, mehr Mitgefühl für Betroffene entwickeln. Therapeuten machen sich dieses Phänomen zunutze, auch in der Angsttherapie. Patienten können sich mit der VR-Brille in schwindelerregende Höhen oder in die Nähe von Spinnen begeben, ohne in echter Gefahr zu schweben. Auch traumatisierte Menschen haben dank VR die Möglichkeit, ihre Erlebnisse mit therapeutischer Unterstützung aufzuarbeiten.

5. VR im Gerichtssaal

Die Möglichkeit, andere Orte virtuell zu besuchen und Eindrücke zu sammeln, kann vor Gericht nützlich sein. Wo der Richter früher noch aufwendige Tatortbegehungen organisieren musste, reicht heute ein Virtual-Reality-System. So können sich alle Teilnehmer der Verhandlung ein realistisches Bild machen und Tathergänge leichter rekonstruieren.

6. Training für Einsatzkräfte

Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten müssen bestens vorbereitet sein, wenn es um kritische Einsätze geht. Großbrände, Massenpaniken und ähnliche Ereignisse lassen sich mit herkömmlichen Mitteln allerdings schwer nachstellen. Virtual Reality bietet die Möglichkeit, schwierige Situationen digital zu simulieren. Die Einsatzkräfte können gefahrlos trainieren und sind optimal für den Ernstfall vorbereitet. Gleiches gilt für Arbeiter, die Sicherheitstrainings für schwere, komplexe Maschinen absolvieren müssen.

7. Geschichte erlebbar machen

Bedeutet Virtual Reality das Ende dicker Geschichtsbücher? Wahrscheinlich erst einmal nicht, aber virtuelle historische Erlebnisse können uns unsere Vergangenheit näherbringen. Die Betrachtung neu entdeckter Artefakte, der Besuch archäologischer Stätten, Spaziergänge durch Nachbauten vergangener Städte oder das Nacherleben historischer Ereignisse können ein tieferes Verständnis für Geschichte erzeugen.

8. Roboter kontrollieren

Haben wir einmal volle Kontrolle über den virtuellen Raum, stehen uns wortwörtlich alle Grenzen offen. Dank ausgeklügelter VR-Steuerung und den Fortschritten in der Robotik wird es nicht mehr lange dauern, bis wir einen Roboter mit unserem Körper steuern können. Wir könnten sehen, was er sieht und fühlen, was er fühlt. Warum überhaupt noch andere Planeten mit unseren empfindlichen Körpern erkunden, wenn wir mit einem maschinellen Avatar durch das Weltall gleiten könnten?

9. Den eigenen Geist erkunden

Meditations-Apps gibt es nicht nur für Smartphones, sondern inzwischen fast für jedes Virtual-Reality-System. Diese versetzen den Träger in eine natürliche Umgebung und bespielen ihn mit beruhigenden Sounds und sanft gesprochenen Anleitungen für mehr Achtsamkeit im Leben. Klar, Meditation geht auch ohne Technologie – der Sinn liegt ja gerade darin, sich eine Weile von äußeren Einflüssen zu trennen. Dennoch ist es möglich, dass bestimmte virtuelle Welten transformative Erfahrungen auslösen und Teilnehmer in ungeahnte Schwingungen versetzen.

10. Das Metaversum

Schon heute kennen wir Spielewelten, für die wir Wochen brauchen, um sie zu durchlaufen und erkunden. Detailtreue, was fantastische Städte auf fremden Planeten oder märchenhafte Zauberdörfer angeht, ist keine Frage der Technik mehr, sondern nur noch eine des Aufwands. Mit Virtual Reality haben die Menschen erstmals die Möglichkeit, erfundene Schauplätze nicht nur in Büchern oder auf flachen Monitoren zu betrachten, sondern mit dem ganzen Körper zu erleben. Wie lange wird es dauern, bis eine ganze Welt entsteht, in der wir nicht nur spielen, sondern uns austauschen, arbeiten und einen großen Teil unseres Lebens verbringen? Manche behaupten gar, dies sei bereits geschehen und wir würden schon in einer virtuellen Simulation leben, die so realistisch ist, dass wir den Unterschied nicht mehr bemerken.

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