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Was weiß Google über mich? Mit diesen Links findest Du es heraus

Google-Apps sind auf den meisten Smartphones zu finden – und sammeln oft fleißig Daten.
Google-Apps sind auf den meisten Smartphones zu finden – und sammeln oft fleißig Daten. (©picture alliance/Zhao Xiaojun/Imaginechina/dpa 2018)

Hast Du Dich auch schon einmal gefragt: Was weiß Google über mich? Die Antwort darauf ist tatsächlich gar nicht so schwer zu bekommen. Im Sinne der Transparenz stellt der Konzern selbst sechs Services bereit, die Auskunft geben. Hier findest Du die Links.

Daten sind bares Geld wert! Daher sammelt und speichert Google, so viel es über seine Nutzer in Erfahrung bringen kann. Das Ziel: mit personalisierter Werbung Geld verdienen. Aber nicht nur – dem Konzern ist auch daran gelegen, seine Dienste stetig weiter zu verbessern. Damit beim Nutzer nicht nur das Bild der bösen Datenkrake hängen bleibt, sorgt Google in einem gewissen Rahmen auch für Transparenz. Hast Du Cookies, die Erfassung von Standortdaten und Ähnliches nicht ohnehin schon deaktiviert, kannst Du mit den folgenden sechs Links der Frage nachgehen, was Google über Dich weiß.

1. Google Search History

Suchaktivitäten werden nur gespeichert, wenn die Funktion in den Einstellungen aktiviert ist. (© 2018 TURN ON)

"Wo können Möwen in Krefeld kostenlos Karussell fahren?" Diese und andere Absurditäten, die Du über Google gesucht hast, kannst Du über das "Meine Aktivitäten"-Protokoll nachvollziehen. Darin kannst Du wiederum suchen oder nach Kategorien filtern und Dir nur Bilder-, Maps- oder News-Suchanfragen anzeigen lassen. Auch direkt angeklickte Google-Anzeigen werden hier aufgeführt. Damit Suchanfragen von Google gespeichert werden, muss allerdings der Punkt "Web- und App-Aktivitäten" in den Aktivitätseinstellungen aktiviert sein. Wünschst Du keine personalisierten Informationen in der Suche oder anderen Google-Produkten, dann deaktiviere diese Funktion einfach.

2. Google Location History

Wo Du überall mit einem Android-Gerät und aktivierter Standortermittlung warst, ... fullscreen
Wo Du überall mit einem Android-Gerät und aktivierter Standortermittlung warst, ... (©TURN ON 2018)
... kannst Du Dir mithilfe von Googles Zeitachse in Erinnerung rufen. fullscreen
... kannst Du Dir mithilfe von Googles Zeitachse in Erinnerung rufen. (©TURN ON 2018)

Wo war ich letztes Jahr um diese Zeit eigentlich? Und wo vor zwei Jahren? Wenn Du regelmäßig ein Android-Gerät dabei hast und die Standortermittlung zulässt, dann wird Google Dir diese Fragen sehr wahrscheinlich beantworten können. Dafür dient die Google Zeitachse. Der Verlauf zeigt Dir jeweils einen Monat an, ein Klick auf die Balken bringt Dich an die an diesem Tag besuchten Orte. Ist Google sich nicht sicher, ob Du wirklich dort warst, werden sie als "zu korrigierende Orte" als graue Balken dargestellt. Bestätigte Orte sind als blaue Balken in der Zeitachse zu sehen.

3. Google Activity

Du hast gar kein Galaxy S7, aber es wurde mit einem auf Dein Konto zugegriffen? Dann solltest Du Dein Google-Konto besser schützen. (© 2018 TURN ON)

Google weiß, was Du letzten Sommer getan hast – zumindest, mit welchen Geräten Du seine Dienste genutzt hast. In dieser Übersicht der zuletzt verwendeten Geräte sollte auch das aktuelle Gerät angezeigt sein, mit dem Du die Seite aufrufst. In dieser Liste taucht ein Gerät auf, das Du gar nicht besitzt? Dann wähle es aus und klicke neben dem Feld "Kontozugriff" auf den Entfernen-Button. Außerdem solltest Du Googles Support-Seite "Sicherheitscheck" konsultieren, um Dein Konto künftig besser zu schützen.

4. Google Permissions

Google zeigt Dir alle Apps mit Zugriffsrechten auf Dein Konto. (© 2018 TURN ON)

In seinen Informationen zum Thema Datenschutz verspricht Google, dass keine persönlichen Daten verkauft werden. Dennoch gibt es einige Erweiterungen, Geräte und Dienste, die auf Dein Google-Konto zugreifen dürfen – sofern Du es ihnen erlaubt hast. In dieser Übersicht werden Dir alle Apps mit Zugriff auf Dein Konto angezeigt. Willst Du einer App oder einem Dienst die Berechtigung entziehen, wähle sie aus und klicke auf den Button "Zugriffsrechte entfernen".

5. Google Preferences

Dein Profil, das die Dir angezeigte Werbung bestimmt, kannst Du auch anpassen. (© 2018 TURN ON)

Mit Werbung verdient Google Geld. Damit Du nach Möglichkeit nur relevante Werbung angezeigt bekommst, sammelt der Konzern Daten zu Alter, Geschlecht und Interessen. Welche Webseiten Du besuchst, welche Videos Du Dir bei YouTube ansiehst und vieles mehr fließt dann in Dein persönliches Profil ein, anhand dessen Google für Dich passende Werbung aussucht. In den Google-Einstellungen für Werbung kannst Du dieses Profil jedoch auch selber bearbeiten und andere Interessen angeben.

6. Google Takeout

Bei Google Takeout kannst Du Google-Produkte archivieren und ausgewählte Daten herunterladen. (© 2018 TURN ON)

Einmal alle Daten zum Mitnehmen, bitte? Dafür ist der Dienst Google Takeout gedacht. Lesezeichen, E-Mails, Apps, Kontakte, Fotos und vieles mehr kannst Du dort herunterladen. Du musst aber jeweils nicht alle Daten einschließen, sondern kannst die Auswahl oft noch auf bestimmte Daten eingrenzen. Bei den YouTube-Daten kannst Du Dir beispielsweise nur Deine Kommentare oder den Verlauf herunterladen und musst die Videos nicht mit aufnehmen.

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