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Zukunftstechnologien: 4 Entwicklungen für das 21. Jahrhundert

Wir stellen vier Technologien vor, die in den nächsten zehn Jahren wichtig werden.
Wir stellen vier Technologien vor, die in den nächsten zehn Jahren wichtig werden. (©thinkstock/ipopba 2017)

Wie die Welt in zehn Jahren aussehen wird, ist schwer vorherzusagen. Diese vier Zukunftstechnologien werden uns aber mit Sicherheit in den kommenden Jahren am meisten beschäftigen.

Können wir uns vorstellen, heute zu leben wie vor zwanzig Jahren? Ein Alltag ohne Smartphones, Suchmaschinen und Shopping im Internet würde den meisten vorkommen, wie ein Rückschritt ins Mittelalter. Das digitale Zeitalter hat uns eingeholt. Und wir stehen erst am Anfang einer Ära, in dem die digitale Kommunikation den sozialen und technologischen Fortschritt ungemein beschleunigt. Gut so, denn in der Zukunft liegen zahlreiche Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Zu viele Innovationen, Produkte und Ideen werden entwickelt und niemand weiß, welche davon sich durchsetzen werden. Aber ein Blick auf die vielversprechendsten Zukunftstechnologien kann uns verraten, welche Fortschritte uns in den 2020ern in Deutschland und im Rest der Welt aller Wahrscheinlichkeit nach beschäftigen werden.

1. Roboter

 Roboter werden in Zukunft viele alltägliche Aufgaben übernehmen. fullscreen
Roboter werden in Zukunft viele alltägliche Aufgaben übernehmen. (©Starship Technologies 2017)

Im 18. und 19. Jahrhundert war es die Industrialisierung, die mit Fabriken und Massenproduktionen die Welt nachhaltig verändert hat. Die Menschen kamen von den Feldern in die Städte, wo sie Arbeit in der Industrie fanden. Heute steht uns ein ähnlicher Umschwung bevor. Dank der Fortschritte in der Robotertechnologie wird es bald möglich sein, die meisten Produktionsprozesse und Alltagstätigkeiten vollständig zu automatisieren. Die Roboterisierung ist allerdings nicht beschränkt auf die Industrie. Viele Jobs können schon heute durch maschinelle Helfer ersetzt werden. In Japan werden Roboter schon seit einiger Zeit als Altenpfleger eingesetzt, da es zu wenig Fachkräfte in diesem Gebiet gibt.

Dass Roboter beginnen, unsere Arbeit zu machen, ist im Prinzip nichts Schlechtes. Immerhin träumen die Menschen schon seit Langem von einer Welt, in der Maschinen unbequeme Tätigkeiten übernehmen. Die soziale Herausforderung besteht darin, die Menschen, deren Jobs ersetzt werden, zu unterstützen und ihnen zu helfen, neue Tätigkeiten zu finden.

2. 3D-Druck

Seit einer Weile kann man materielle Güter wie von Zauberhand in den eigenen vier Wänden erscheinen lassen. 3D-Drucker können mithilfe digitaler Blaupausen so gut wie jede Form innerhalb weniger Stunden erzeugen. Dabei wird ein Kunststoff mit einer Art Spritze Schicht für Schicht maschinell aufgetragen, bis der gewünschte Gegenstand fertig ist. Diese Technologie steckt bisher noch in den Kinderschuhen, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis natürliche und andere Materialien verarbeitet werden können und die Produktionsgeschwindigkeit deutlich steigt.

Der 3D-Druck könnte große Auswirkungen auf unser Kaufverhalten haben. Warum ein Produkt in einer Fabrik herstellen, es ausliefern und in ein Ladengeschäft stellen, wenn der Kunde nur die Vorlage im Internet kaufen muss und sich seine Version zuhause ausdruckt? Schuhe und andere Kleidung müssten nicht mehr in allen Versionen vorproduziert werden. Die Käufer könnten einfach ihre gewünschte Größe und Farbkombination angeben und ihre Garderobe per Knopfdruck individuell erweitern.

3. Nanotechnologie

Einige Zukunftstechnologien lassen sich nur mit Elektronenmikroskopen betrachten. In zahlreichen Industriezweigen sind Nanomaterialien auf dem Vormarsch, von der Kosmetik bis zum Automobilbau. Da die Nanopartikel nur aus wenigen Atomen bestehen, sind sie besonders bei der Entwicklung neuer Oberflächen gefragt. So können Ingenieure unterschiedliche Dinge wie hocheffiziente Sonnenschutzmittel oder bestens leitende Mikrochips entwickeln.

Eine der spannendsten zu erwartenden Anwendungen sind sicherlich Nanobots. Schon bald könnten winzige Maschinen Medikamente präzise an entsprechende Stellen im Körper liefern oder sogar selber Miniatur-OPs durchführen. Vielleicht schlucken wir anstelle von Antibiotika also bald kleine Roboter in Pillenform.

4. Die Blockchain

 Die Blockchain ist das Basiskonzept von Bitcoin. fullscreen
Die Blockchain ist das Basiskonzept von Bitcoin. (©thinkstock/peshkov 2017)

Der Grund, warum digitale Währungen wie Bitcoin momentan an Beliebtheit gewinnen, ist ihre Dezentralität. Kein einzelner Staat steht hinter dem virtuellen Geld, es sind keine Banken für den Zahlungsverkehr notwendig. Möglich macht dies die Blockchain-Technologie. Kurz gesagt handelt es sich hierbei um eine Kette aus Datenblöcken, in denen alle jemals getätigten Transaktionen festgeschrieben stehen. Geld kann den Besitzer nur wechseln, wenn dies im manipulationssicheren Protokoll festgehalten wird.

Die Blockchain kann auch für andere Zwecke abseits vom Geldtransfer eingesetzt werden. Praktisch alles, was wir heute über Verträge festhalten, kann als "Smart Contract" geregelt werden. Handlungen, die sich aus den Bedingungen ergeben, können von Algorithmen übernommen werden. So können Zahlungen beispielsweise automatisch vollzogen werden, sobald ein Auftrag erledigt worden ist. Die ersten Menschen haben sogar schon ihre Hochzeit mit der Blockchain registriert.

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