Huawei Mate S: Edel-Handy aus China im Hands-On-Test

Das Huawei Mate S macht einen äußerst hochwertigen Eindruck. Das Huawei Mate S macht einen äußerst hochwertigen Eindruck. (© 2015 TURN ON)

Wie erwartet hat Huawei zur IFA 2015 sein neues Mate S vorgestellt. Mit dem High-End-Smartphone möchte der Hersteller künftig in der absoluten Oberklasse mitspielen. Im ersten Hands-On-Test überprüfen wir, ob das gelingen kann.

Wow! Schon beim Auspacken des Huawei Mate S kamen wir ins Staunen. Das Gerät wirkt sehr edel und extrem gut verarbeitet. Mit einem chinesischen Billig-Smartphone hat das definitiv nichts mehr zu tun. Das Gerät besteht aus einem Unibody-Metallgehäuse. Die Rückseite erinnert frappierend an das HTC One M9. Die Seiten bestechen durch eine schmale Metallleiste, die sich sehr gut anfasst.

Die neue Design-Referenz?

Für manche mag das vielleicht blasphemisch klingen und es ist natürlich Geschmackssache, aber insgesamt macht das Huawei Mate S einen deutlich hochwertigeren Eindruck als das iPhone 6 und selbst das Galaxy S6 Edge hat designtechnisch fast schon das Nachsehen. Ausgeliefert wird das Gerät übrigens mit sehr hochwertigen Kopfhörern, die in einem schicken Case beiliegen. Auch eine Schutzhülle findet sich ab Werk in der Verpackung.

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Von hinten erinnert das Gerät ein wenig an das HTC One M9. (© 2015 TURN ON)
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Der Metallrahmen wirkt in Natura sehr edel. (© 2015 TURN ON)
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Insgesamt macht das Huawei Mate S einen sehr guten Eindruck. (© 2015 TURN ON)

Doch der gute Eindruck hört beim Äußeren nicht auf. Auch im eingeschalteten Zustand gibt das Mate S ein hervorragendes Bild ab. Für flüssige Performance sorgt ein HiSilicon Kirin 935-Prozessor, der von 3 GB RAM flankiert wird. Der interne Speicher betrug bei unserem Testgerät übrigens 32 GB. Anders als bei iPhone 6 oder Galaxy S6 lässt dieser sich auch bei Micro-SD-Karte erweitern.

Scharfes, dunkles Display

Das 5,5-Zoll-große AMOLED-Display hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Damit ist es nicht ganz so hochauflösend wie die Bildschirme anderer Smartphone-Flaggschiffe. Das Bild wirkt jedoch dennoch schön scharf, wenn auch etwas dunkler als bei anderen Handys aus der gleichen Leistungsklasse.

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Das Display ist scharf, aber etwas dunkel. (© 2015 TURN ON)

Fingerabdruck-Sensor der Extraklasse

Hervorragend funktioniert beim Mate S der Fingerabdrucksensor, der sich auf der Rückseite des Smartphones befindet. Im Hands-On-Test reagierte dieser in 20 von 20 Fällen korrekt und auch sehr schnell. Schön ist, dass der Sensor auch als rückseitiges Touchpad funktioniert. So lässt sich die Android-Infobar durch einfaches Wischen über den Sensor ausfahren und auch das Blättern im Fotoalbum funktioniert auf diese Weise. Das ist besonders schön, da man so nicht mit dem Finger über das Display wischen muss – definitiv ein Highlight und eine Funktion, die wir uns in Zukunft von mehr Smartphones wünschen würden. Die im Vorfeld der Messe vermutete Force-Touch-Steuerung bleibt allerdings dem Top-Modell mit 128 GB internem Speicher vorbehalten.

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Ein echtes Highlight: Der Fingerabdruck-Sensor. (© 2015 TURN ON)

Die 13-Megapixel-Kamera des Smartphones macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Der Fokus ist schnell und die Bilder wirken scharf und gut beleuchtet. Für einen ausführlichen Test der Kamera bei unterschiedlichen Lichtbedingungen, war auf dem Messestand jedoch keine Zeit. Das holen wir auf jeden Fall in einem ausführlichen Check nach.

Fazit: Huawei wird zur Premium-Marke

Das Huawei Mate S ist definitiv ein Smartphone für das Premium-Segment. Mit billiger China-Ware hat das nichts mehr zu tun. Vielmehr nehmen die Chinesen nun die High-End-Konkurrenz ins Visier und feuern gleich mal eine ordentliche Salve ab. Besonders clever ist zudem die Verwendung des Fingerabdruck-Scanners als Touchpad. Solche Neuerungen hätte man vielleicht von Apple oder Samsung erwartet, jedoch nicht von Huawei. Natürlich ist es nach dem ersten Hands-On-Test noch zu früh für ein abschließendes Fazit. Der Ersteindruck vom Gerät ist jedoch hervorragend.