Kodak Pixpro SP360 im Test: Die Action-Cam mit 360 Grad

Die Kodak erlaubt als eine der wenigen Action-Cams 360 Grad-Aufnahmen. Die Kodak erlaubt als eine der wenigen Action-Cams 360 Grad-Aufnahmen. (© 2015 TURN ON)

Die Action-Cam Kodak Pixpro SP360 verspricht Bild- und Videoaufnahmen im 360 Grad-Format – ein Novum zum Release. Die Kamera filmt Videos in Full HD und schießt Bilder mit 10 Megapixeln. Wie gut sich die Kodak Pixpro SP360 in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Eine Action-Cam mit 360 Grad-Blickwinkel? Die Kodak Pixpro SP360 bietet genau das. Zwar verfügt die Action-Cam über nur eine Linse, weswegen eine echte Rundumsicht bauartbedingt nicht möglich ist. Dennoch bietet das Kodak-Modell einen Blickwinkel, den kaum ein anderer Action-Cam-Hersteller bietet. Die Kodak Pixpro SP360 ist in drei Varianten erhältlich: Aqua, Explorer und Extrem machen bereits durch ihre Bezeichnung deutlich, wohin die Reise geht.

Die Kodak Pixpro SP360 verfügt über reichlich Zubehör

Unserem Test liegt die Aqua-Variante zugrunde, die Technik der Action-Cam ist aber in allen Varianten identisch, lediglich die Accessoires unterscheiden sich. Und beim Zubehör zeigt sich Kodak alles andere als geizig. Im Gegenteil: Wasserfestes Gehäuse, Klebebefestigung für Surfboards, Helme und vieles mehr hat Kodak mit in den Karton gepackt.

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Auf den ersten Blick fällt das typische Kodak-Design ins Auge. (© 2015 TURN ON)
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Dieses Zubehör sorgt dafür, dass die Action-Cam auch unter Wasser funktioniert. (© 2015 TURN ON)
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Die Kamera verfügt nur über drei Tasten. (© 2015 TURN ON)

Die Action-Cam setzt auf typische Kodak-Optik und hat recht kompakte Abmessungen. Das Modell bringt 103 Gramm auf die Waage und damit mehr als beispielsweise der Konkurrent GoPro Hero 4 Session. Laut Hersteller kann die Action-Cam unter Wasser in bis zu 60 Metern Tiefe genutzt werden – und das bis zu vier Stunden lang.

Hochwertige Verarbeitung und gutes Handling

Die Action-Cam verfügt über einen Objektivschutz, der vor Staub, Stößen und Spritzwasser schützt. Will man die Kodak unter Wasser nutzen, muss das Schutzobjektiv entfernt werden, damit das Gerät in die dafür vorgesehene Halterung passt. Auch sonst gibt die Verarbeitung der Cam keinen Anlass zur Kritik – sie macht einen durchaus wertigen Eindruck.

Die Action-Cam selbst verfügt direkt am Gerät über ein Display mit ein Zoll Diagonale, mithilfe von drei Bedienelementen kann das Gerät gesteuert werden. So können verschiedene Modi wie Zeitraffer, Burst oder Schnappschuss ausgewählt werden. Wird die Kamera angeschaltet, erscheint automatisch das Wifi-Symbol. Gespeichert werden die Inhalte auf einer microSD-Karte, diese wird aber leider nur bis zu einer Kapazität von 32 GB unterstützt.

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Beim Starten wird automatisch das WLAN-Menü gezeigt, die Anbindung an die App gelingt schnell. (© 2015 TURN ON)
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Auf der Rückseite befinden sich Mikrofone und Steckplätze. (© 2015 TURN ON)
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Unterstützt werden microSD-Karten bis zu einer Kapazität von 32 GB. (© 2015 TURN ON)

Die Bedienung per App funktioniert – aber mit Abstrichen

Dann muss man sich lediglich mit dem WLAN-Netzwerk der Cam verbinden und die kostenlose App für Android oder iOS installieren. Anschließend kann die Kodak-Cam mit dem Smartphone oder Tablet gesteuert werden, bei NFC-kompatiblen Geräten geht die Verbindung gar noch schneller vonstatten.

Die Bedienung der App funktioniert einigermaßen gut, großen Spaß macht sie aber nicht. Zwar wird das Livebild beispielsweise auf einem iPhone 6s relativ verzögerungsfrei dargestellt, der eine oder andere Aussetzer in der App musste aber dennoch festgestellt werden. Mitunter lieferte die iOS-App im Aufnahmemodus keine Vorschau des Motives – Bilder und Videos können zwar trotzdem aufgenommen werden, nur eben blind.

Qualität der Aufnahmen solide, aber nicht überragend

Ein erneutes Verbinden der Cam schafft aber Abhilfe. Ohnehin verfügt die Action-Cam direkt am Gehäuse über eine gute Bedienung, die ihren Dienst ordentlich verrichtet. Im Zweifel ist diese Variante vorzuziehen, zumal die Handhabung direkt an der Kodak Pixpro SP360 den Vorteil bietet, dass auch wirklich alle Funktionen zur Auswahl stehen – im Gegensatz zur App.

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Eine Aufnahme der Kodak Pixpro SP360 Action-Cam. (© 2015 TURN ON)
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Eine Aufnahme der Kodak Pixpro SP360 Action-Cam. (© 2015 TURN ON)
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Eine Aufnahme der Kodak Pixpro SP360 Action-Cam. (© 2015 TURN ON)

In Sachen Kameraqualität bietet die Kodak Pixpro SP360 solide Kost. Bilder werden in einer Auflösung von bis zu 10 Megapixeln aufgenommen, Videos maximal in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde. Bei niedrigeren Auflösungen sind auch 60 oder gar 120 Bilder pro Sekunde drin. Die Bildaufnahmen sind in Ordnung, wenngleich selbst bei ordentlichen Lichtverhältnissen ein Bildrauschen festgestellt werden konnte. Eine leichte Unschärfe zum Rand hin ist ebenfalls sichtbar.

Dafür erledigt die Action-Cam in ihrer eigentlichen Paradedisziplin einen ordentlichen Job: Videoaufnahmen bei einigermaßen vernünftigen Lichtverhältnissen gelingen ganz gut. Auch die Datenrate ist für die Qualität noch im grünen Bereich. Das integrierte Mikrofon zeichnet sich für einen ordentlichen Stereosound verantwortlich.

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Sicher im Sattel: Die Action-Cam in der Aqua-Halterung. (© 2015 TURN ON)
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Der Objektivschutz trotzt Staub, Stößen und Spritzwasser. (© 2015 TURN ON)
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Aqua, Extrem und Explorer: In diesen drei Varianten ist die Action-Cam erhältlich. (© 2015 TURN ON)

Die 360 Grad-Aufnahmen der Kodak Pixpro SP360 überzeugen

Die Action-Cam Kodak Pixpro SP360 ist ein grundsolides Gadget – und zudem allein aufgrund des 360 Grad-Features nahezu ohne Alternative. Das Handling direkt am Gerät ist simpel und verständlich umgesetzt, die Bedienung per App gelingt zumeist problemlos – wenngleich hier noch Nachholbedarf besteht.

Je nach Modell gibt es reichlich Zubehör für unterschiedliche Aktivitäten. Auch das Verhältnis Preis-Leistung passt und ist durchaus angemessen. Wer eine einzigartige Action-Cam sein Eigen nennen möchte, sollte sich die Kodak Pixpro SP360 einmal genauer anschauen.