Neues Spitzenmodell: Das Archos 50 Diamond im Hands-On

Das Archos-Smartphone liegt gut in der Hand, das Display wirkt vielleicht etwas dunkel. Das Archos-Smartphone liegt gut in der Hand, das Display wirkt vielleicht etwas dunkel. (© 2015 TURN ON)

Das neue Spitzenmodell von Archos kommt mit einem Achtkern-Prozessor und kann natürlich LTE. Mit 250 Euro ist das Gerät auch für den nicht so prallen Geldbeutel geeignet und bietet mit der Fusion-Technologie eine interessante technische Neuerung. Wir hatten auf der Computermesse CeBIT die Chance, das neue Archos 50 Diamond kurz auszuprobieren.

Auffällige Farbe: Wer steht auf Neongelb?

Was zuerst auffällt, ist die Farbe: Neongelb ist weder unauffällig noch trifft es den Massengeschmack. Der Hersteller bezeichnet es als "Eye-Catcher" und wirklich schlecht sieht es nicht aus. Aber das Gerät soll auch bald mit schwarzem Cover auf den Markt kommen, versichert die Archos-Sprecherin am Messestand. Auf der Internetseite des Herstellers sind bereits Bilder von Modellen mit schwarzem Cover zu sehen – die aber anscheinend noch nicht verfügbar sind.

Das fünf Zoll große Display kann Full-HD darstellen und verfügt folglich über 1920 x 1080 Pixel. Es wirkt sehr scharf, wenn auch ein wenig dunkel. Die Icons auf der Benutzeroberfläche sind aber sehr gut erkennbar und der Kontrast macht einen guten Eindruck. Ein kleiner Nachteil ist, dass das neue Archos-Gerät zunächst mit der nicht mehr aktuellen Android 4.4.4-Version Kitkat ausgeliefert wird. Das Update auf Lollipop sei aber fest eingeplant, sichert der Hersteller zu.

Dünn und leicht: Gerät liegt gut in der Hand

Das neue Spitzenmodell: Das Archos 50 Diamond wurde auf der CeBIT gezeigt.
Das neue Spitzenmodell: Das Archos 50 Diamond wurde auf der CeBIT gezeigt. (© 2015 Archos)

Das Gerät liegt wirklich gut in der Hand, ist angenehm leicht – der Hersteller nennt als Gewicht 142 Gramm – und dünn. Trotz der auffälligen Farbe wirkt es nicht unseriös oder billig. Das Starten von Apps und der Wechsel zwischen den Programmen gehen sehr flott vonstatten. Dafür sorgen neben dem Achtkern-Prozessor Qualcomm Snapdragon 615 vor allem die 2 GB Arbeitsspeicher. Das Gerät hat einen internen Speicher von 16 GB, der per Micro-SD-Karte um bis zu 128 GB erweitert werden kann.

Hier kommt die eigens von Archos entwickelt neuartige Fusion-Technologie zum Einsatz: Dabei verschmelzen interner Speicher und die Micro-SD-Karte zu einem Gesamtspeicher. Das Verschieben von Apps vom Gerätespeicher auf die Karte soll damit überflüssig werden, sichert der Hersteller zu. Willst Du die Karte mal entfernen, lassen sich die Apps aber automatisch wieder in den Speicher des Geräts verlagern. Dieses Feature konnten wir jedoch nicht testen.

Vearbeitung wirkt ausgezeichnet

Das Archos 50 Diamond in Schwarz. Das Modell ist momentan noch nicht verfügbar.
Das Archos 50 Diamond in Schwarz. Das Modell ist momentan noch nicht verfügbar. (© 2015 Archos)

Die Verarbeitung macht einen ausgezeichneten Eindruck, die Tasten an der Seite haben einen guten Druckpunkt und das Griffgefühl ist sehr angenehm. Die beiden Kameras an Vorder- und Rückseite lösen mit 8 und 16 Megapixeln auf und liefern auf den ersten Eindruck scharfe und helle Bilder. Mit 2700 mAh liegt die Akkugröße im guten Durchschnitt, das Samsung Galaxy S5 beispielsweise hat einen Energiespeicher mit 2800 mAh.

Natürlich beherrscht das Archos LTE und Bluetooth, etwas ungewöhnlich in dieser Preisklasse ist die Dual-Sim-Unterstützung. Zu erwähnen ist auch noch die NFC-Ausrüstung, mit der das Gerät mit anderen Smartphones oder NFC-Aufklebern auf kurze Entfernungen Informationen austauschen kann.

Fazit: Erster Eindruck positiv

Der erste Eindruck ist durchaus vielversprechend. Das Archos 50 Diamond ist mit einem Preis von 250 Euro kein besonders teures Gerät, wirkt aber absolut nicht billig. Verarbeitung und Handling machen einen soliden Eindruck, das Display ist ein wenig dunkel, aber scharf. Interessant ist die Fusion-Technologie, die den Umgang mit dem Speicher vereinfachen könnte.