Parrot Hydrofoil Drone im Test: Die Hybrid-Drohne überzeugt

Die Parrot Hydrofoil kommt mit einem Boot aus Styropor. Die Parrot Hydrofoil kommt mit einem Boot aus Styropor. (© 2015 TURN ON)

Die Parrot Hydrofoil ist eine sogenannte Hybrid-Drohne. So kann die Hydrofoil ihre Stärke nicht nur in der Luft ausspielen, sondern auch im Wasser. Wie gut das funktioniert, zeigt unser Test.

Erst vor wenigen Monaten stellte Drohnen-Spezialist Parrot neue Modelle vor, die Hydrofoil schauen wir uns in diesem Test einmal genauer an. Die Drohne aus dem Einsteigersegment ist eine Hybridlösung. So fliegt der Quadcopter nicht nur mit bis zu 18 km/h durch die Lüfte, sondern gleitet überdies mit bis zu 10 km/h auf dem Wasser. Die Steuerung erfolgt einfach und höchst unkompliziert über das Smartphone oder das Tablet. Eine kostenlose App für iOS, Android und Windows steht zur Verfügung, die Verbindung erfolgt über die Drahtlos-Technologie Bluetooth.

Ladevorgang dauert nur 25 Minuten

Der Einstieg ist denkbar einfach. Zunächst muss natürlich noch der 550 mAh starke Akku eingesetzt werden. Dann kann die Drohne über das mitgelieferte USB-Kabel am Computer aufgeladen werden. Schneller geht es allerdings mit einem richtigen Stecker, dann dauert der Ladevorgang nur etwa 25 Minuten – ansonsten erheblich länger. Die kostenlose App ist schnell heruntergeladen, nur noch Bluetooth am Smartphone oder Tablet aktivieren, dann kann es losgehen.

Da die Parrot Hydrofoil über eine integrierte Kamera und einen internen Speicher verfügt, sind während des Fluges Aufnahmen aus luftiger Höhe möglich. Die Qualität ist allerdings eher bescheiden, die Cam ermöglicht gerade einmal Fotos in einer Qualität von 0,3 Megapixeln. Mehr als Schnappschüsse sind also nicht drin.

Drohne führt selbst Loopings mühelos aus

Allerdings musste die Parrot Hydrofoil zunächst einmal per Update auf die neueste Firmware aktualisiert werden, andernfalls bleiben die Rotoren stumm. Dann steht dem ersten Flug nichts mehr im Wege, insbesondere Anfänger werden die sehr einfache Steuerung zu schätzen wissen. Die Drohne hebt mit nur einem Klick ab und bleibt ohne Zutun sicher in der Luft.

Die Steuerung erfolgt über virtuelle Bedienelemente, die selbsterklärend sind. Vor, zurück, hoch, runter – dank intuitiver Steuerung gelingt dies auf Anhieb. Selbst Loopings beherrscht der Quadcopter mühelos. Diese können übrigens während der Steuerung bequem per App mit der Smartphone-Kamera gefilmt werden.

Kollisionen und Abstürze: Die Drohne scheint unverwüstlich

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Die Parrot Hydrofoil beim Flugeinsatz im Garten. (© 2015 TURN ON)
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Selbst Loopings beherrscht der Quadcopter mühelos. (© 2015 TURN ON)
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Während des Fluges sind Aufnahmen aus luftiger Höhe möglich. (© 2015 TURN ON)

Im Test überstand die Parrot Hydrofoil Drone einige Kollision und Abstürze – jedes Mal völlig unbeschadet. Lediglich die Verbindung zur App wurde mitunter unterbrochen. Ab und zu ist beim Crash auch der Akku aus der Drohne herausgefallen, eine bessere Befestigung könnte diesbezüglich Abhilfe schaffen. Alles in allem hat sich das Gerät jedoch als äußerst stabil erwiesen. Dafür sorgt nicht zuletzt der Sicherheits-Trennschalter, der in das Modell integriert wurde.

Die Flugstabilität ist als sehr gut anzusehen, dafür sorgen das 3-Achsen-Gyroskop und der Beschleunigungsmesser. Die Flugzeit wird vom Hersteller mit etwa neun Minuten angegeben, in der Praxis läuft es bei vollem Einsatz jedoch auf etwas weniger Laufzeit hinaus. Mit dem Befehl "Landing" in der App kann die Drohne relativ einfach und recht sanft auf der Oberfläche gelandet werden. Wird der Emergency-Button betätigt, schalten sich die Motoren ohne Zeitverzug aus.

Quadcopter macht auch auf dem Wasser eine gute Figur

Soll die Drohne auf dem Wasser gleiten, ist dies einfach und unkompliziert möglich. Dafür gibt es ein eigenes Boot, das zuvor einmalig an wenigen Stellen zusammengeschraubt werden muss. Das Werkzeug in Form eines Schraubenziehers liegt bei, der Zusammenbau benötigt nur wenige Minuten Zeit. Die Drohne kann danach einfach in der vorgesehenen Halterung befestigt werden.

Dann steht dem Vergnügen auf dem Wasser mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 km/h nichts mehr im Wege. Das Gleiten auf dem Wasser funktioniert sehr gut und kinderleicht. Die Tragflächen und der hydrodynamische Rumpf sorgen für eine reibungslose Navigation. Die Parrot Hydrofoil bleibt stets stabil einige Zentimeter über dem Wasser.

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Das Boot für die Hydrofoil muss erst zusammengeschraubt werden. (© 2015 TURN ON)
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Auf dem Wasser ist die Drohne mit bis zu 10 km/h unterwegs. (© 2015 TURN ON)
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Der kleine Quadcopter wiegt nur 58 Gramm. (© 2015 TURN ON)

Überzeugende Performance der Hybrid-Drohne

Die Hybrid-Drohne Parrot Hydrofoil hält definitiv, was sie verspricht. Sowohl in der Luft als auch im Wasser macht der kompakte Quadcopter einen souveränen und sicheren Eindruck. Die Flugstabilität ist gut, die App funktioniert und die einfache Bedienung ermöglicht auch Neulingen einen leichten Einstieg. Noch dazu hat sich die Hydrofoil im Test als sehr stabil präsentiert, Kollisionen und Abstürze waren für das Modell kein Problem.

Der Ausflug ins Wasser macht Spaß und gelingt erstaunlich gut. Die Akkulaufzeit ist zwar gering, was aber kein großer Kritikpunkt ist –vergleichbare Modelle haben auch nicht mehr Ausdauer. Die unverbindliche Preisempfehlung des französischen Herstellers beträgt 169 Euro – Preis-Leistung stimmen bei diesem Produkt dennoch. Die Hybdrid-Fähigkeit ist ein großer Pluspunkt, das Feature kann auf ganzer Linie überzeugen.