Parrot Jumping Race Drone im Test: Kleiner Kerl, großer Spaß

Die Parrot Jumping Race Drone bringt viele spaßige Features mit. Die Parrot Jumping Race Drone bringt viele spaßige Features mit. (© 2015 TURN ON)

Hohe Geschwindigkeiten und eine Kamera, die den Rausch auf einem internen Speicher festhält – die Jumping Race Drone vom französischen Hersteller Parrot macht eine ganze Menge mit. Ob der Spaß eher ein kurzes Vergnügen oder eine Langzeitbeschäftigung ist, zeigt unser Test.

Schnelle Einrichtung der Parrot-Drohne

Einsatzbereit ist die Parrot Jumping Race Drone im Nu. Nachdem der Akku in die Drohne eingelegt wurde, kann man das Smartphone oder Tablet über WLAN mit dem Gerät verbinden. In unserem Fall hieß das Netz "Max", gefolgt von einer Nummer. Die Verbindung ist schnell aufgebaut und über die Steuerungs-App Free Flight 3 kann sofort losgelegt werden.

Rasen, Hüpfen und Drehen

Der rote Farbvariante heißt Max und hat eine Menge auf dem Kasten: Gibt man Gas, erreicht der kleine Kerl laut Herstellerangaben bis zu 14 Kilometer pro Stunde! Das ist ziemlich viel – vor allem, wenn man ihn in der Wohnung fahren möchte. Da ist die Drohne in zwei Sekunden einmal quer durchs Wohnzimmer gerast. Besitzer von großen Wohnungen sind hier eindeutig im Vorteil.

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Mit bis zu 14 km/h ist der kleine Kerl ganz schön flott unterwegs. (© 2015 TURN ON)
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Aber auch Sprünge nach oben oder vorne beherrscht die Drohne. (© 2015 TURN ON)
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Das volle Potenzial lässt sich am besten im Freien ausschöpfen. (© 2015 TURN ON)
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Dort ist die Drohne voll in ihrem Element. (© 2015 TURN ON)

Auch Sprünge bis zu einer Höhe von 75 Zentimetern hat die Drohne drauf. Klippen, die weniger als einen Meter breit sind, können zudem durch einen Sprung nach vorne überwunden werden. Ansonsten lassen sich einige Kunststücke ausführen: Drehen, Slalom, Sprungdrehungen oder Vollgas sind nur einige der Optionen.

Steuerung mit Fingerspitzgefühl

Die Steuerung der Drohne ist am Anfang ziemlich gewöhnungsbedürftig. Über die kostenlose App Free Flight 3 kann das Parrot-Modell per Smartphone oder Tablet mit iOS oder Android fortbewegt werden. Ein senkrechter Touch-Hebel dient als Gaspedal. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, wenn sich die Drohne mit einer konstanten Geschwindigkeit fortbewegen soll, ohne an ihr Maximum zu kommen. Mit ein bisschen Übung ist das aber machbar.

Über ein paar Schnellzugriffe kann sich die Drohne sofort um 90 oder 180 Grad drehen. Sanft um die Kurven bringt man die Drohne, indem man das Smartphone oder Tablet wie ein Lenkrad in der Hand hält und dreht. Dabei sieht man auf dem Display all das, was die Parrot Jumping Race Drone gerade auch sieht und steuert quasi aus der Ego-Perspektive. Wer sich zusätzlich ein FPV-Headset besorgt, versetzt sich selbst in den Adrenalinrausch bei den rasanten Fahrten der Drohne.

Sprachausgabe via Headset

Schließt man ein Headset an sein Smartphone oder Tablet an, kann man durch das eingebaute Mikrofon aus der Drohne sprechen. Das ist besonders lustig, wenn man Freunde im Nebenzimmer erschrecken oder überraschen möchte. Leider funktionierte die Sprachausgabe in unserem Test nicht immer zuverlässig. Außerdem ist die Qualität nicht sehr überzeugend. Wenn die Sprache überhaupt übertragen wird, ist sie oft unverständlich, weil zu viele Störgeräusche und ein starkes Rauschen die Stimme überdecken. Dazu kommt, dass das Bild der Jumping Race Drone mit einer spürbaren Verzögerung auf das Smartphone oder Tablet übertragen wird, sobald ein Headset angeschlossen ist.

Leider nur 15 Minuten Spaß

Die Parrot-Drohne wird mit einem Ladekabel und einem Akku ausgeliefert. Ein Akku ist etwas wenig, da die Jumping Race Drone mit einer Akkuladung gerade einmal 15 Minuten durchhält, der Akku aber 25 Minuten zum Aufladen benötigt. Das ist bei einigen Konkurrenzprodukten noch schlimmer, stört uns beim Parrot-Modell aber deshalb nicht weniger. Ein weiterer Akku kostet 14 Euro, was angesichts des hohen Kaufpreises von 199 Euro und der geringen Ladekapazität schon ziemlich viel ist.

Programmierbare Strecken

Ziemlich cool ist die Möglichkeit, eine Choreografie zu programmieren, die dann jederzeit abgerufen werden kann. In der App werden einzelne Bausteine für Drehen, Animationen, Springen, Haltung, Geschwindigkeit oder Fotos und Videos aneinandergereiht. Mit diesem lustigen Feature lässt sich zum Beispiel ein Hindernisparcours perfekt meistern oder eine Showeinlage auf der nächsten Party präsentieren.

Videos und Fotos im internen Speicher

Parrot Jumping Race Drone Max App 1
Gesteuert wird die Parrot-Drohne via App. (© 2015 TURN ON)
Parrot Jumping Race Drone Max App 2
Dort lassen sich zum Beispiel verschiedene Kunststücke programmieren. (© 2015 TURN ON)
Parrot Jumping Race Drone Max App 3
Bei der freien Fahrt wird die Drohne aus der Ego-Perspektive gesteuert. (© 2015 TURN ON)
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Die Bildqualität lässt allerdings zu wünschen übrig. (© 2015 TURN ON)

Alle Videos und Fotos, die während der Fahrt mit der Drohne gemacht werden, landen auf einem internen Speicher. Über ein USB-Kabel können diese einfach auf den Computer gezogen werden. Leider lässt die Bildqualität sehr zu wünschen übrig. Die Aufnahmen sind sehr pixlig und verrauscht. Im Test gab es außerdem ab und zu Speicherprobleme – aber keine Fehlermeldung. Die Fotos und Videos wurden einfach nicht gespeichert.